| # taz.de -- +++ Nachrichten zum Ukrainekrieg +++: „Verneige mich vor eurem Mu… | |
| > Außenministerin Baerbock verspricht den ukrainischen Frauen ihre | |
| > Unterstützung. Die EU-Kommission prüft den Antrag der Ukraine auf | |
| > Aufnahme in den Staatenbund. | |
| Bild: „Wir sehen auch euch. Dieser Krieg ist nicht euer Krieg“, sagte Baerb… | |
| ## EU-Kommission soll sich zu möglichem EU-Beitritt der Ukraine äußern | |
| Die Europäische Kommission soll eine Einschätzung zum möglichen EU-Beitritt | |
| der Ukraine, Moldau und Georgien abgeben. Darauf einigten sich Vertreter | |
| der 27 EU-Länder am Montag, wie die französische Ratspräsidentschaft am | |
| Montag bekanntgab. Die Ukraine, Moldau und Georgien hatten in der | |
| vergangenen Woche offizielle Anträge auf eine EU-Mitgliedschaft beim Rat | |
| eingereicht. Mit der Weiterleitung an die Kommission erfolgt ein erster | |
| Schritt auf dem Weg zu offiziellen Beitrittsverhandlungen. Nach Angaben | |
| eines EU-Vertreters dauert eine solche Einschätzung in der Regel ein bis | |
| anderthalb Jahre. | |
| Der Chef des Europäischen Rats, Charles Michel, sagte, die EU wolle in den | |
| nächsten Tagen über den jüngst gestellten Beitrittsantrag der Ukraine | |
| beraten. Er könnte Thema bei einem zweitägigen informellen EU-Gipfel sein, | |
| der am Donnerstag in Versailles in Frankreich beginnt. Über einen Beitritt | |
| zur Europäischen Union entscheiden schlussendlich die EU-Länder, sie müssen | |
| einstimmig dafür sein. | |
| Der EU-Betrittsprozess ist in der Regel enorm kompliziert und langwierig. | |
| Grundsätzlich kann nach Artikel 49 des EU-Vertrags jeder europäische Staat | |
| die Aufnahme beantragen, sofern er vorgegebene EU-Grundwerte wie Demokratie | |
| und Rechtsstaatlichkeit achtet. Praktisch muss zuvor aber etwa EU-Recht in | |
| nationales Recht umgesetzt werden. Selbst für die Aufnahme von | |
| Beitrittsverhandlungen gelten strenge Anforderungen. Derzeit gibt es schon | |
| fünf Kandidaten: Serbien, Albanien, Montenegro, Nordmazedonien und die | |
| Türkei. Deren Beitrittsverhandlungen kommen aber seit mehr als 20 Jahren | |
| nicht vom Fleck. (dpa) | |
| ## Baerbock: Im Herzen sind wir bei den mutigen Frauen der Ukraine | |
| Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) verspricht den ukrainischen | |
| Frauen ihre Unterstützung. „Im Herzen sind wir heute bei den mutigen Frauen | |
| der Ukraine“, sagte sie am Montag in Berlin bei einer Veranstaltung zur | |
| Geschlechtergleichstellung anlässlich des Weltfrauentags am 8. März. „Ich | |
| möchte euch sagen: Wir sehen euch. Wir stehen an eurer Seite.“ Deutschland | |
| tue alles in seiner Macht Stehende, um diesen „abscheulichen Krieg“ zu | |
| beenden. | |
| Sie fügte mit Blick auf die „mutigen Frauen Russlands und Belarus“ hinzu: | |
| „Wir sehen auch euch. Dieser Krieg ist nicht euer Krieg. Es sind eure | |
| Söhne, die einen Kampf führen müssen, den sie sich nicht ausgesucht haben.“ | |
| Sie schaue „voller Anerkennung“ auf die vielen Frauen in Russland, „die | |
| gegen diese inakzeptable Aggression demonstrieren.“ | |
| Baerbock betonte: „Ich verneige mich vor eurem Mut.“ Anschließend | |
| diskutierte Baerbock mit der belarussischen Oppositionspolitikerin Swetlana | |
| Tichanowskaja und anderen Menschenrechtlerinnen und Politikerinnen über | |
| eine stärkere Beteiligung von Frauen bei der Lösung von Konflikten. | |
| Tichanowskaja rief dazu auf, auch beim Blick auf Belarus zwischen den | |
| Menschen und der Regierung zu unterscheiden. | |
| Die Menschen in ihrem Land wollten Frieden, nicht Krieg, betonte sie. | |
| Dennoch sei Belarus zur Ausgangsbasis für eine ungerechtfertigte Invasion | |
| geworden. An der Veranstaltung nahmen auch die sudanesische Klimaaktivistin | |
| Nisreen Elsaim, die Menschenrechtsaktivistin Nyein Chan May aus Myanmar und | |
| die ehemalige afghanische Gouverneurin Habiba Sarabi teil. (epd) | |
| ## UN zählen bisher 1,7 Millionen Geflüchtete | |
| Die Zahl der Geflüchteten aus der Ukraine steigt weiter deutlich. Nach | |
| aktuellen Zahlen der UN-Flüchtlingshilfsorganisation UNHCR haben inzwischen | |
| 1,7 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen, teilte die Organisation am | |
| Montag [1][auf Twitter mit]. Das ist ein Plus von 200.000 binnen eines | |
| Tages. In den kommenden Tagen würden weitere Millionen Menschen entwurzelt, | |
