| # taz.de -- +++ Nachrichten zum Ukrainekrieg +++: Russland akzeptiert für Gas … | |
| > „Feindliche Länder“ müssen für Gaslieferungen ausschließlich in Rubel | |
| > bezahlen, heißt es. Die Nato verstärkt ihre Ostflanke. Putin verliert | |
| > Vertrauten. | |
| Bild: Dollar oder Euro sind für Putins Gaslieferungen künftig tabu | |
| ## Biden nennt russischen Chemiewaffeneinsatz eine echte Gefahr | |
| US-Präsident Joe Biden hat einen Chemiewaffeneinsatz Russlands in der | |
| Ukraine als echte Gefahr bezeichnet. Weitere Einzelheiten dazu werde er | |
| seinen Nato-Partnern auf dem Ukraine-Gipfel in Brüssel erläutern, sagte | |
| Biden am Mittwoch bei seinem Aufbruch Richtung Europa. Dort will Biden | |
| nicht nur am Nato-Gipfel, sondern auch an einem Treffen der EU und der | |
| G7-Staaten teilnehmen. Für Freitag wird er in Warschau erwartet. | |
| Russland hatte die Ukraine am Dienstag erneut beschuldigt, mit westlicher | |
| Hilfe Angriffe mit Chemiewaffen vorzubereiten. Die USA und Großbritannien | |
| wiesen das zurück. Die amerikanische UN-Botschafterin Linda | |
| Thomas-Greenfield nannte die Anschuldigungen Moskaus einen Vorläufer für | |
| Pläne Russlands zum Einsatz chemischer Waffen. „Wir müssen sicherstellen, | |
| dass die Welt dies hört und versteht, was hier vor sich geht“, sagte sie am | |
| Dienstag. (ap) | |
| ## Nato verstärkt Ostflanke – Gipfel in Brüssel | |
| Die [1][Nato] verstärkt ihre Ostflanke zur Abschreckung Russlands mit vier | |
| weiteren Gefechtsverbänden. Wie Generalsekretär Jens Stoltenberg am | |
| Mittwoch in Brüssel mitteilte, sind als Standorte für die sogenannten | |
| Battlegroups die Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien vorgesehen. | |
| Stoltenberg äußerte sich vor dem Sondertreffen der westlichen Allianz, zu | |
| dem am Donnerstag die Staats- und Regierungschefs der 30 | |
| Nato-Mitgliedsländer in Brüssel erwartet werden. Der Gipfel findet auf den | |
| Tag genau einen Monat nach Beginn des russischen Angriffskriegs in der | |
| Ukraine statt. (dpa) | |
| ## Putin verliert altgedienten Vertrauten Tschubais | |
| Der russische Präsident Wladimir Putin verliert einem Insider zufolge einen | |
| altgedienten Vertrauten: Der frühere Reformer Anatoli Tschubais hat seinen | |
| Posten als Sonderbeauftragter von Putin für Beziehungen zu internationalen | |
| Organisationen aufgegeben, wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person | |
| am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Tschubais habe das Land | |
| verlassen und nicht vor, zurückzukehren. Er ist die bislang höchstrangige | |
| Persönlichkeit in Russland, die seit dem Einmarsch in der Ukraine | |
| zurückgetreten ist. Zum Hintergrund von Tschubais Entscheidung äußerte sich | |
| der Insider nicht. Als Reuters Tschubais dazu per Telefon persönlich | |
| befragte, legte der 66-Jährige auf. (rtr) | |
| ## Putin: Russland akzeptiert für Gas-Lieferungen nach Europa nur noch | |
| Rubel | |
| Russland akzeptiert Zahlungen für seine Gas-Lieferungen nach Europa künftig | |
| nicht mehr in Dollar oder Euro. Er habe entschieden, ein Maßnahmenpaket zur | |
| Zahlung in Rubel zu etablieren, sagte Staatschef Wladimir Putin am | |
| Mittwoch. Er sprach von Gas-Lieferungen in „feindliche Länder“ und damit in | |
| alle EU-Staaten und nannte eine Übergangsfrist von einer Woche. (rtr) | |
| ## Medwedew warnt vor „atomarer Katastrophe“ | |
| Der Vize-Chef des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, warnt die | |
| USA vor einem Zusteuern auf eine atomare Katastrophe für die Welt, sollten | |
| sie mit der von ihm so bezeichneten Verschwörung zur Zerstörung Russlands | |
| fortfahren. Seit dem Ende der Sowjetunion im Jahr 1991 hätten sich die USA | |
