| # taz.de -- Nachrichten zur Ampel-Koalition: Özdemir wird Landwirtschaftsminis… | |
| > Die Grünen haben ihre Minister*innen benannt. Robert Habeck wird | |
| > Vizekanzler. Anton Hofreiter und Katrin Göring-Eckardt gehen leer aus. | |
| Bild: Also doch: Cem Özedemir soll der neue Landwirtschaftsminister werden | |
| ## Ergebnis nach stundenlangen Beratungen | |
| Der frühere Grünen-Chef Cem Özdemir soll in einer künftigen Bundesregierung | |
| mit SPD und FDP Agrarminister werden. Das teilten die Grünen nach | |
| stundenlangen Beratungen im Vorstand am Donnerstagabend mit. Vorausgegangen | |
| war ein erbittertes Ringen zwischen Realos und linkem Flügel um die | |
| Verteilung der Kabinettsposten. | |
| Der Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter vom linken Flügel ist nicht Teil | |
| des Personaltableaus an Spitzenämtern, über das die 125.000 | |
| Grünen-Mitglieder ab diesem Freitag gemeinsam mit dem Koalitionsvertrag | |
| abstimmen sollen. Er galt eigentlich als gesetzt, fällt nun aber zugunsten | |
| Özdemirs aus. Auch Co-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt ist nicht Teil | |
| der Aufstellung. | |
| Grünen-Chef Robert Habeck wird Vizekanzler sowie Klima- und | |
| Energieminister. Co-Chefin Annalena Baerbock wird wie erwartet | |
| Außenministerin. Das Umweltministerium soll die frühere | |
| Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke übernehmen. Die rheinland-pfälzische | |
| Klimaministerin Anne Spiegel soll Familienministerin werden – ein Amt, das | |
| sie zuvor auf Landesebene ebenfalls schon inne hatte. Die aktuelle | |
| Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth soll Staatsministerin für Kultur und | |
| Medien werden. (dpa) | |
| ## Ringen um Minister*innenposten | |
| Die Nominierung der Grünen-Minister in der künftigen Ampel-Regierung | |
| verzögert sich. Die Namen wurden zunächst noch nicht wie ursprünglich | |
| erwartet auf dem Bund-Länder-Forum genannt, das am Donnerstag in Berlin | |
| begann. Parteichef Robert Habeck sagte auf der Veranstaltung, die | |
| entsprechende Liste solle erst am Freitag bekanntgegeben werden. | |
| Es wurde in der Partei aber auch für möglich gehalten, dass die Namen doch | |
| noch im Laufe des Donnerstags veröffentlicht werden. Habeck machte | |
| deutlich, dass seine Ko-Parteichefin Annalena Baerbock „mit großer | |
| Wahrscheinlichkeit“ das Auswärtige Amt übernehmen werde. | |
| Habeck selbst ist für das Amt des Ministers für Klimaschutz und Wirtschaft | |
| im Gespräch und soll außerdem Vizekanzler werden. Ansonsten bekommen die | |
| Grünen noch die Ressorts für Umwelt und Verbraucherschutz, Ernährung und | |
| Landwirtschaft sowie Familie, nicht jedoch für das von ihnen erhoffte | |
| Verkehrsressort. Dieses soll die FDP übernehmen. „Wir hätten gerne ein paar | |
| Ministerien mehr gehabt, aber die anderen müssen ja auch etwas haben“, | |
| sagte Habeck. | |
| Die zuständigen Gremien sollten nach dem Bund-Länder-Forum weiter beraten, | |
| um die Personalfragen zu klären. Habeck appellierte an die | |
| Grünen-Mitglieder, bei der bevorstehenden Urabstimmung für den mit SPD und | |
| FDP ausgehandelten Koalitionsvertrag zu stimmen. „Lasst uns Deutschland | |
| regieren“, sagte der Parteichef. | |
| Zuvor hatte Bundesgeschäftsführer Michael Kellner zu den ausstehenden | |
| Personalentscheidungen gesagt: „Die Beratungen dauern noch an“, Ergebnisse | |
| seien „im Laufe des Tages zu erwarten“. Es gebe noch „gründliche | |
| Beratungen“. | |
| Die Personalentscheidungen, die vom Bundesvorstand sowie dann vom Parteirat | |
