| # taz.de -- AfD in Bremen von Wahl ausgeschlossen: Den Schaden hat die Demokrat… | |
| > Die Bremer AfD ist so verfeindet, dass sie zwei Listen zur Wahl | |
| > eingereicht hat. Jetzt wurde sie gesperrt – und inszeniert sich mal | |
| > wieder als Opfer. | |
| Bild: v.l.n.r: Fabian Jacobi, Sergej Minich, Heinrich Löhmann von der AfD in B… | |
| Wie lässt sich der Demokratie ein maximaler Schaden zufügen? Zweifellos, | |
| indem man die Wahlen, das Herzstück der Mitbestimmung, verächtlich und | |
| rechtlich unsicher macht – möglichst über den Wahltag hinaus. In [1][Bremen | |
| hat die AfD] mal wieder erfolgreich vorgeführt, wie das geht. | |
| Die unheilbar Zerstrittenen haben zwei Listenvorschläge von [2][zwei | |
| konkurrierenden Landesvorständen], die einander wechselseitig die Existenz | |
| streitig machen, für die Wahl am 14. Mai zur Bremer Bürgerschaft, dem | |
| dortigen Landtag, eingereicht. | |
| Klar, das geht nicht. Weil aber die beiden Vorwahlinstanzen, also der | |
| Wahlbereichsausschuss und der Landeswahlausschuss, die über die Zulassung | |
| der Wahlvorschläge befinden müssen, so einen internen Dauerstreit nicht mit | |
| einem Federstrich beseitigen dürfen, bleibt halt nur, beide zurückzuweisen. | |
| Weil es in Bremen nicht die Möglichkeit einer Verfassungsbeschwerde beim | |
| Staatsgerichtshof gibt, bedeutet das: Nach der Wahl kommt deren Anfechtung. | |
| Mit der Selbstdarstellung als Opfer einer vermeintlichen Machtelite haben | |
| die zwei einander in tiefer Abneigung verbundenen Vorstände bereits während | |
| der Beratung und Verhandlung des Ausschusses begonnen. Und selbstredend | |
| wird keiner der beiden einen gut begründeten Ausschluss auf sich beruhen | |
| lassen. | |
| Umgekehrt aber hätten auch die politischen Mitbewerber, die nun vom | |
| [3][Scheitern der AfD] überproportional profitieren dürften, also FDP, CDU | |
| und die rechtspopulistische Wählervereinigung „Bürger in Wut“, Klage | |
| erhoben, wäre einer dieser mehr als fragwürdigen Wahlvorschläge am Ende | |
| doch noch auf dem Wahlzettel gelandet. | |
| Ja, es bleibt erfreulich, dass auf diese Weise die Unwählbarkeit der AfD | |
| endlich einmal amtlich festgestellt wird. Und selbstredend wird es der | |
| rechten Partei sauer aufstoßen, dass ihr nun Wahlkampf- und Fraktionsgelder | |
| entgehen. Aber ihrem Anliegen, den Rechtsstaat zu unterhöhlen und zu | |
| ruinieren, tut das keinen Abbruch. Leider. | |
| 23 Mar 2023 | |
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| ## AUTOREN | |
| Benno Schirrmeister | |
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