| # taz.de -- Linker Wahlkreis in Berlin: Drei wollen Ströbele werden | |
| > Canan Bayram, Pascal Meiser und Cansel Kiziltepe kämpfen um | |
| > Friedrichshain-Kreuzberg. Ein Gespräch über Mieten, die Rigaer Straße – | |
| > und Koalitionen. | |
| Bild: Wollen am liebsten Rot-Rot-Grün: Cansel Kiziltepe, Pascal Meiser und Can… | |
| taz: Frau Bayram, Frau Kiziltepe, Herr Meiser, duzen Sie sich | |
| untereinander? | |
| Alle nicken. | |
| Dann kennen Sie sich offenbar ganz gut. Sagen Sie bitte in einem Satz, | |
| wofür Ihr Nachbar steht. Frau Bayram? | |
| Canan Bayram: Gute Frage. Cansel Kiziltepe ist Sozialdemokratin, eher der | |
| linke als der Seeheimer Kreis. So habe ich das verstanden. | |
| Frau Kiziltepe, wofür steht Herr Meiser? | |
| Cansel Kiziltepe: Für gewerkschaftliche Positionen. Für | |
| Arbeitnehmerinteressen und gute Arbeit. | |
| Herr Meiser? | |
| Pascal Meiser: Canan Bayram ist eine engagierte Innen- und | |
| Rechtspolitikerin. | |
| Sie alle wollen ja den Ströbele-Wahlkreis in | |
| Friedrichshain-Kreuzberg–Prenzlauer Berg Ost gewinnen, wo vor allem die | |
| steigenden Mieten die Menschen umtreiben. Es gibt das Grünen-Plakat „Die | |
| Häuser denen, die drin wohnen“. Grüne auf Bundesebene haben sich davon | |
| distanziert. Ist der Spruch reine Utopie? | |
| Bayram: Bei mir ist das Programm. Die Mietensituation in Berlin ist so | |
| krass, dass wir die MieterInnen radikaler schützen müssen. Wir müssen | |
| vorhandene Instrumente wie das Vorkaufsrecht nutzen. Dass Eigentümer nicht | |
| völlig frei über ihre Häuser verfügen können, würde ich gern stärker | |
| gesetzlich verankern. Warum soll es möglich sein, dass für Autobahnen | |
| enteignet wird und für Wohnungen nicht? Das versteht kein Mensch. | |
| Kiziltepe: Dieser Spruch ist überholt. Canan Bayram hat ein bisschen zu | |
| spät angefangen, sich mit Mieterrechten zu beschäftigen. Viele Menschen | |
| wurden mittlerweile schon verdrängt. Der Spruch müsste eigentlich heißen: | |
| „Städtische Wohnungen denen, die sie brauchen“. Die Grünen haben im Bezirk | |
| lange verschlafen, das Vorkaufsrecht auszuüben. | |
| Bayram: Wir brauchten das Geld des SPD-Finanzsenators, um die Häuser zu | |
| kaufen. | |
| Kiziltepe: Klar ist, dass der Aufkauf aus dem Bestand sehr teuer ist und | |
| Neubau nicht ersetzen kann. Ich bin im Kreuzberger Wrangelkiez | |
| aufgewachsen. Ich habe zusehen müssen, wie Verwandte und Bekannte verdrängt | |
| werden. Wenn ich heute meine Eltern in der Falckensteinstraße besuche, | |
| suche ich viele Gesichter vergebens. | |
| Das Vorkaufsrecht ist eine Sache. Sollte man denn enteignen können, wenn | |
| Eigentümer die Häuser schlicht leer stehen lassen? | |
| Meiser: Natürlich ist es notwendig, radikalere Ansätze zu debattieren! | |
| Sonst machen die Immobilienspekulanten mit uns, was sie wollen. Und es gibt | |
| sicher immer extreme Fälle, wo man über Enteignung reden kann und muss. | |
| Aber das hilft nicht dem Gros der Menschen. | |
| Aber was hilft ihnen denn? | |
| Meiser: Wir sind zum Beispiel dafür, die Bestandsmieten zu deckeln. In | |
| Österreich gibt es die Regelung, dass die Mieten nur so stark steigen | |
| dürfen wie die Inflation. Das hieße wegzugehen vom System des | |
| Mietenspiegels. Wir brauchen auch eine Mietpreisbremse, die Sanktionen | |