| der Grünen getroffen werden sollen, seien „eine durchaus anspruchsvolle | |
| Aufgabe“, sagte Kellner. Zu Details wollte er sich jedoch nicht äußern. Die | |
| Gremien hätten ihre Beratungen für das bis 17.30 angesetzte | |
| Bund-Länder-Treffen unterbrochen, sollten danach aber erneut | |
| zusammentreten. (afp) | |
| ## Kritik aus Journalist*innensicht | |
| Aus Sicht des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) weist der von den | |
| Ampelparteien vorgelegte Koalitionsvertrag einige Lücken im Bereich | |
| Journalismus und Medien auf. So mangele es an klaren Aussagen zur | |
| Zukunftssicherung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, kritisierte die | |
| Gewerkschaft am Donnerstag in Berlin. Zudem fehle in dem Papier die | |
| Einführung eines Verbandsklagerechts zur Durchsetzung von Urheberrechten. | |
| SPD, Grüne und FDP versprechen in dem am Mittwoch veröffentlichen | |
| Koalitionsvertrag unter anderem bessere Auskunftsansprüche für die Presse | |
| auf Bundesebene. Die Einführung eines einheitlichen Presseauskunftsrechts | |
| auf Bundesebene war bereits Teil des Koalitionsvertrages der amtierenden | |
| Regierung, scheiterte aber am Widerstand aus der Union. | |
| Darüber hinaus versprechen die künftigen Koalitionäre, Fördermöglichkeiten | |
| zu prüfen, um eine „flächendeckende Versorgung mit periodischen | |
| Presseerzeugnissen“ zu gewährleisten. Ferner heißt es: „Den erfolgreichen | |
| Ausbau der Deutschen Welle und der Deutsche-Welle-Akademie setzen wir | |
| fort.“ Zudem will sich die Ampel-Koalition für den Schutz von | |
| Journalistinnen und Journalisten einsetzen und Rechtssicherheit für | |
| gemeinnützigen Journalismus schaffen. | |
| Der DJV sprach sich zusätzlich für eine Neuauflage der ursprünglich von der | |
| noch geschäftsführenden Regierung geplanten Presseförderung in Höhe von 220 | |
| Millionen Euro aus. Diese war im April gescheitert. Laut Gewerkschaft | |
| sollten bei einer solchen Förderung journalistische Qualitätskriterien im | |
| Mittelpunkt stehen. | |
| Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger hatte bereits am | |
| Mittwoch an die künftigen Regierungsparteien appelliert, die im | |
| gescheiterten Förderpaket enthaltene Zustellförderung für Zeitungen in | |
| Angriff zu nehmen. In anderen europäischen Ländern werde dies bereits seit | |
| Jahren praktiziert. (epd) | |
| ## Wohnungslose begrüßen Bauprogramm der Ampel-Koalition | |
| Die Selbstvertretung wohnungsloser Menschen begrüßt den Plan der | |
| Ampel-Koalition aus SPD, FDP und Grünen, nach dem jährlich 400.000 neue | |
| Wohnungen gebaut werden sollen. Davon sollen 100.000 als geförderte | |
| Sozialwohnungen entstehen. Außerdem soll die Mietpreisbremse verlängert | |
| werden. Allerdings müsse rechtlich mehr getan werden, forderte am | |
| Donnerstag die Initiative im niedersächsischen Freistatt. | |
| So müsse der Paragraph 13 im Grundgesetz durch den Satz ergänzt werden: | |
| „Jeder Mensch hat das Recht auf eine Wohnung.“ Überdies forderte die | |
| Selbstvertretung eine dauerhafte Sozialbindung von Wohnraum. Außerdem müsse | |
| eine Zwangsräumung in die Wohnungslosigkeit gesetzlich ausgeschlossen | |
| werden. In den Bauvorhaben der öffentlichen Hand müssten wohnungslose | |
| Menschen stärker einbezogen werden. Hilfen für Obdachlose müsse die neue | |
| Koalition bundesweit einheitlich organisieren und außerdem einen | |
| Obdachlosenbeauftragten einsetzen. | |
| In Deutschland leben nach Angaben der Selbstvertretung 678.000 Menschen | |
| ohne eine eigene Wohnung, davon 19.000 Kinder. 11,7 Prozent der Menschen | |
| ohne Wohnung hätten einen Job. Der Anteil habe sich in den vergangenen zehn | |