| wenn dieser sinnlose Konflikt nicht sofort beendet werde. Das | |
| Bundesinnenministerium weiß nach eigenen Angaben bislang von 50.294 nach | |
| Deutschland eingereisten Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine. Da es keine | |
| Grenzkontrollen gibt, kann die tatsächliche Zahl aber deutlich höher | |
| liegen. (dpa) | |
| ## UN: Mindestens 1.207 zivile Opfer seit Russlands Einmarsch | |
| Seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine sind laut den UN | |
| mindestens 1.207 Zivilisten verletzt oder getötet worden. Durch Gewalt | |
| seien 406 Menschen ums Leben gekommen, 801 hätten Verletzungen erlitten, | |
| teilte das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte am Montag in Genf mit. | |
| Unter den Getöteten befinden sich den Angaben zufolge 27 Kinder, 42 weitere | |
| Mädchen und Jungen seien verletzt worden. Die Angaben beziehen sich laut | |
| dem Hochkommissariat auf den Zeitraum vom Beginn der russischen Invasion am | |
| 24. Februar bis zum 6. März um Mitternacht. Die tatsächliche Zahl der | |
| getöteten und verletzten Zivilisten dürfte wesentlich höher liegen. | |
| Die meisten verletzten oder getöteten Zivilisten seien Opfer von Beschuss | |
| mit Explosivwaffen mit einem weiten Radius geworden. Die Waffen umfassten | |
| Artillerie sowie Raketenwerfer. Zudem seien Zivilisten bei Luftschlägen | |
| getroffen worden. Bei dem Beschuss von Wohngebieten und Zivilisten handelt | |
| es sich laut dem Hochkommissariat um Kriegsverbrechen. (epd) | |
| ## Nawalny-Team ruft Frauen zu Protesten am Frauentag auf | |
| Das Team des inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny hat russische Frauen | |
| dazu aufgerufen, am Internationalen Frauentag an diesem Dienstag gegen die | |
| russische Invasion in der Ukraine auf die Straßen zu gehen. Um 14.00 Uhr | |
| Moskauer Zeit (12.00 Uhr MEZ) sollten Frauen auf zentralen Plätzen ihrer | |
| Heimatorte protestieren, sagte Nawalnys Sprecherin Kira Jarmysch in einer | |
| Videobotschaft. Der Internationale Frauentag am 8. März ist in Russland ein | |
| Feiertag, an dem Frauen traditionell Blumen geschenkt bekommen. | |
| Frauen dürften sich in diesem Krieg nicht verstecken. „Frauen verschwinden | |
| nicht, wenn der Krieg beginnt“, sagte Jarmysch. „Sie tragen im Krieg eine | |
| genauso große Last wie Männer – wenn nicht sogar eine größere.“ Am | |
| Frauentag sollten die Frauen daher zeigen, dass mit ihrer Meinung zu | |
| rechnen sei. „Wir wollen diesen Krieg nicht. Wir wollen, dass er | |
| unverzüglich beendet wird.“ | |
| Bereits am Sonntag hatte es in zahlreichen Städten Russlands | |
| Demonstrationen gegen den Krieg in der Ukraine gegeben. Dabei waren nach | |
| neuen Angaben der Bürgerrechtsorganisation Owd-Info vom Montag mehr als | |
| 5.140 Menschen in über 70 Städten festgenommen worden. In Sankt Petersburg | |
| verurteilte ein Gericht nach Angaben der Staatsagentur Tass einen | |
| US-Amerikaner zu sieben Tagen Haft wegen Teilnahme an einer nicht | |
| genehmigten Demonstration. | |
| Auf einem Video des Nawalny-Teams war zu sehen, wie Milizionäre auch alte | |
| Frauen abführten. Insgesamt zählte die Organisation mehr als 13.400 | |
| Festnahmen bei Anti-Kriegs-Demonstrationen in Russland seit Beginn des | |
| Krieges am 24. Februar. (dpa) | |
| ## Russland zahlt nur noch in Rubel an „unfreundliche Staaten“ | |
| Als Reaktion auf die Sanktionen des Westens hat die russische Regierung | |
| beschlossen, dass finanzielle Verpflichtungen bei „unfreundlichen Staaten“ | |
| nur noch in Rubel beglichen werden. Auf der am Montag bestätigten Liste | |
| stehen Deutschland und alle anderen EU-Mitglieder sowie zahlreiche weitere | |
| Länder. Darunter sind auch die Ukraine, die Schweiz, Japan, Großbritannien | |
| und Kanada sowie weitere Länder, wie die Regierung in Moskau mitteilte. | |
| Bisher standen nur die USA und Tschechien auf der Liste. Es handelt sich um | |
| eine Reaktion auf die Sanktionen der Länder gegen Russland wegen des Kriegs | |
| von Kremlchef Wladimir Putin gegen die Ukraine. | |
| Konkret bedeutet der Schritt, dass russische Bürger, Unternehmen, der Staat | |
| selbst oder auch Kommunen Verpflichtungen in anderen Währungen nur noch in | |
| Rubel bezahlen. Zudem müssten die Staaten dafür ein Verrechnungskonto bei | |
| einer russischen Bank einrichten, heißt es. Der Westen hatte zahlreiche | |
| russische Banken mit Sanktionen belegt und zudem einen Ausschluss | |
