| # taz.de -- Flüchtlingsabkommen EU-Türkei: Der Deal ist laut Pro Asyl illegal | |
| > Die Türkei sei kein „sicherer Drittstaat“, kritisiert Pro Asyl. Das Land | |
| > habe die Genfer Flüchtlingskonvention nicht umgesetzt und schütze manche | |
| > Flüchtlinge nicht. | |
| Bild: Rettung oder Abschiebung? Afghanische Geflüchtete, die vor der Insel Les… | |
| Berlin dpa | Die Menschenrechtsorganisation [1][Pro Asyl hält das geplante | |
| Flüchtlingsabkommen] zwischen der EU und der Türkei für rechtswidrig. | |
| „Schutzsuchende dürfen nicht sehenden Auges einem Staat ausgeliefert | |
| werden, der sie nicht schützen will“, sagte Pro-Asyl-Geschäftsführer Günt… | |
| Burkhardt am Dienstag in Berlin. | |
| Die geplante Vereinbarung der EU mit der Regierung in Ankara sieht vor, | |
| dass Flüchtlinge, die auf den griechischen Inseln ankommen, in die Türkei | |
| zurückgeschickt werden. Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen darüber | |
| ab Donnerstag erneut beraten. | |
| Burkhardt mahnte, Voraussetzung wäre, dass die Türkei ein „sicherer | |
| Drittstaat“ sei. Das sei aber keineswegs der Fall. Unter anderem müsste die | |
| Türkei dafür die Genfer Flüchtlingskonvention vollständig umgesetzt haben. | |
| Doch das Land habe die Konvention mit einem geografischen Vorbehalt | |
| versehen, der nur Flüchtlingen aus Europa Schutz gewähre – jenen aus | |
| Nicht-EU-Staaten dagegen nicht. Außerdem gebe es Berichte, dass die Türkei | |
| unrechtmäßig Flüchtlinge in die Herkunftsländer zurückschicke. | |
| Flüchtlinge hätten vor der Zurückschiebung in die Türkei Anspruch auf eine | |
| Einzelfallprüfung, erklärte Burkhardt. Wenn jemand auf offenem Meer | |
| abgefangen werde, sei das kaum möglich. Auch seien Kollektivausweisungen | |
| nach EU-Recht generell verboten. Pro Asyl hat ein eigenes Gutachten zu | |
| diesen Rechtsfragen vorgelegt. | |
| 15 Mar 2016 | |
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| [1] http://www.proasyl.de/de/presse/detail/news/pro_asyl_legt_rechtsgutachten_v… | |
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