| Jahren verdoppelt. Erwerbstätige Frauen seien häufiger von | |
| Wohnungslosigkeit betroffen als erwerbstätige Männer. Dabei seien häufig | |
| prekäre Arbeitsverhältnisse der Ausgangspunkt für Mietschulden und | |
| Wohnungslosigkeit. | |
| Die Ampel strebt laut Koalitionsvertrag einen „Aufbruch in der Bau-, | |
| Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik“ an. Das Bauen und Wohnen der | |
| Zukunft solle „bezahlbar, klimaneutral, nachhaltig, barrierearm, innovativ | |
| und mit lebendigen öffentlichen Räumen“ gestaltet werden. Um diese Ziele zu | |
| verfolgen, soll ein eigenes Bauministerium eingerichtet werden. (epd) | |
| ## Grüne Jugend: Klimapolitik geht besser | |
| Der Bundessprecher der Grünen Jugend Timon Dzienus blickt „mit gemischten | |
| Gefühlen“ auf den Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP. „Nach 16 | |
| Jahren Stillstandspolitik der Union kommen wir an vielen Stellen voran und | |
| es gibt einen klaren gesellschaftspolitischen Aufbruch, beispielsweise | |
| durch die Abschaffung des Paragrafen 219a, durch die Cannabis-Legalisierung | |
| und die Abschaffung des Transsexuellen-Gesetzes“, sagte Dzienus im | |
| phoenix-Interview. In der Klima- und Sozialpolitik habe er allerdings mehr | |
| erwartet. Gerade mit Blick auf die Paris-Ziele gebe es viele Fragezeichen: | |
| “Für uns ist ganz wichtig, dass das Pariser Klimaabkommen eingehalten wird | |
| und im Zweifelsfall auch über den Koalitionsvertrag hinaus nachgeschärft | |
| wird. Denn diese Klimaziele müssen wir jetzt unbedingt erreichen“, so | |
| Dzienus. | |
| Die neue Ampel-Koalition bezeichnete der Grüne Jugend-Sprecher als eine | |
| Koalition der Kompromisse. „Aber klar muss sein, mit dem Klima kann man | |
| nicht einfach so Kompromisse machen. Alles CO2 das ausgestoßen ist, das ist | |
| ausgestoßen und wird dafür sorgen, dass das Klima sich weiter erhitzt.“ | |
| Besondere Sorge bereite ihm der Verkehrsbereich. “Der Umstieg auf die | |
| E-Mobilität ist notwendig, gerade mit Blick auf die ländliche Region, aber | |
| das ist keine Verkehrswende“, so der Grüne Jugend-Sprecher und forderte | |
| „mutige Investitionen in Bus, Bahn und Fahrradinfrastruktur“. | |
| Viele Dinge seien noch offen formuliert, “da werden wir natürlich auch über | |
| die nächsten Jahre Druck machen, auch gerade mit der Zivilgesellschaft und | |
| den vielen Initiativen vor Ort, dass sich da endlich etwas bewegt und auch | |
| im Verkehrsbereich die Klimaziele eingehalten werden“. Die Verkehrspolitik | |
| stelle immer noch die Bedürfnisse von Autos in den Mittelpunkt. “Wir werden | |
| dafür streiten, dass endlich die Bedürfnisse von Menschen in den | |
| Mittelpunkt gestellt werden, dass wir eine klimagerechte, sozialgerechte | |
| Verkehrswende schaffen, wo alle Leute mobil sind, auch auf dem Land“, so | |
| Dzienus. Die Menschen müssten für sich den Vorteil erkennen auf Bus, Bahn | |
| und Fahrrad umzusteigen. (ots) | |
| ## Lufthansa hat positives Feedback für die Ampel | |
| Die Lufthansa begrüßt einige Punkte im Koalitionsvertrag. Der | |
| Airline-Gruppe ist besonders wichtig, dass sie im Wettbewerb mit | |
| nicht-europäischen Airlines nicht durch die geplanten strengeren | |
| Klimaschutzregeln in der EU benachteiligt wird. „Die neue Bundesregierung | |
| stellt auch beim Luftverkehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz ins Zentrum, | |
| bekennt sich aber klar zu wettbewerbsneutralen Konzepten und strebt | |
| internationale Regulierungen an. Das ist richtig. Denn im global agierenden | |