| zahlreicher Finanzinstitute aus dem Banken-Kommunikationsnetzwerk Swift | |
| beschlossen. Das erschwert Überweisungen und andere Bankgeschäfte | |
| erheblich. Russland hat nach Angaben der russischen Zentralbank | |
| Auslandsschulden von 478,2 Milliarden US-Dollar – Stand 1. Januar 2022. Der | |
| russische Rubel verzeichnet seit Tagen starke Kursverluste, auch am Montag | |
| gab er gegenüber Dollar und Euro deutlich nach. | |
| Die russische Regierung hatte im vergangenen Jahr nach einem Erlass Putins | |
| mit der Erstellung einer Liste „unfreundlicher Staaten“ begonnen, auf der | |
| zuerst die USA und Tschechien erschienen waren. So durften die Botschaften | |
| beider Länder keine russischen Staatsbürger mehr als Mitarbeiter | |
| beschäftigen. Dadurch ist die Arbeit der diplomatischen Vertretungen, die | |
| auf russische Ortskräfte setzen, deutlich eingeschränkt. (dpa) | |
| ## 🐾 Sachsen kann auch anders | |
| Keine Stadt in Deutschland ist der Ukraine so nah wie Görlitz. Zugleich ist | |
| sie AfD-Hochburg. Wie werden die ersten Geflüchteten dort empfangen? Die | |
| Reportage unserer Korrespondentin Rieke Wiemann lesen Sie [2][hier]. | |
| ## Biden berät mit Scholz und anderen Verbündeten über Ukrainekrieg | |
| US-Präsident Joe Biden berät am Montag mit europäischen Verbündeten wie | |
| Deutschland über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. An der | |
| Videoschalte um 16.30 Uhr MEZ werden Bundeskanzler Olaf Scholz, der | |
| französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister | |
| Boris Johnson teilnehmen, wie aus Bidens aktualisiertem Tagesprogramm | |
| hervorging, das das Weiße Haus verbreitete. Thema seien „die neuesten | |
| Entwicklungen in Bezug auf Russland und die Ukraine“. Auf dem | |
| ursprünglichen Programm Bidens für Montag war der Termin zunächst nicht | |
| vermerkt gewesen. (dpa) | |
| ## Flüchtlingsrat beklagt Ungleichbehandlung bei Ankommenden aus Ukraine | |
| Der Flüchtlingsrat Berlin beobachtet bei der Behandlung von | |
| Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine die Entstehung einer | |
| Zwei-Klassen-Gesellschaft. Nicht-ukrainische Staatsangehörige, die vor dem | |
| Krieg geflohen sind, würden aktuell im Unterschied zu Ukrainern auf das | |
| Asylverfahren verwiesen. Auch sie müssten aber den vorübergehenden Schutz | |
| im Sinne der EU-Massenzustrom-Richtlinie erhalten, forderte Martina Mauer | |
| vom Flüchtlingsrat Berlin im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst | |
| (epd). | |
| „Es kommen viele Afghaninnen, die vor kurzem evakuiert wurden, ausländische | |
| Studierende, die dort studiert haben, Menschen, die dort im Asylverfahren | |
| waren oder dort gearbeitet haben als ausländische Fachkräfte“, sagte | |
| Maurer. Die Situation dieser Menschen sei aktuell unklar. Diese Menschen | |
| dürften nicht aus den Augen verloren werden. „Wir erleben, dass hier eine | |
| Unterscheidung zwischen Geflüchteten erster und zweiter Klasse entsteht, | |
| dass es eine unterschiedliche Art der Behandlung gibt“, beklagte Maurer. | |
| An der polnisch-ukrainischen Grenze etwa hätten Schwarze Menschen Probleme, | |
| in Busse zu kommen, und beim Grenzübertritt. „Da muss gegengesteuert | |
| werden, sodass alle Schutz bekommen, die Schutz benötigen“, betonte die | |
| Vertreterin des Flüchtlingsrats Berlin: „Es darf bei der Aufnahme von | |
| Kriegsflüchtlingen nicht mit zweierlei Maß gemessen werden.“ | |
| Mauer begrüßte die große Bereitschaft der Zivilbevölkerung, zu helfen, zu | |
| spenden und Flüchtlinge bei sich aufzunehmen. Gleichzeitig warnte sie, der | |
| Staat dürfe seine Aufgaben in dieser Lage nicht Privatleuten überlassen: | |
| „Berlin ist an der Kapazitätsgrenze angelangt. Viele Menschen sind auf | |
| private Übernachtungsmöglichkeiten angewiesen.“ Auch der Senat verweise auf | |
| Bettenbörsen. Man könne sich nicht darauf verlassen, dass alle Angebote | |
| seriös seien: „Wir sehen mit Skepsis, dass da eine Tür für Missbrauch | |
| geöffnet wird.“ Private Bettenbörsen könnten nur ein zusätzliches Angebot | |
| sein. Überdies seien Kontrollmechanismen und eine Registrierung | |
| erforderlich: „Das kann nicht mal eben so am Bahnhof auf Zuruf | |
| stattfinden.“ | |
| Der Flüchtlingsrat befürchtet überdies, dass die Lage von Geflüchteten aus | |
| anderen Ländern in Vergessenheit gerät. Die Ausländerbehörde sei seit dem | |