| vorsieht. Es darf nicht länger sein, dass Vermieter die Notlage von | |
| Mieterinnen und Mietern ausnutzen und ihnen illegale Mieten abpressen, ohne | |
| ernsthafte Konsequenzen befürchten zu müssen. | |
| Kiziltepe: Die Forderung nach Enteignung ist populistisch. | |
| Wohnungsenteignungen sind rechtlich nicht pauschal möglich. Das solltest | |
| du, Canan, als Juristin wissen. Man muss begründen, warum genau diese | |
| Wohnung enteignet werden soll, wenn stattdessen beispielsweise auch eine | |
| Randbebauung auf dem Tempelhofer Feld möglich wäre. Meine Intention ist, | |
| den Menschen zu sagen, was kurzfristig real möglich ist. Deshalb habe ich | |
| mich dafür eingesetzt, dass der Verkauf des Dragoner-Areals in Kreuzberg an | |
| einen privaten Investor rückabgewickelt wird. Jetzt müssen wir möglichst | |
| viele bezahlbare öffentliche Wohnungen bauen. | |
| Bayram: Gerade als Juristin weiß ich, dass im Grundgesetz steht, dass der | |
| Gebrauch des Eigentums dem Gemeinwohl dienen muss. Natürlich kann gegen | |
| Entschädigung enteignet werden. | |
| Meiser: Die Frage ist doch, was von den Vorschlägen, die von uns dreien | |
| hier kommen, in der parlamentarischen Praxis im Bundestag auch eine Rolle | |
| spielen wird. Meine Positionen sind Common Sense in meiner Partei. Ich muss | |
| nicht ständig innerhalb der Fraktion gegen Windmühlen kämpfen. Bei den | |
| Grünen sieht das anders aus. Die Distanzierung der Bundesgrünen von den | |
| Forderungen von Canan Bayram und ihren Plakaten war sehr eindeutig. In | |
| Schleswig-Holstein hat die Jamaika-Koalition die Aussetzung der | |
| Mietpreisbremse beschlossen … | |
| Kiziltepe: … die Abschaffung der Umwandlungsverordnung steht dort auch im | |
| Koalitionsvertrag. | |
| Meiser: Es geht darum, ob das, was man im Wahlkampf verspricht, nur schöne | |
| Worte sind. | |
| Kiziltepe: Die Linke ist aber auch nicht so einheitlich, wie du das jetzt | |
| darstellst, Pascal. Sie hat mindestens vier Flügel. Auch du hast deine | |
| Partei nicht in jedem Bereich hinter dir. | |
| Herr Meiser, wo verorten Sie sich? | |
| Meiser: Ich würde mal sagen: genau in der Mitte. | |
| Bayram: Ich halte es für ausgeschlossen, dass es nach der Wahl Jamaika im | |
| Bund gibt. Die FDP ist bei den Umweltthemen der Gegensatz zu den Grünen, | |
| wir haben uns klar von der Partei distanziert. Wir wollen drittstärkste | |
| Kraft werden und für unsere grüne Eigenständigkeit werben. | |
| Wenn Merkel sich mit einer schwarz-gelb-grünen Mehrheit wählen lässt, | |
| würden Sie ihr die Stimme verweigern? | |
| Bayram: Auf jeden Fall. Vor Wahlen wird immer statt über Inhalte über | |
| Koalitionen geredet. Das finde ich für die Demokratie gefährlich. | |
| Dass man über Koalitionen redet, liegt auch daran, dass SPD, Linke und | |
| Grüne keine gemeinsame Machtoption mehr haben. Rot-Rot-Grün ist laut | |
| Umfragen von einer Mehrheit weit entfernt. Wer hat es vergeigt? | |
| Kiziltepe: Es war ein Fehler, dass wir die rot-rot-grüne Machtoption 2013 | |
| nicht wahrgenommen haben. Menschen am unteren Rand der Gesellschaft wurden | |
| jahrelang vernachlässigt. Sie haben oftmals das Vertrauen in die Politik | |
| verloren und da setzt die AfD an. Wir werden wieder Nazis im Parlament | |