| Luftverkehr nutzen auch der Umwelt Regelungen nichts, die heimische | |
| Unternehmen einseitig belasten. Der Koalitionsvertrag enthält wichtige | |
| Weichenstellungen für Zukunftstechnologien im Luftverkehr. Positiv ist, | |
| dass die Mittel aus der Luftverkehrsteuer künftig in die Förderung | |
| nachhaltiger Flugkraftstoffe fließen sollen. Das ist ein echter Beitrag zum | |
| Klimaschutz. Damit werden Abgaben, die Passagiere und Unternehmen im | |
| Luftverkehr aufbringen, zielgerichtet für die Transformation der Branche | |
| eingesetzt.“ (rtr) | |
| ## Haseloff kritisiert Kohleausstieg | |
| Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat den geplanten | |
| vorzeitigen Kohleausstieg im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP im | |
| Bund kritisiert. Haseloff sagte dem MDR am Donnerstag, die Passage, wonach | |
| der Kohleausstieg idealerweise bis 2030 erfolgen solle, sei für die | |
| Menschen enttäuschend und verunsichernd. „Das ist ein Signal an die | |
| Menschen, dass man Politik nur bedingt trauen kann.“ | |
| Beim Ausbau erneuerbarer Energien habe Sachsen-Anhalt seine Ziele vor | |
| vielen anderen Ländern erreicht, betonte der Ministerpräsident. „Es hängen | |
| gerade die Länder, die im Süden sind, hinterher – unter anderem | |
| Baden-Württemberg, das grün regiert wird. Und da hat sich in den letzten | |
| Jahren so gut wie nichts getan“, kritisierte der CDU-Politiker. „Beim | |
| Ausbau der Windenergie sind mal die dran, die noch erheblichen | |
| Nachholebedarf haben.“ | |
| Haseloff hatte zuletzt mehrfach vor einem vorzeitigen Kohleausstieg gewarnt | |
| und dafür geworben, am vereinbarten Ziel 2038 festzuhalten. Ein | |
| vorgezogener Kohleausstieg sei derzeit nicht denkbar, es sei denn, man | |
| kaufe Atomstrom aus Frankreich und Kohlestrom aus Polen, sagte der | |
| Ministerpräsident. | |
| Grünen-Landeschef Sebastian Striegel verteidigte bei Twitter die Pläne der | |
| Ampel-Parteien. „Die einen gestalten den Aufbruch. Die anderen verbreiten | |
| den Mehltau der Vergangenheit. Ich glaube an dieses Land und seine | |
| Menschen. Und bin sicher, wir schaffen den Neuanfang“, sagte Striegel. | |
| (dpa) | |
| ## Brinkhaus sieht fehlendes Finanzkonzept | |
| Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus wirft den Ampel-Parteien vor, sie | |
| hätten ihren Koalitionsvertrag nicht finanziell untermauert. Im | |
| Deutschlandfunk sagt der CDU-Politiker, er frage sich, wo die Mittel | |
| herkommen sollen für Rentenversprechen, Bürgergeld, Kindergrundsicherung | |
| sowie mehr Geld für Bildung, Forschung und Investitionen. Es fehle in dem | |
| Koalitionsvertrag ein seriöses Finanztableau. „Das halte ich für | |
| fahrlässig.“ Zudem kritisiert Brinkhaus „diese brutale Offenheit im Bereich | |
| Migration“. Er habe große Sorge, dass das ein. (rtr) | |
| ## Verband Bitkom sieht FDP als geeignet an | |
| Der Bundesverband für Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue | |
| Medien (Bitkom) begrüßt, dass das Ressort Digitalisierung an die FDP gehen | |
| soll, als die Partei, “die sich mit einer umfassenden Digital-Kompetenz | |
| ausgestattet und das Thema im Wahlkampf am stärksten gemacht hat“, so der | |
| Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder bei phoenix. “Was wir uns erwarten, | |
| ist, dass der neue, der künftige Minister für Digitalisierung auch eine | |
| starke Position und Rolle in der neuen Bundesregierung hat und mit den | |
| Rechten und Ressourcen ausgestattet wird, die er braucht, um auch die | |
| anderen Ressorts digital zu aktivieren, zu motivieren und zu einem | |
| gemeinsamen Ziel zu führen“, so Rohleder. Er sei überzeugt, dass von der | |