| Beginn der Pandemie völlig überlastet. Wer dort seinen Aufenthaltstitel | |
| verlängern lassen oder eine Arbeitserlaubnis beantragen wolle, warte | |
| mitunter Monate auf einen Termin zur Vorsprache: „Da braucht es dringend | |
| eine schnelle pragmatische Lösung.“ (epd) | |
| ## Zahl ukrainischer Geflüchteter in Deutschland auf über 50.000 gestiegen | |
| Die Zahl der [3][Geflüchteten aus der Ukraine] in Deutschland ist auf über | |
| 50.000 gestiegen. Bei Kontrollen und an Bahnhöfen wurden bis | |
| Montagvormittag 50.294 Menschen aus dem Kriegsgebiet registriert, wie ein | |
| Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin sagte. Allein der Bund wolle | |
| deshalb kurzfristig 5.000 zusätzliche Unterkunftsplätze schaffen. Der | |
| Großteil wird über die Länder untergebracht. | |
| „Alle Bundesländer haben Unterstützung angeboten, und das wirklich | |
| sozusagen von der ersten Minute an“, sagte der Sprecher weiter. Die | |
| Verteilung der Geflüchteten, von denen ein großer Teil in Berlin ankommt, | |
| müsse nun bestmöglich koordiniert werden. Angesichts der gefährlichen und | |
| dynamischen Lage in der Ukraine lasse sich nur schwer vorhersagen, wieviele | |
| Geflüchtete noch nach Deutschland kommen könnten. | |
| Der Sprecher verwies darauf, dass ein großer Teil der ukrainischen | |
| Geflüchteten biometrische Pässe habe und daher visafrei einreisen dürfe. | |
| Sie haben in Deutschland Anspruch auf vorübergehenden Schutz, das gilt auch | |
| für Drittstaatler, die zuletzt in der Ukraine gelebt haben. | |
| Um zu verhindern, dass andere Drittstaatler nach Deutschland einreisen, sei | |
| die Bundespolizei in der Grenzregion zu Polen mit deutlich verstärkten | |
| Kräften unterwegs. Im Moment kämen aber „ganz überwiegend Frauen und Kinder | |
| aus der Ukraine“ an, betonte der Sprecher. „Da geht es natürlich darum, | |
| jetzt ganz schnell und unbürokratisch zu helfen.“ (afp) | |
| ## Türkei: Gespräch zwischen Lawrow und Kuleba geplant | |
| Die Außenminister Russlands und der Ukraine kommen nach Angaben aus Moskau | |
| und Ankara am Donnerstag für Gespräche in der Türkei zusammen. Das Treffen | |
| von Sergej Lawrow und Dmytro Kuleba werde am Rande einer Konferenz in | |
| Antalya stattfinden, erklärte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğ… | |
| am Montag auf Twitter. Die Regierung in Moskau bestätigte dies nach Angaben | |
| russischer Nachrichtenagenturen. (afp) | |
| ## Waffenexporte von Ungarn aus in die Ukraine per Dekret verboten | |
| Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán erklärt via Facebook, per | |
| Dekret werden Waffenexporte von Ungarn aus in die Ukraine verboten. Damit | |
| setzt sich Orban von mehreren EU-Ländern ab, darunter Deutschland, die mit | |
| Rüstungsgütern die ukrainische Armee unterstützen. Gegen die europäischen | |
| Sanktionen gegen Russland hatte Ungarn vergangene Woche kein Veto | |
| eingelegt, Orban hatte den Angriff auf die Ukraine verurteilt. (rtr) | |
| ## Ukraine fordert von UN-Gericht: Stoppt Gewalt Russlands | |
| Vor dem Hintergrund heftiger russischer Angriffe hat die Ukraine den | |
| Internationalen Gerichtshof dringend aufgerufen, alles zu tun, um die | |
| Gewalt zu stoppen. „Russland verübt Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen | |
| die Menschlichkeit“, sagte der Vertreter der Ukraine, Anton Korynevych, am | |
| Montag in Den Haag. „Russland muss gestoppt werden.“ | |
| Zum ersten Mal seit der Invasion in die Ukraine muss sich Russland vor dem | |
| höchsten Gericht der Vereinten Nationen wegen der Verletzung der | |
| Völkermord-Konvention von 1948 verantworten. Doch Russland verweigert die | |
| Teilnahme an der Anhörung, wie die Vorsitzende Richterin Joan Donoghue zu | |
| Beginn der Sitzung mitteilte. Der Vertreter der Ukraine sprach von einer | |
| Missachtung des internationalen Rechts. „Sie sind nicht hier im | |
| Gerichtssaal, sie sind auf den Schlachtfeldern. … So lösen sie Konflikte.“ | |
| [4][Im Friedenspalast in Den Haag] werden zunächst die Rechtsvertreter der | |
| Ukraine ihren Fall darlegen. Ein Vertreter Russlands sollte am Dienstag das | |
| Wort ergreifen. Wann ein Urteil erfolgt, steht noch nicht fest. Urteile des | |
| Gerichts sind zwar bindend. Doch das Gericht besitzt keine Machtmittel, um | |
| einen unterlegenen Staat zu zwingen, das Urteil auch umzusetzen. | |
| Die Ukraine ruft das UN-Gericht auf zu erklären, dass Russland keine | |