| als Teil eines „primitiven Spiels“ verschworen, um Russland zu zerstören. | |
| „Es bedeutet, dass Russland gedemütigt, eingeschränkt, zerschmettert, | |
| geteilt und zerstört werden muss“, hieß es in Medwedews Erklärung am | |
| Mittwoch. Der 56-Jährige war von 2008 bis 2012 Staatsoberhaupt und ist | |
| einer der engsten Vertrauten von Präsident Wladimir Putin. (rtr) | |
| ## Polen weist 45 russische Diplomaten aus | |
| Polen hat am Mittwoch die Ausweisung von 45 russischen Diplomaten wegen | |
| Spionagevorwürfen angekündigt. Die „45 russischen Spione“ gäben sich als | |
| Diplomaten aus, erklärte Innenminister Mariusz Kaminski am Mittwoch. Die | |
| polnische Regierung handele entschlossen, um „das Netz russischer Dienste | |
| in unserem Land“ zu beseitigen, sagte er. (afp) | |
| ## 🐾 Reichster Oligarch der Ukraine | |
| Rinat Achmetow ist der reichste Mann der Ukraine. Lange hat er sich im | |
| Konflikt nicht positioniert. Jetzt hat er sich verabschiedet vom Donbass | |
| und von seiner Heimatstadt Donezk. [2][Lesen Sie hier die taz-Recherche von | |
| Thomas Gerlach.] | |
| ## AfD bleibt bei Nein zu Sanktionen gegen Russland | |
| Die AfD lehnt Sanktionen gegen Russland auch nach den massiven russischen | |
| Angriffen auf ukrainische Städte weiterhin ab. „Weil die Bundesregierung | |
| helfen möchte, Russland wirtschaftlich und ökonomisch auszuhungern, sollen | |
| wir auf günstige Erdgaslieferungen durch Nord Stream 1 und Nord Stream 2 | |
| verzichten“, sagte der AfD-Fraktionsvorsitzende Tino Chrupalla am Mittwoch | |
| im Bundestag in der Generaldebatte über den Haushalt des Kanzleramts. Das | |
| sei falsch. | |
| Chrupalla bekräftigte zudem das Nein seiner Fraktion zu Waffenlieferungen | |
| an die Ukraine. Er sagte: „Weder 500 Millionen Euro noch eine Milliarde | |
| Euro werden den Krieg in der Ukraine beenden. Vielmehr wird durch diese | |
| fehlgeleitete Politik auch noch Blut an den Händen der deutschen Bürger | |
| kleben – das darf nicht sein.“ | |
| Der AfD-Vorsitzende warf der Bundesregierung vor, aus ideologischer | |
| Verbohrtheit den Wohlstand und die Sicherheit der Deutschen zu riskieren. | |
| An die Adresse des Vorsitzenden der Unionsfraktion, Friedrich Merz, sagte | |
| er: „Mit Herrn Merz als Bundeskanzler wären wir schon im Dritten | |
| Weltkrieg.“ | |
| ## Scholz: Die Nato wird nicht Kriegspartei | |
| Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat Forderungen nach einer Flugverbotszone | |
| oder Nato-Friedenstruppen in der Ukraine klar zurückgewiesen. „So schwer es | |
| fällt, wir werden dem nicht nachgeben“, sagte er am Mittwoch bei der | |
| [3][Haushaltsdebatte im Bundestag] in Berlin. „Die Nato wird nicht | |
| Kriegspartei.“ | |
| Da sei man sich in der Europäischen Union und mit den USA einig. „Das ist | |
| ein Gebot der Vernunft. Alles andere wäre unverantwortlich“, sagte | |
| Scholz.Er antwortete zudem auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr | |
| Selenskyj, der in der vergangenen Woche in einer Videoansprache im | |
| Bundestag Deutschland zu mehr Unterstützung im Krieg gegen Russland | |
| aufgerufen hatte. Scholz würdigte den Kampf der Ukrainer „mit großer | |
| Tapferkeit“ um ihre Heimat. „Die Ukraine kann sich auf unsere Hilfe | |
| verlassen“, betonte er mit Hinweis auf die deutschen Waffenlieferungen an | |
| das Land und Wirtschaftssanktionen gegen Russland. | |
| Bei der Union warb er um Zustimmung für das 100 Milliarden Euro umfassende | |
| „Sondervermögen Bundeswehr“, das nach Willen der Regierung in der | |
| Verfassung verankert werden soll. Er dankte ausdrücklich | |
| Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) und sprach von einer „nationalen | |