| künftigen Ampel-Regierung ein wichtiger Schub für die Digitalisierung im | |
| Land ausgehen könne. Die Ampel-Koalition habe sich etwa bei der | |
| Beschleunigung von Verwaltungsverfahren,die bisher ein großes Hemmis | |
| darstellten, sehr ambitionierte Ziele gesetzt, sagte Rohleder. “Diese | |
| Verfahren sollen beschleunigt werden, sie sollen halbiert werden, und wenn | |
| das gelingt, kommen wir auch mit der Digitalisierung sehr viel schneller | |
| voran“, so Rohleder. Auch die vorgesehene Verschlankung des | |
| Datenschutzrechts, von 18 verschiedenen Datenschutzaufsichtsstellen auf ein | |
| zentrales Datenschutzrecht könne ein weiteres Hemmnis beseitigen. | |
| Von zentraler Bedeutung sei auch, dass dort, wo Politik die größte | |
| Gestaltungsmacht habe, in der Verwaltung und den Schulen, jetzt deutlich | |
| beschleunigt würde. “Dafür gibt es jetzt gute Ansätze, auch mit einem | |
| Dgital-Pakt-2 für die Schulen. Wenn es der Bundesregierung gelingt, die | |
| Ziele, die sie sich jetzt setzt, auch kurzfristig umzusetzen, spätestens | |
| innerhalb der ersten zwei Jahre, dann glaube ich, reden wir hier in zwei | |
| Jahren über ganz andere Themen als nur über die Versäumnisse, über die wir | |
| uns gerade unterhalten müssen“, so Rohleder. (ots) | |
| ## Wirtschaft lobt Koalitionsvertrag | |
| Aus der Wirtschaft kommt viel Lob für den Koalitionsvertrag von SPD, Grünen | |
| und FDP – und auch so manche Kritik. Vieles weise in die richtige Richtung, | |
| sagte [1][Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger] am Mittwoch. Digitalisierung, | |
| Dekarbonisierung und demografischer Wandel verlangten allerdings Antworten | |
| und einen „großen Wurf“, so Dulger. „Dieser ist leider nicht durchgängi… | |
| Koalitionsvertrag erkennbar.“ | |
| Unter anderem lobte der BDA-Präsident den Verzicht der Ampel auf | |
| Steuererhöhungen und das Festhalten an der Schuldenbremse. „Leider hat der | |
| Ampel aber der Mut gefehlt, über den Status Quo hinaus neue Freiheiten für | |
| Unternehmen und Beschäftigte zu schaffen und Eigenverantwortung zu | |
| stärken.“ | |
| Positiv äußerte sich auch der [2][Arbeitgeberverband Gesamtmetall]. Die | |
| völlig neue Regierungskoalition habe die Chance, einen Ruck durch das Land | |
| gehen zu lassen, sagte Gesamtmetall-Präsident Stefan Wolf. „Wir finden | |
| nicht jedes Vorhaben notwendig, nicht jeden gewählten Ansatz | |
| erfolgversprechend und manches fehlt vielleicht auch – aber in Summe haben | |
| die Koalitionäre die Chance genutzt.“ | |
| IG-Metall-Chef Jörg Hofmann begrüßte, dass sich die künftige Regierung der | |
| großen Herausforderung unserer Zeit stelle – der sozial-ökologischen | |
| Transformation. Zudem würden wichtige Themen etwa auf den Feldern | |
| Industriepolitik, aktiver Arbeitsmarktpolitik und Bildung angegangen. Zu | |
| kurz gedacht seien allerdings die Vorschläge zur Weiterentwicklung der | |
| Mitbestimmung. Und die große offene Frage laute: „Wieviel zusätzliche | |
| öffentliche Investitionen sind notwendig und wie sieht ihre Finanzierung | |
| aus? Auf Konkretisierung durch Regierungsrealität sind wir gespannt“, sagte | |
| der Gewerkschaftschef. | |
| Verhaltene Kritik kam aus der deutschen Industrie. Insgesamt enthalte der | |
| Vertrag zu viele vage Absichtserklärungen, sagte Siegfried Russwurm, | |
| Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). „Hier bleibt | |
| der Löwenanteil der Arbeit noch zu tun.“ Positiv bewertete Russwurm unter | |
| anderem das Ziel eines modernen Staates. Wichtig sei aber, die Umsetzung | |