| rechtliche Grundlage für die Invasion hat. Russland hatte den Krieg mit der | |
| unbewiesenen Behauptung gerechtfertigt, dass Russen vor einem Völkermord | |
| geschützt werden müssten. „Das ist eine schreckliche Lüge Putins“, sagte | |
| Korynevych. (dpa) | |
| ## Gedenkstätte „Haus der Wannseekonferenz“ sammelt Spenden | |
| Eigentlich sollte die Berliner Gedenkstätte „Haus der Wannseekonferenz“ am | |
| Dienstag wegen des Frauentag-Feiertags geschlossen bleiben. Wegen des | |
| Kriegs gegen die Ukraine wird nun aber geöffnet: aus Solidarität mit den | |
| ukrainischen Partnern der Gedenkstätte. An diesem Tag will die | |
| Gedenkstätte, die an die Organisation des Holocaust vor 80 Jahren erinnert, | |
| Spenden für ihre ihre Partnerorganisationen sammeln – das Ukraine Center | |
| for Holocaust Studies und das Jewish Forum of Ukraine. Der Eintritt in die | |
| Gedenkstätte ist frei, Spenden werden dringend erbeten. (taz) | |
| ## Russische Delegation wohl in Brest eingetroffen | |
| Die russische Delegation ist einem Agenturbericht zufolge zu neuen | |
| Verhandlungen mit der Ukraine in der belarussischen Stadt Brest | |
| eingetroffen. Die russische Nachrichtenagentur RIA beruft sich bei ihrer | |
| Meldung auf den Internetdienst Flightradar. Den genauen Ort und Zeitpunkt | |
| des geplanten Treffens hatten Russland und die Ukraine vorab nicht | |
| mitgeteilt. (rtr) | |
| ## Kiew lehnt humanitäre Korridore nach Belarus und Russland ab | |
| Kiew hat eine Evakuierung von Zivilisten über [5][humanitäre Korridore] | |
| nach Belarus und Russland abgelehnt. „Das ist keine akzeptable Option“, | |
| erklärte die stellvertretende ukrainische Regierungschefin Iryna | |
| Wereschtschuk am Montag. Die Zivilisten würden „nicht nach Belarus gehen, | |
| um dann nach Russland zu fliegen“, betonte sie. | |
| Die russische Armee hatte am Montagmorgen die Öffnung mehrerer humanitärer | |
| Korridore angekündigt, über die Menschen aus den Städten Kiew, Charkiw, | |
| Mariupol und Sumy in Sicherheit gebracht werden sollten. Dazu sollten in | |
| den umkämpften Städten Feuerpausen gelten. | |
| Die russische Armee erklärte, sie werde einen Korridor zwischen der | |
| ukrainischen Hauptstadt Kiew und der belarussischen Stadt Gomel öffnen, die | |
| nahe der Grenze zur Ukraine liegt. Zwei weitere Korridore sollen demnach | |
| von Mariupol entweder in Richtung Russland nach Rostow-am-Don oder nach | |
| Westen in die ukrainische Stadt Saporischschja führen. Einen vierten | |
| Korridor solle es zwischen Charkiw und der russischen Stadt Belgorod geben. | |
| Schließlich sollten von Sumy zwei Korridore entweder nach Belgorod oder ins | |
| ukrainische Poltawa führen. | |
| In der strategisch wichtigen Hafenstadt Mariupol war am Sonntag ein zweiter | |
| Versuch einer Evakuierung der Zivilbevölkerung gescheitert. (afp) | |
| ## Preis für Erdgas in Europa schnellt um 60 Prozent in die Höhe | |
| Der [6][Preis für Erdgas] in Europa hat angesichts des fortgesetzten | |
| russischen Angriffs auf die Ukraine und der Wirtschaftssanktionen gegen | |
| Moskau neue Höchststände erreicht. Am Montag wurde am wichtigen | |
| niederländischen Handelspunkt TTF eine Megawattstunde zeitweilig für 345 | |
| Euro gehandelt – ein Plus von rund 60 Prozent. Zuvor war wegen zunehmender | |
| Befürchtungen vor den negativen Folgen für die Energieversorgung bereits | |
| der Ölpreis in die Höhe geschnellt. (afp) | |
| 🐾 Ausgelöschte Geschichte | |
| Putin deutet „Nazismus“ zu einem Kampf- und Feindbegriff um. | |
| NS-Gedenkinitiativen und Überlebende des Naziterrors sollten sich dagegen | |
| wehren, meint unser Redakteur Klaus Hillenbrand. Seinen Kommentar lesen Sie | |
| [7][hier]. | |
| Gemeindevorsteher von Hostomel bei Kiew getötet | |
| In der Ukraine ist der Gemeindevorsteher von Hostomel nach Angaben der | |
| örtlichen Behörden getötet worden. Russische Truppen hätten Jurij Prylypko | |
| gezielt erschossen, teilte der Gemeinderat am Montag bei Facebook mit. „Er | |
| starb bei der Ausgabe von Brot an Hungrige und Arzneien an Kranke.“ Mit ihm | |
| seien zwei weitere Helfer getötet worden. Von russischer Seite gab es dazu | |
| keine Reaktion. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden. | |
| Das nordwestlich der Hauptstadt Kiew gelegene Hostomel mit dem nahen | |
| Flugplatz ist seit Beginn des Kriegs umkämpft. Der Großteil der | |