| haben und das ist sehr bitter. | |
| Trotz zweistelliger Werte für die AfD verliert nicht die CDU, sondern die | |
| SPD an Zustimmung. Erklären Sie uns das. | |
| Kiziltepe: Ich war vor vier Jahren schon gegen eine Große Koalition, sie | |
| hat der SPD nicht gut getan, jetzt dümpeln wir dahin. Meine Wunschkoalition | |
| wird immer Rot-Rot-Grün sein. | |
| Sie würden bei einer Neuauflage der Großen Koalition nicht mitmachen? | |
| Kiziltepe: Nein, ich würde auch dieses Mal nicht mitmachen. Das wäre für | |
| die SPD der Tod. | |
| Meiser: Aber was heißt das genau? Du würdest deshalb doch nicht aus der | |
| Fraktion austreten! | |
| Kiziltepe: Ich würde nicht zustimmen. Ich bin allerdings überzeugt, dass es | |
| zu dieser Situation gar nicht kommt, wir haben ja auch unsere | |
| Mitgliederbefragung. | |
| Meiser: Für mich ist die SPD so schwach, weil sie sich die inhaltliche | |
| Polarisierung nicht traut. Wir haben gesehen, was der Personalwechsel an | |
| der Spitze der SPD ausgelöst hat, es gab große Hoffnungen. Aber die SPD | |
| will sich mit denen da oben nicht anlegen. Dass sie darauf verzichtet hat, | |
| die Vermögensteuer ins Programm zu nehmen, ist für mich symptomatisch. | |
| Warum gibt es kein gemeinsames Projekt Rot-Rot-Grün? | |
| Kiziltepe: Wir haben diese Koalition nicht ausgeschlossen. | |
| Die Linkspartei hat dafür harte Bedingungen formuliert. | |
| Meiser: Es wäre absurd, wenn wir als Linke sagen würden, wir kämpfen nicht | |
| mehr für einen höheren Mindestlohn oder gegen den Kriegseinsatz in | |
| Afghanistan, nur weil die SPD das nicht will. Die Linke hat immer gesagt: | |
| Wir stehen auf jeden Fall für Gespräche zur Verfügung, wenn eine Mehrheit | |
| da wäre und die Bedingungen stimmen. Die Regierung bräuchte eine klare | |
| linke Handschrift, diese Lehre haben wir aus unserer Beteiligung im Senat | |
| von 2002 bis 2011 gezogen. Wo das nicht gelingt, gilt für mich immer noch: | |
| Lieber eine gute Oppositions- als eine schlechte Regierungspolitik. | |
| Frau Bayram, Sie haben Erfahrung mit Rot-Rot-Grün in Berlin. Was ist falsch | |
| gelaufen, dass man sich für den Bund keine Machtoption erarbeitet hat? | |
| Bayram: Ich denke, ich kann für uns drei sagen, dass wir Fans von | |
| Rot-Rot-Grün sind. Wir haben uns alle konstruktiv an Gesprächen beteiligt. | |
| Für uns war es ein Projekt, von dem wir wollen, dass es gelingt. Ich kenne | |
| aber auch Kollegen aus der SPD und der Linken, die das anders sehen. | |
| Kiziltepe: Sie war ja schon mal bei uns. | |
| Bayram: In der SPD gehörte ich auch schon zu den Linken. Viele rechte | |
| SPDler halten Rot-Rot-Grün für nicht so einfach. Und es gibt auch viele | |
| Leute, die die Spitzenkandidatin der Linkspartei, Sahra Wagenknecht, | |
| kritisieren, weil sie der AfD Avancen macht. Nicht die Grünen sind der | |
| schwierige Part bei Rot-Rot-Grün. Die Gräben zwischen SPD und Linkspartei | |
| sind zu groß. | |
| Meiser: Ich teile auch nicht alles, was Sahra Wagenknecht sagt. Aber sie | |
| hat, wie unsere ganze Fraktion, gegen alle Asylrechtsverschärfungen in den | |
| letzten Jahren gestimmt. Das können die Grünen, was ihr | |
| Abstimmungsverhalten im Bundesrat betrifft, leider nicht mehr von sich | |
| sagen. | |