| „mit großem Ehrgeiz“ voranzutreiben: „Das angekündigte Jahrzehnt der | |
| Zukunftsinvestitionen muss Realität werden.“ | |
| Der Koalitionsvertrag sei zwar „von konstruktivem Zukunftsgeist geprägt“, | |
| sagte DIHK-Präsident Peter Adrian. Für die unternehmerische Praxis gebe es | |
| jedoch noch Unsicherheiten. Kritisch sei vor allem „die unklare | |
| Finanzierungsfrage vieler Vorhaben“. (dpa) | |
| ## Urabstimmung der Grünen startet | |
| Nach der Einigung der Spitzen von SPD, Grünen und FDP auf einen | |
| Koalitionsvertrag zur Bildung der ersten bundesweiten Ampel-Koalition sind | |
| nun Mitglieder und Delegierte am Zuge. Die Grünen starten dazu bereits an | |
| diesem Donnerstag eine Urabstimmung. Ihre 125 000 Mitglieder sollen nicht | |
| nur über die Vereinbarungen der potenziellen Regierungspartner abstimmen, | |
| sondern auch über das Personaltableau der Grünen für das künftige Kabinett. | |
| Die personelle Aufstellung soll zum Start der Urabstimmung bekanntgegeben | |
| werden. Bei SPD und FDP sollen Anfang Dezember Parteitage den Vertrag | |
| absegnen. | |
| Obwohl in den Koalitionsverhandlungen alle Parteien Abstriche von ihren | |
| Positionen machen und Kompromisse eingehen mussten, geht der designierte | |
| neue Kanzler Olaf Scholz (SPD) davon aus, dass der Vertrag von allen | |
| Parteien gebilligt werden wird. „Ich bin da sehr zuversichtlich. Es ist ein | |
| gutes Ergebnis aus der Sicht aller drei Parteien“, sagte er am | |
| Mittwochabend in einem ARD-„Brennpunkt“. Scholz stellte zudem in Aussicht, | |
| dass das künftige Kabinett zu gleichen Teilen aus Frauen und Männern | |
| besetzt sein wird. „Ich habe immer gesagt, dass es mir darum geht, dass die | |
| Parität auch im Kabinett gilt. Und ich halte mich an meine Worte.“ | |
| Nach dem Zeitplan der drei Parteien soll Scholz in der Woche ab dem 6. | |
| Dezember im Bundestag zum Kanzler gewählt werden. Damit endet nach 16 | |
| Jahren die Ära von Angela Merkel (CDU), die bei der Bundestagswahl am 26. | |
| September nicht wieder kandidiert hatte. Deutschland steht vor einer | |
| politischen Zäsur. | |
| Den Auftakt der Urabstimmung bei den Grünen bildet am Nachmittag (ab 16.00 | |
| Uhr) ein Bund-Länder-Forum in Berlin, bei dem die Ergebnisse diskutiert | |
| werden. Die Urabstimmung soll zehn Tage dauern und digital oder per Brief | |
| möglich sein. Für die Annahme des Koalitionsvertrags und die Zustimmung zum | |
| Personaltableau sei eine einfache Mehrheit notwendig. Ein Quorum gebe es | |
| nicht, hieß es. Interessant wird sein, ob die Mitglieder insbesondere die | |
| Vereinbarungen zum Klimaschutz als ausreichend erachten oder nicht. | |
| SPD, Grüne und FDP hatten am Mittwoch die Verhandlungen über den | |
| Koalitionsvertrag abgeschlossen. Zwei Monate nach der Bundestagswahl legten | |
| sie damit den Grundstein für die erste Ampel-Bundesregierung. „Die Ampel | |
| steht“, sagte Scholz in Berlin. „Uns eint der Wille, das Land besser zu | |
| machen“, betonte er. Es gehe nicht um eine Politik des kleinsten | |
| gemeinsamen Nenners, „sondern um eine Politik der großen Wirkung“, sagte | |
| Scholz. „Wir wollen mehr Fortschritt wagen.“ | |
| Als ein „Dokument des Mutes und der Zuversicht“ bezeichnete der | |
| Grünen-Vorsitzende Robert Habeck den Koalitionsvertrag. „Das Leitbild | |
| dieser Regierung ist eine handelnde Gesellschaft, ein investierender Staat | |
| und ein Deutschland, das schlichtweg funktioniert.“ FDP-Chef Christian | |
| Lindner betonte: „Was jetzt gebildet wird, ist eine Regierung der Mitte, | |
| die das Land nach vorn führt.“ | |
| Im Koalitionsvertrag wurde unter anderem Folgendes festgeschrieben: Die | |