| ursprünglich 16.000 Einwohner ist geflohen. Den Verbliebenen droht aufgrund | |
| der fortgesetzten Kämpfe eine humanitäre Katastrophe. Russland hatte das | |
| Nachbarland Ukraine vor etwa anderthalb Wochen angegriffen. (dpa) | |
| ## Chinas Außenminister bietet Vermittlung an | |
| Im [8][Ukrainekrieg] hat China sich als Vermittler zwischen Russland und | |
| der Ukraine angeboten. Peking sei bereit, mit der internationalen | |
| Gemeinschaft zusammenzuarbeiten, um „die notwendige Vermittlung“ zu | |
| gewährleisten, sagte der chinesische Außenminister Wang Yi am Montag vor | |
| Journalisten. Zugleich betonte er, die Freundschaft seines Landes zu | |
| Russland sei „felsenfest“. „Die Aussichten für die künftige Zusammenarb… | |
| beider Seiten sind sehr groß“, fügte Wang hinzu. | |
| Peking vollzieht im Umgang mit dem Ukrainekrieg eine Gratwanderung: Zum | |
| einen steht es [9][an der Seite Russlands] und hat den Krieg nicht | |
| verurteilt. Zum anderen betont China auch die Unantastbarkeit der | |
| staatlichen Souveränität und hat Moskau keine direkte Unterstützung | |
| zugesagt. Die chinesische Regierung dementierte kürzlich einen US-Bericht, | |
| wonach sie Russland um eine Aufschiebung des Einmarsches in die Ukraine bis | |
| nach den Olympischen Winterspielen gebeten habe. (afp) | |
| ## 🐾 Russland kündigt neuen Anlauf für Fluchtkorridore in der Ukraine an | |
| Russland hat einen neuen Anlauf für die Einrichtung von Fluchtkorridoren | |
| für Zivilsten in mehreren ukrainischen Städten angekündigt. Dafür sei ab | |
| 08.00 Uhr eine Feuerpause geplant, teilte das Verteidigungsministerium in | |
| Moskau am Montag mit. Neben der Hauptstadt Kiew seien derartige Passagen | |
| auch für Charkiw, Mariupol und Sumy geplant. Im ganzen Land wurden die | |
| schweren Kämpfe zwischen russischer Armee und ukrainischen Truppen am | |
| zwölften Tag der Invasion fortgesetzt. | |
| Russland komme mit den angekündigten humanitären Korridoren einem | |
| persönlichen Ersuchen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron nach, | |
| erklärte das Verteidigungsministerium. Die russische Nachrichtenagentur RIA | |
| berichtete, der Fluchtweg für die Kiewer Bevölkerung solle nach Belarus | |
| führen, der für Charkiw nach Russland. Die Korridore für Mariupol und Sumy | |
| sollten in andere ukrainische Regionen und nach Russland führen. Die | |
| überwältigende Mehrheit der bislang rund 1,5 Millionen Menschen auf der | |
| Flucht will in westliche Länder gelangen. | |
| Am Wochenende war zweimal die Schaffung eines humanitären Korridors für | |
| rund 200.000 Menschen aus dem umzingelten Mariupol gescheitert. Russland | |
| und die Ukraine gaben sich dafür gegenseitig die Schuld. In der Ukraine und | |
| im Westen wird befürchtet, dass die Angriffe mit Raketen und Granaten auf | |
| die Städte zunehmen werden. | |
| Für diesen Montag ist nach Angaben des ukrainischen Unterhändlers David | |
| Arachamia eine dritte Gesprächsrunde mit Russland über eine Waffenruhe | |
| geplant. Der russische Präsident Wladimir Putin ließ am Wochenende keine | |
| Anzeichen für ein Einlenken erkennen. „Es ist zu hoffen, dass die Vertreter | |
| der Ukraine bei der geplanten nächsten Runde von Verhandlungen einen | |
| konstruktiveren Ansatz zeigen, (und) die neu entstehende Realität voll | |
| berücksichtigen“, erklärte er nach Angaben des Präsidialamtes. Russland | |
| bezeichnet sein Vorgehen als „Spezialoperation“. Ziel sei nicht die | |
| Besetzung der Ukraine, sondern die Zerstörung der militärischen Kapazitäten | |
| der Ukraine sowie die Festnahme als gefährlich eingestufter Nationalisten. | |
| Auch die Regierung in Kiew zeigte sich bislang nicht bereit, den russischen | |
| Forderungen nachzugeben. (rtr) [10][Anna Murlykina berichtet für die taz | |
| aus Mariupol.] | |
| ## Söder: Brauchen eine „absolute Energiepreisbremse“ | |
| Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat wegen der hohen Spritpreise eine | |
| Aussetzung der Mehrwertsteuer auf Energie ins Gespräch gebraucht. Man | |
| brauche eine „absolute Energiepreisbremse“, sagt er im ZDF angesichts des | |
| Anstiegs der Preise für Öl, Gas und Benzin. „Deswegen sollte die | |
| Mehrwertsteuer so weit reduziert werden, wie es geht und vielleicht sogar | |
| mit Zustimmung der Europäischen Union auf null reduziert werden.“ Der | |
| CSU-Chef äußert sich skeptisch zu Forderungen, nun auf Energieimporte aus | |