| Bayram: Im Bundesrat?! Das ist doch jetzt ein Vergleich von Äpfeln mit | |
| Birnen. | |
| Meiser: Die Grünen sollten sich bei dieser Frage jedenfalls nicht hier | |
| hinstellen und sagen: „Die Linke macht komische Sachen, aber bei uns läuft | |
| alles richtig.“ | |
| Frau Bayram, Sie präsentieren sich als linke Grüne. Würden Sie im Bundestag | |
| ein Bündnis aus CDU und Grünen mittragen? | |
| Bayram: Ich halte auch Schwarz-Grün für falsch. Beide haben ganz | |
| unterschiedliche Gesellschaftsentwürfe und Menschenbilder. Merkel hat zwar | |
| bei Grünen-WählerInnen Anerkennung bekommen für ihre Haltung 2015 in der | |
| Flüchtlingspolitik. Aber seitdem hat sie im Asylrecht vieles verschärft und | |
| teilweise AfD-Positionen übernommen. Ich als Innen-, Mieten- und | |
| Integrationspolitikerin halte Schwarz-Grün für genau den falschen Weg. | |
| Wenn Sie im Bundestag vor der Frage stehen sollten, ob Sie mitmachen: Sagen | |
| Sie dann Nein? | |
| Bayram: Ich bin als Abgeordnete laut Grundgesetz nur meinen Gewissen | |
| verpflichtet. | |
| Sollte sich Bundeskanzlerin Merkel also lieber nicht auf Sie verlassen? | |
| Bayram: Ich werde mir – falls dieser Fall eintreten soll – das sehr genau | |
| anschauen. Und ich werde in diesem Fall den väterlichen Rat von Christian | |
| Ströbele mit einbeziehen. | |
| Am Ende müssten aber Sie die Entscheidung treffen. | |
| Bayram: Am Ende, nicht heute. Aber wer mich kennt, weiß genau, wie ich | |
| abstimmen würde. Ich habe im Bereich Mieten, BürgerInnenrechte, Migration | |
| eine eindeutige Haltung. Für mich ist ganz klar: Schwarz-Grün ist falsch. | |
| Und zweitens: Ich werde nur nach meinem Gewissen handeln. | |
| Meiser: Ich halte also fest: Wir lassen uns in der Frage, wie das | |
| tatsächlich ausgeht, mal überraschen … | |
| Ein großes Thema in Ihrem Wahlkreis ist seit Langem der Konflikt um ein | |
| Hausprojekt in der Rigaer Straße 94. Wer von Ihnen hat dort schon Flyer | |
| verteilt? | |
| Bayram: Das ist meine direkte Nachbarschaft, ich bin da regelmäßig. | |
| Nehmen die Bewohner der 94 Ihre Flyer? | |
| Bayram: Nicht überall komme ich auf die gleiche Art und Weise mit den | |
| Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch. Von Klingeln und Flyern würde ich in | |
| der Rigaer Straße abraten. | |
| Meiser: Wir sind viel im Nordkiez in Friedrichshain, aber Haustürwahlkampf | |
| in der Rigaer 94? Das haben wir auch noch nicht ausprobiert. | |
| Haben Sie davor Angst? | |
| Meiser: Nein. Aber ich glaube, die Leute dort schauen eher auf die Praxis: | |
| Wie gehen die jeweiligen Parteien mit der überzogenen Polizeipräsenz um, | |
| die den ganzen Nordkiez in Geiselhaft nimmt. Dieser Zustand muss beendet | |
| werden. | |
| Kiziltepe: Die Politik unter CDU-Innensenator Henkel war sehr eskalierend. | |
| Mit seinem SPD-Nachfolger Andreas Geisel hat sich das aber geändert. Und | |
| schon zuvor hat Geisel als Bausenator versucht, das Haus Rigaer 94 durch | |
| eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft zu kaufen. Um den Druck | |
| rauszunehmen. Er versucht das immer noch, aber weil sich der Eigentümer | |
| hinter einer Briefkastenfirma versteckt, ist das nicht so einfach. | |
| Herr Geisel befürwortet einen Runden Tisch, um die Lage im Kiez zu | |
| entspannen. Er will aber selbst nicht mit Gewalttätern reden. Wie stehen | |