| Mietpreisbremse soll verlängert werden. In Gebieten mit angespanntem | |
| Wohnungsmarkt soll die Miete binnen drei Jahren nur noch bis zu 11 Prozent | |
| steigen dürfen statt wie bisher bis zu 15 Prozent. Stromkunden sollen | |
| entlastet werden, indem zum 1. Januar 2023 die EEG-Umlage abgeschafft wird. | |
| In der Finanzpolitik vereinbarten SPD, Grüne und FDP, die im Grundgesetz | |
| verankerte Schuldenbremse ab 2023 wieder einzuhalten. | |
| Zum Schutz der Bundeswehr-Soldaten bei Auslandseinsätzen soll eine | |
| Bewaffnung von Drohnen ermöglicht werden. Die deutschen Rüstungsexporte | |
| sollen mit einem neuen Gesetz effektiver beschränkt werden. In der | |
| Asylpolitik wurde vereinbart, dass mehr Flüchtlinge künftig ihre | |
| Angehörigen zu sich nach Deutschland holen können. | |
| Den gesetzlichen Mindestlohn wollen SPD, Grüne und FDP von jetzt 9,60 Euro | |
| auf 12 Euro pro Stunde erhöhen. Sie verständigten sich zudem auf die | |
| Bildung eines neuen Bundesministeriums für Bauen. Vorgesehen ist auch eine | |
| Erweiterung des Wirtschaftsministeriums um das Thema Klimaschutz. Bis 2030 | |
| soll Deutschland 80 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energien | |
| beziehen. Die Ampel-Parteien wollen den öffentlichen Nahverkehr stärken und | |
| dazu vom kommenden Jahr an die sogenannten milliardenschweren | |
| Regionalisierungsmittel erhöhen. | |
| Auch über die Verteilung der Ressorts verständigten sich SPD, Grüne und | |
| FDP. Die SPD wird mit Olaf Scholz künftig den Kanzler stellen und das | |
| Innen- und Verteidigungsministerium, ein neu geschaffenes Bauministerium, | |
| und die Ressorts Gesundheit, Arbeit und Soziales sowie wirtschaftliche | |
| Zusammenarbeit übernehmen. Auch der Chef des Kanzleramts kommt von der SPD. | |
| An die Grünen gehen ein neu geschaffenes Wirtschafts- und Klimaministerium, | |
| das Außenministerium sowie die Ressorts Umwelt/Verbraucher, Agrar/Ernährung | |
| und Familie. Die FDP bekommt das Finanz-, Verkehrs-, Bildungs- und das | |
| Justizministerium. | |
| Der FDP-Bundesvorstand benannte dafür Parteichef Lindner (Finanzen), | |
| Generalsekretär Volker Wissing (Verkehr), den Ersten Parlamentarischen | |
| Geschäftsführer Marco Buschmann (Justiz) und die Parlamentarische | |
| Geschäftsführerin Bettina Stark-Watzinger (Bildung). | |
| Der Bund der Steuerzahler begrüßte die Ankündigung, die Vorgaben der | |
| grundgesetzlichen Schuldenbremse ab 2023 wieder einzuhalten und Prioritäten | |
| im Bundeshaushalt zu setzen. Sein Präsident Reiner Holznagen sagte: „Das | |
| sind vielversprechende Ansätze, denen die Ampel in den nächsten vier Jahren | |
| gerecht werden muss. Bei wohlklingenden Überschriften darf es aber nicht | |
| bleiben.“ Holznagel vermisste allerdings ein klares Bekenntnis, dass die | |
| Verschwendung von Steuergeld konsequent verfolgt und bestraft werden solle. | |
| (dpa) | |
| ## Esken rechnet mit Zustimmung der SPD | |
| Die SPD-Co-Vorsitzende Saskia Esken rechnet mit einer klaren Mehrheit des | |
| außerordentlichen SPD-Parteitags zum neuen Koalitionsvertrag. „Ich gehe | |
| davon aus, dass die Zustimmung sehr groß sein wird“, sagt sie im | |
| Deutschlandfunk. Man werde auch darüber diskutieren, wer für die SPD im | |
| Kabinett sitzen soll, fügt Esken hinzu, die wieder als SPD-Chefin | |
| kandidiert. Die Vorsitzenden der SPD und der Grünen, die nicht in der | |
| Regierung vertreten sein werden, würden ihren Einfluss etwa über die | |
| Koalitionsausschüsse ausüben. | |
| ## Klimakritik von der CDU | |
| CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak kritisiert die Pläne der künftigen | |