| Russland zu verzichten, weil die Preise jetzt schon explodierten. Auch die | |
| USA bezögen im übrigen sehr viel Öl aus Russland. | |
| ## Selenksi warnt vor bevorstehenden Angriffen auf Odessa | |
| Am Wochenende warnte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenski vor | |
| bevorstehenden Raketenangriffen auf die Hafenstadt Odessa am Schwarzen | |
| Meer. Die russische Armee versuchte, weiter auf die Hauptstadt Kiew | |
| vorzurücken und diese einzukreisen. Britischen Geheimdienstkreisen zufolge | |
| griffen die Russen ähnlich wie in Syrien oder im Tschetschenienkrieg dicht | |
| besiedelte Gebiete an. Der ukrainische Widerstand verzögere jedoch den | |
| Vormarsch der russischen Truppen weiter. Russland bestreitet, Zivilisten | |
| ins Visier zu nehmen. | |
| Die Ukraine meldete, bislang seien rund 11.000 russische Soldaten getötet | |
| und 88 russische Flugzeuge und Hubschrauber abgeschossen worden. Über | |
| eigene Verluste machte die Regierung in Kiew keine Angaben. Reuters konnte | |
| die Angaben der beiden Kriegsseiten nicht überprüfen. Nach UN-Angaben sind | |
| bislang mindestens 350 Zivilisten bei den Kämpfen gestorben, Hunderte | |
| wurden verletzt. | |
| Am Wochenende liefen auch die internationalen Bemühungen um eine Feuerpause | |
| auf Hochtouren. Israels Ministerpräsident Naftali Bennett, den die Ukraine | |
| um Vermittlung gebeten hatte, sprach am Samstag überraschend drei Stunden | |
| mit dem russischen Präsidenten in Moskau. Anschließend flog er nach Berlin | |
| zu Kanzler Olaf Scholz. Am Sonntag telefonierte er nach russischen Angaben | |
| erneut mit Putin. Mit Selenski sprach er nach israelischen Angaben am | |
| Wochenende dreimal. Zudem telefonierte er am Sonntag mit Scholz und mit | |
| Macron. Auch Macron und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatten | |
| Gespräche mit Putin geführt. Ein greifbares Ergebnis der Krisendiplomatie | |
| lag zunächst jedoch nicht vor. (rtr) | |
| ## Lindner erwartet rasche Integration von Geflüchteten | |
| Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) geht davon aus, dass die | |
| Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine leichter zu bewältigen ist als | |
| der verstärkte Flüchtlingszuzug 2015. „Es ist zu erwarten, dass die | |
| Geflüchteten aus der Ukraine aufgrund ihrer Qualifikationen schnell und gut | |
| integriert werden können“, sagte Lindner dem „RedaktionsNetzwerk | |
| Deutschland“ (Montag). „Nach heutigem Stand werden die sozialen Folgen | |
| andere sein als bei der Flüchtlingskrise 2015.“ | |
| Im Zentrum stünden zunächst Schutz und Zuwendung für die Geflüchteten, | |
| erklärte der Finanzminister. „Aber wir sollten den Menschen sofort auch | |
| Zugang zu Bildung und Arbeitsmarkt geben“, fügte er hinzu. „Es ist unsere | |
| zivilisatorische Verpflichtung, die Menschen aufzunehmen, die bei uns | |
| Schutz suchen“, betonte Lindner. Bund und Länder stünden hier in | |
| gemeinsamer Verantwortung. (ep) | |
| ## 🐾 Schröder, antreten, sofort! | |
| Ex-Kanzler Gerhard Schröder macht sich wegen seiner Verbindungen nach | |
| Russland unbeliebt. Dabei könnte er versuchen, Putin zur Vernunft zu | |
| bringen. Den Kommentar von taz-Redakteur Gereon Asmuth finden Sie | |
| [11][hier]. | |
| Ukraine meldet heftigen russischen Beschuss mehrerer Städte | |
| Russische Invasionstruppen haben nach ukrainischen Angaben ihren Beschuss | |
| von Städten im Norden, Osten und Süden des Landes verschärft. Dazu zählten | |
| die Außenbezirke der Hauptstadt Kiew, Tschernihiw im Norden, Mykolajiw im | |
| Süden und Charkiw im Osten, sagte Präsidentenberater Oleksiy Arestowitsch | |
| im ukrainischen Fernsehen. „Die jüngste Welle von Raketenangriffen kam bei | |
| Einbruch der Dunkelheit“, berichtete er. | |
| Aus Charkiw, der zweitgrößten Stadt des Landes hieß es, der Fernsehturm sei | |
| beschädigt worden und schwere Artillerie treffe Wohngebiete. Aus | |
| Tschernihiw war zu hören, alle Bereiche der Stadt seien Raketenangriffen | |
| ausgesetzt. Die Lage in den Kiewer Vorstädten Butscha, Hostomel und Irpin | |
| sei katastrophal, sagte Arestowitsch. Versuche, Einwohner am Sonntag von | |
| dort in Sicherheit zu bringen, waren weitgehend gescheitert. Die Regierung | |
| versuche alles in ihrer Macht Stehende, die Evakuierungen wieder | |
| aufzunehmen, sagte er. Ähnliche Aktionen waren auch in Mariupol im Süden | |
| und Wolnowacha im Osten wegen fortdauernden Beschusses gescheitert. | |