| Sie dazu? | |
| Kiziltepe: Ich kann Andreas Geisel gut verstehen. Gewaltfreiheit war immer | |
| der Konsens von Runden Tischen. Allerdings sind das ja nicht alles | |
| Gewalttäter. | |
| Sie reden mit den Leuten? | |
| Kiziltepe: Ja. Und ja, ich kann den Frust verstehen, der durch die | |
| Verdrängung, durch den schrumpfenden Raum für alternative Projekte | |
| entsteht. Das ist ja nicht nur in der Rigaer Straße, sondern auch woanders | |
| zu beobachten. | |
| Können Sie den Frust anderer Anwohner, etwa der Käufer von | |
| Eigentumswohnungen in der Rigaer Straße, verstehen? | |
| Kiziltepe: Ich habe dort eingeworfene Scheiben gesehen. Das ist wirklich | |
| schlimm. Und natürlich verstehe ich den Frust der Käufer solcher Wohnungen. | |
| Es geht ums Vermitteln, was soll man als Politiker sonst machen? Daher | |
| finde ich den Ansatz richtig, das Haus zu kaufen. Auch gegen | |
| Selbstverwaltung habe ich nichts. Aber klar ist auch, dass die Bewohner | |
| Miete zahlen müssen, wenn wir Steuergelder investieren. | |
| Welche Mittel sind im Kampf gegen Gentrifizierung legitim? | |
| Meiser: Natürlich ist kreativer Protest notwendig. Aber wo Leib und Leben | |
| bedroht sind – und das ist dort zum Teil geschehen –, ist jede Grenze | |
| überschritten. | |
| Bayram: Es ist dennoch falsch, die Rigaer Straße zu einem | |
| kriminalitätsbelasteten Ort zu erklären und damit zum Beispiel mit dem | |
| Kottbusser Tor gleichzusetzen. Ich war am Freitag bei einer | |
| Gerichtsverhandlung, bei der Betroffene gegen die Kontrollen geklagt haben. | |
| Da war ein 15-Jähriger dabei, der über eine Stunde lang in der Eiseskälte | |
| kontrolliert wurde. So erreicht der Staat das Gegenteil von dem, was er | |
| will: Die Menschen erleben ihn dort als jemanden, der ihre Rechte | |
| missachtet, weil er sie unter Generalverdacht stellt. | |
| Kiziltepe: Für mich ist die Rigaer Straße auch kein kriminalitätsbelasteter | |
| Ort, anders als der Alex oder der Kotti. | |
| Eine Stilfrage zum Schluss: Herr Meiser, würden Sie einem unliebsamen | |
| Genossen raten, er solle „einfach mal die Fresse halten“? | |
| Meiser: Kommt drauf an, was er sagt. Aber eigentlich halte ich es für | |
| keinen guten Stil. | |
| Kiziltepe: Ich muss mich ja immer zusammenreißen, nicht meinen SO36-Slang | |
| zu benutzen. Aber auch ich hätte eher „Klappe“ gesagt. | |
| Frau Bayram, bereuen Sie eigentlich Ihren Ausruf beim Grünen-Parteitag | |
| gegenüber Boris Palmer, dem Bürgermeister von Tübingen? | |
| Bayram: Das war ein Zitat des Kabarettisten Dieter Nuhr. Der hat gesagt: | |
| „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.“ Ich stehe dazu, | |
| weil ich ziemlich wütend war in dem Moment. Ich habe Palmer später auch im | |
| privaten Gespräch gesagt, er sollte mit der Partei diskutieren, statt | |
| rassistische Facebook-Kommentare über den Umgang mit Geflüchteten von sich | |
| zu geben und die dann auch noch gesammelt als Buch zu veröffentlichen. Da | |
| gibt es so viele Stellen, die im Widerspruch zu unserem Wahlprogramm | |
| stehen, an dem ich im Unterschied zu ihm mitgearbeitet habe. | |
| 21 Sep 2017 | |
| ## AUTOREN | |
| Antje Lang-Lendorff | |
| Bert Schulz | |
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