| Ampel-Koalition beim Klimaschutz. Die Vorhaben hätten nur noch wenig mit | |
| dem Programm der Grünen vor der Wahl zu tun, sagt Ziemiak sagte der Zeitung | |
| „Rheinische Post“. „In Wahrheit führt die Ampel vieles fort, was die let… | |
| Bundesregierung auf den Weg gebracht hat.“ Der Koalitionsvertrag scheine | |
| eher „ein finanziell nicht gedecktes Thesenpapier als ein | |
| Regierungsprogramm“ zu sein. Auch sei bei der Ressortverteilung von SPD, | |
| Grüne und FDP ein Aufbruch nicht zu sehen. „Viele fragen sich: Wo ist das | |
| Digitalministerium geblieben? Offenbar sieht die Ampel dort keine | |
| Priorität.“ (rtr) | |
| ## Kritik an den Bildungsplänen – auch von der CDU | |
| Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hat den | |
| Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP eine zu wenig ambitionierte | |
| Bildungspolitik vorgehalten. „Der Gordische Knoten der Bildungsfinanzierung | |
| wird beschrieben, aber nicht durchschlagen“ sagte Prien der Deutschen | |
| Presse-Agentur in Berlin. „Ich hätte mir mehr Mut gewünscht und hatte | |
| gehofft, dass, wer mehr Fortschritt wagen will, sich auch an die notwendige | |
| Grundgesetzänderung herantraut.“ Die Finanzen und Strukturen zwischen Bund, | |
| Ländern und Kommunen müssten neu geordnet werden. „Doppelstrukturen und | |
| Programme an den Bedarfen in den Ländern vorbei sind nicht zielführend.“ | |
| Der Ampel-Koalitionsvertrag bleibe im Bereich Bildung „bei abstrakten und | |
| unambitionierten Floskeln“, kritisierte Prien. Die Chance, den massiven | |
| Innovationsschub und die Veränderungen in der Bildungslandschaft, die durch | |
| die Coronapandemie ausgelöst worden sei, in eine langfristige Strategie zu | |
| überführen, sei vertan worden. | |
| So werde etwa bei der Digitalisierung der Fokus auf Geräte und zu wenig auf | |
| Pädagogik gelegt. Es sollten bestehende Projekte und Programme fortgeführt | |
| werden. Das reiche nicht aus. Insbesondere die Digitalen Kompetenzzentren | |
| müssten jetzt schnell kommen, um Lehrerprofessionalisierung und Entwicklung | |
| von Lernumgebungen auf die Beine zu stellen. Auch der Schulbau müsse | |
| bundesweit und flächendeckend gefördert werden. „Schulen brauchen das | |
| größte Investitionsprogramm, dass diese Republik seit der Wiedervereinigung | |
| gesehen hat“, sagte Prien. (dpa) | |
| 25 Nov 2021 | |
| ## LINKS | |
| [1] https://arbeitgeber.de/es-braucht-fuer-die-naechsten-jahre-eine-strukturwan… | |
| [2] https://www.gesamtmetall.de/aktuell/pressemitteilungen/davon-kann-und-muss-… | |
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| gesellschaftlicher Umbau in kurzer Zeit notwendig. Dafür ist der Vertrag zu | |
| brav. | |
| Koalitionsvertrag der Ampel: Zwei Klatschen für Berlin | |
| Bei Verkehr und Mieten bleiben die Ziele der künftigen Bundesregierung | |
| deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das wird Folgen haben für | |
| Rot-Grün-Rot. | |
| Ampel-Regierung steht, doch wofür?: Auf den Kanzler kommt's an | |
| Die neue Koalition will arbeitsteilig regieren. Die Grünen sollen dabei | |
| quasi im Alleingang für den klimaneutralen Umbau sorgen. | |
| Einigungen der Ampel-Parteien: Das steht im Koalitionsvertrag | |
| Was sieht der Koalitionsvertrag der Ampel fürs Klima vor? Was für Familien? | |
| Die Einschätzung unser Fachredakteurinnen im Überblick. | |
| Olaf Scholz und die Ampel-Koalition: Klimakanzler oder gar nicht | |
| Es ist ein falscher Reflex, nur die Grünen für mäßigen Klimaschutz in der | |
| Ampel zu verhaften. Verantwortlich ist vor allem auch der Chef, Olaf | |
| Scholz. |