| # taz.de -- Parteien zur Abgeordnetenhauswahl: Nicht alles ist wählbar | |
| > Der Landeswahlausschuss lässt 32 Parteien für die Wahl im September zu. | |
| > An den Anforderungen scheitern vier, darunter die Menschenfresserpartei. | |
| Bild: Auf in den Kampf: Auch die Bergpartei, Organisatorin der jährlichen Gem�… | |
| Berlin taz | Koalitionspartner wären sie wohl nicht geworden: die | |
| Transhumane Partei Deutschlands, die sich das Streben nach „einem langen, | |
| gesunden und lebenswerteren Leben“ ins Programm geschrieben hat, und die | |
| Menschenfresserpartei. | |
| Nun ist auch ausgeschlossen, dass sich beide auf den Oppositionsbänken im | |
| Abgeordnetenhaus zerfleischen. Der Landeswahlausschuss hat am Montag beiden | |
| die Zulassung zur Abgeordnetenhauswahl am 18. September verweigert. Ebenso | |
| außen vor bleiben die Deutsche Gerechtigkeits-Partei und Die Neue Allianz, | |
| die sich etwa für 4.000 neue Trinkwasserbrunnen einsetzten wollte. | |
| Inhaltliche Bewertungen hätten bei der Entscheidung keine Rolle gespielt, | |
| betonte Geert Baasen, Geschäftsstellenleiter der Landeswahlleiterin, | |
| gegenüber der taz. Überprüft wurden „ausschließlich formale Kriterien“ … | |
| dem Parteiengesetz. | |
| Neben der fristgerechten Anmeldung brauchte es Satzung, Programm und | |
| Landesvorstand. Während die Menschenfresser gar keine Unterlagen | |
| einreichten, scheiterten die Transhumanen an der Frist und ihren lediglich | |
| drei Mitgliedern. Der Berliner Vorstand der Gerechtigkeitspartei war | |
| dagegen geschlossen im Saarland registriert. Sie alle können jedoch als | |
| Wählergemeinschaft bei den Wahlen der zwölf Bezirksparlamente antreten. | |
| ## Skurrile Gebilde | |
| Die Kriterien erfüllten insgesamt 32 Parteien. Sie haben nun bis zum 12. | |
| Juli Zeit, 2.200 Unterstützer-Unterschriften einzureichen, um ihren Platz | |
| auf dem Wahlschein zu finden. Hoffnung machen dürfen sich neben den | |
| altbekannten Parteien auch neue, eher skurrile Gebilde. Mit dabei ist etwa | |
| die „Partei für Gesundheitsforschung“, „Menschliche Welt – für das Wo… | |
| Glücklichsein aller“ oder die „Alternative für Deutschland“. Und auch d… | |
| 19-jährige Erik Koszuta kann mit seiner Jugendpartei „Partei der Wähler“ | |
| auf einen Antritt spekulieren. | |
| Bei der Wahl 2011 versuchten 35 Parteien, die nötigen Unterschriften zu | |
| sammeln – nur 22 gelang dies. Für eine Kleinstpartei wie VERA – Vertrauen, | |
| Ehrlichkeit, Respekt, Anstand – ist das „nicht einfach“, wie ihr Sprecher | |
| Martin Wittau sagt. Obwohl man schon einige Zeit sammle, fehle noch die | |
| Hälfte der Unterschriften. Seine Erfahrung: „Anders als bei Volksbegehren | |
| zucken viele bei einer Unterschrift für eine Partei zurück.“ | |
| Riza Cörtlen, Vorsitzender der Satirepartei „Die Partei“ zeigte sich | |
| gegenüber der taz zunächst überrascht, dass der Landeswahlausschuss schon | |
| getagt habe, kann aber auf bereits mehr als 2.000 Unterschriften verweisen. | |
| Den Ausschluss der Menschenfresserpartei bedauert Cörtlein und sagt: „Ich | |
| hätte lieber andere Parteien draußen gesehen.“ | |
| 6 Jun 2016 | |
| ## AUTOREN | |
| Erik Peter | |
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