| „Dies dürfte der Versuch sein, die Moral der Ukrainer zu brechen“, erklär… | |
| das britische Verteidigungsministerium zur russischen Taktik am Beginn des | |
| zwölften Kriegstages. Der russische Plan, die Ukraine schnell zu | |
| überrennen, ist am heftigen Widerstand der Verteidiger gescheitert. Die | |
| Invasoren verzeichnen zwar Geländegewinne im Süden entlang der Küste, doch | |
| viele ihrer Angriffe sind steckengeblieben. Das zeigt sich unter anderem an | |
| einem Dutzende Kilometer langen Militärkonvoi nördlich von Kiew, der nach | |
| US-Angaben seit Tagen kaum von der Stelle kommt. | |
| In Mariupol am Asowschen Meer wurde ein Waffenstillstand zur Evakuierung | |
| von Zivilisten und Verletzten nicht eingehalten. Der geplante humanitäre | |
| Korridor sei durch russische Angriffe blockiert, erklärten ukrainische | |
| Regierungsvertreter. Für Montag waren erneute Gespräche zwischen Vertretern | |
| Russlands und der Ukraine geplant. (ap) | |
| ## Selenski ruft zum Widerstand auf | |
| Das russische Verteidigungsministerium warf den ukrainischen Truppen vor, | |
| diese planten einen Versuchsreaktor in Charkiw zu sprengen und dann einem | |
| russischen Raketenangriff die Schuld für die Detonation zu geben. Beweise | |
| legte das Ministerium nicht vor, doch hatte Putin bereits den Brand im | |
| größten Atomkraftwerk Europas in Saporischdschja vergangene Woche als von | |
| ukrainischen Extremisten geplante Provokation bezeichnet. Die Ukraine | |
| führte ihn auf eine russische Rakete zurück. | |
| Putin behauptete am Wochenende, ein Ende der Kämpfe hänge allein von der | |
| Ukraine ab. Die Regierung in Kiew müsse ihre Feindseligkeiten beenden und | |
| seine Forderungen erfüllen. Dazu zählt Putin eine Neutralisierung und | |
| „Entnazifizierung“ des Landes. Letzteres meint offensichtlich den Sturz der | |
| Regierung des aus einer jüdischen Familie stammenden Präsidenten Wolodymyr | |
| Selenski. Putin drohte, weiterer Widerstand gefährde den Fortbestand der | |
| Ukraine. „Wenn sie so weitermachen wie bisher, stellen sie die Zukunft der | |
| ukrainischen Staatlichkeit in Frage“, sagte er mit Blick auf die | |
| ukrainische Führung. „Und wenn dies geschieht, werden sie es selbst zu | |
| verantworten haben.“ | |
| Nach einer Einschätzung aus dem US-Verteidigungsministerium hat Russland | |
| mittlerweile 95 Prozent seiner für die Ukraine vorgesehenen Streitmacht in | |
| das Land einrücken lassen. Die Angreifer versuchten, Kiew, Charkiw und | |
| Tschernihiw einzukesseln, stießen jedoch auf heftigen Widerstand, sagte | |
| eine Quelle, die nicht genannt werden wollte. | |
| Selenski rief seine Landsleute zu fortgesetztem Widerstand auf. „Ihr | |
| solltet kämpfen!“, sagte er am Samstag im ukrainischen Fernsehen. „Es ist | |
| notwendig, hinauszugehen und dieses Übel aus unseren Städten und aus | |
| unserem Land zu vertreiben.“ (ap) | |
| ## Netflix stoppt Russland-Geschäft | |
| Nach der russischen Invasion in die Ukraine stellt Netflix den Betrieb in | |
| Russland ein. Bereits vor einigen Tagen hatte der Videostreaming-Riese | |
| angekündigt, er werde entgegen den Vorschriften keine russischen TV-Sender | |
| über die Plattform verfügbar machen. Jetzt zieht der US-Konzern den | |
| Stecker: Angesichts der Situation werde der Dienst ausgesetzt, sagte eine | |
| Netflix-Sprecherin. Bisherige Kunden werden den Dienst noch schauen können, | |
| bis die nächste monatliche Zahlung fällig wird. (dpa) | |
| ## Tiktok schränkt Funktionen in Russland ein | |
| Tiktok schränkt den Dienst in Russland ein, da nach einer Gesetzesänderung | |
| Gefängnisstrafen für Äußerungen drohen, die von der offiziellen Darstellung | |
| des Krieges in der Ukraine abweichen. Nutzer in Russland werden nicht mehr | |
| live streamen und neue Inhalte in den Videodienst hochladen können. Man | |
| habe angesichts der neuen Gesetzeslage keine andere Wahl, schrieb Tiktok | |
| bei Twitter. Nach der Gesetzesänderung von Freitag kann die Verbreitung | |
| angeblicher Falschinformationen über russische Streitkräfte mit bis zu 15 | |
| Jahren Haft bestraft werden. (dpa) | |
| Die Entwicklungen im Ukrainekrieg vom Sonntag, 6. März, lesen Sie | |
| [12][hier]. | |
| 7 Mar 2022 | |
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| ## AUTOREN | |
| Mirko Schmid | |
| Leonie Gubela | |
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