| Kraftanstrengung für alle demokratischen Kräfte“. Das Geld komme dem Ziel | |
| der Bündnis- und Verteidigungsfähigkeit zugute. Für eine | |
| Grundgesetzänderung ist die Ampel-Koalition auf die Stimmen der Union | |
| angewiesen. | |
| ## Labor am Atomkraftwerk Tschernobyl zerstört | |
| Russische Truppen haben ein Labor [4][am havarierten Atomkraftwerk | |
| Tschernobyl] zerstört, das an der Verbesserung der Entsorgung radioaktiver | |
| Abfälle arbeitete. Das teilte die für die Sperrzone von Tschernobyl | |
| zuständige ukrainische Behörde mit. Das russische Militär hatte die | |
| stillgelegte Anlage zum Beginn des Krieges in der Ukraine eingenommen. Die | |
| Behörde erklärte, das Labor, das mit Unterstützung der EU-Kommission für | |
| sechs Millionen Euro gebaut wurde, sei im Jahr 2015 eröffnet worden. | |
| Es habe „hochaktive Proben und Proben von Radionukliden“ enthalten, „die | |
| sich nun in den Händen des Feindes befinden“. Man hoffe, dass dieser „sich | |
| selbst und nicht der zivilisierten Welt schaden“ werde. Radionuklide sind | |
| instabile Atome chemischer Elemente, die Strahlung abgeben. Die ukrainische | |
| Atombehörde hatte am Montag mitgeteilt, dass die Strahlungsüberwachung rund | |
| um das Atomkraftwerk nicht mehr funktioniere, das im Jahr 1986 Schauplatz | |
| des bislang schlimmsten Atomunfalls weltweit wurde. | |
| ## Kiews Bürgermeister Klitschko: „Das ist ein Genozid“ | |
| Der [5][Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt] Kiew, Vitali Klitschko, | |
| hat den russischen Angriff auf sein Land als Völkermord bezeichnet. „Das | |
| ist ein Genozid“, sagte der 50 Jahre alte ehemalige Profiboxer am Mittwoch | |
| in einer Live-Schalte mit dem Stadtrat der Kiewer Partnerstadt München. | |
| „Die vernichten die Zivilbevölkerung, die vernichten unser Land.“ | |
| Seine Stadt werde mit Raketen beschossen, die „in einem Radius von 500 | |
| Metern jedes menschliche Leben“ töteten, sagte Klitschko. Das sei kein | |
| Angriff auf das Militär, sondern auf die Bevölkerung. Wie viele Ukrainer | |
| bislang gestorben seien, könne er nicht sagen: „Wir können die Leichen | |
| nicht zählen.“ | |
| Jeden Morgen, bevor er die Augen öffne, glaube er kurz, „dass es ein | |
| schlechter Traum war“. „Das ist alles ein Alptraum, was passiert.“ Doch: | |
| „Ich mache meine Augen auf und sehe: Es ist eine harte Realität, sehr harte | |
| Realität.“ | |
| Er rief Deutschland auf, Wirtschaftsbeziehungen zu Russland einzustellen, | |
| auch wenn das schwierig sei. „Russland investiert jeden Euro, jeden Cent, | |
| in seine Armee.“ | |
| ## Geflüchtete aus der Ukraine: Scholz spricht von „gewaltiger Aufgabe“ | |
| Bei den Haushaltsberatungen im Bundestag hat Bundeskanzler Olaf Scholz | |
| (SPD) erneut zusätzliche Gelder des Bundes für die Versorgung der | |
| [6][Ukraine-Flüchtlinge] in Aussicht gestellt. „Praktisch stehen wir vor | |
| einer gewaltigen Aufgabe“, sagte Scholz am Mittwoch in seiner Rede in der | |
| Generaldebatte im Bundestag. Die Bundesregierung sei bereit, zusätzliche | |
| Maßnahmen zu ergreifen. Dabei verwies er allerdings nicht auf den aktuell | |
| zu beratenden, sondern den geplanten Ergänzungshaushalt, den | |
| Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) laut Scholz in den kommenden | |
| Wochen vorlegen wird. | |
| ## Lawrow warnt davor, Friedenstruppen ins Land zu schicken | |
| Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagt, Friedenstruppen in die Ukraine | |
| zu schicken, könnte zu einer direkten Konfrontation seines Landes mit der | |
| Nato führen. Polen hat eine internationale Friedenstruppe vorgeschlagen, | |
| die sich in der Ukraine dann auch verteidigen sollte. | |
| ## Keine Hilfe für Mariupol | |
| Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat Russland die Blockade | |
| eines humanitären Konvois nach [7][Mariupol] und die Gefangennahme mehrerer | |
| Busfahrer und Rettungshelfer vorgeworfen. In seiner Videoansprache an die | |
| Nation in der Nacht zum Mittwoch sagte er, der Konvoi habe am Dienstag | |
| dringend benötigte Hilfsgüter in die umkämpfte Hafenstadt am Asowschen Meer | |
| bringen sollen. Russland habe der Route zuvor zugestimmt. | |
| Die stellvertretende Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk sagte, die | |
| Russen hätten elf Busfahrer und vier Rettungshelfer gefangen genommen und | |
| deren Fahrzeuge beschlagnahmt. Das Schicksal der Betroffenen sei unbekannt. | |
| Die Zahlen konnten zunächst nicht unabhängig bestätigt werden. | |
| „Wir versuchen, stabile humanitäre Korridore für die Bewohner von Mariupol | |
| zu organisieren, aber leider werden fast alle unsere Versuche von den | |
| russischen Besatzern durch Beschuss oder vorsätzlichen Terror vereitelt“, | |
| sagte Selenski. | |
| Mehr als 7.000 Menschen wurden am Dienstag aus Mariupol evakuiert. Etwa | |
| 100.000 befänden sich jedoch „unter unmenschlichen Bedingungen, unter einer | |
| vollständigen Blockade, ohne Nahrung, ohne Wasser, ohne Medizin und unter | |
| ständigem Beschuss, unter konstanten Bombardierungen“ in der Stadt, sagte | |
| er. Vor dem Krieg lebten etwa 430.000 Menschen in Mariupol. (ap) | |
| ## Selenski sieht kleine Fortschritte bei Verhandlungen | |
| Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski sieht ungeachtet der schweren | |
| Kämpfe zwischen russischen und ukrainischen Truppen kleine Fortschritte in | |
| den Verhandlungen mit der Regierung in Moskau. „Wir arbeiten weiterhin auf | |
| verschiedenen Ebenen, um Russland zu ermutigen, sich in Richtung Frieden zu | |
| bewegen“, sagte er in einer am frühen Mittwochmorgen gesendeten Ansprache. | |
| Unterdessen wurden aus verschiedenen Landesteilen Kämpfe gemeldet. Der | |
| ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft zufolge wurden in dem Krieg bisher | |
| 121 Kinder getötet und 167 verletzt. Die Angaben beider Seiten über das | |
| Kriegsgeschehen lassen sich derzeit nicht überprüfen. (rtr) | |
| ## Russland: Atomwaffen nur bei „existentieller Bedrohung“ | |
| Im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt würde Russland nach Angaben des | |
| Kreml Atomwaffen nur im Fall einer „existenziellen Bedrohung“ einsetzen. | |
| „Wir haben ein Konzept für innere Sicherheit, das ist bekannt“, sagte | |
| Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag im US-Fernsehsender CNN | |
| International. „Sie können dort alle Gründe für den Einsatz von | |
| Nuklearwaffen nachlesen.“ | |
| „Wenn es also eine existenzielle Bedrohung für unser Land gibt, dann kann | |
| sie (die Atombombe) in Übereinstimmung mit unserem Konzept genutzt werden“, | |
| sagte Peskow. Der Kreml-Sprecher antwortete damit auf die von der | |
| CNN-Journalistin Christiane Amanpour mit Nachdruck gestellte Frage, ob er | |
| „überzeugt oder zuversichtlich“ sei, dass der russische Präsident Wladimir | |
| Putin im Konflikt mit der Ukraine keine Atombombe einsetzen werde. | |
| Entgegen Angaben unter anderem aus dem Pentagon über ein Stocken des | |
| russischen Vormarsches sagte Peskow, dass die Militäroperation in der | |
| Ukraine „genau so verläuft, wie es vorgesehen war“. Die russische Armee | |
| wolle „das militärische Potenzial der Ukraine eliminieren“, dies sei eines | |
| der „Hauptziele der Operation“. | |
| Der Kreml-Sprecher sagte zugleich, dass Moskaus Truppen in der Ukraine „nur | |
| militärische Ziele und Objekte ins Visier“ nehmen würden. Dagegen werfen | |
| die Ukraine, westliche Regierungen und Menschenrechtsorganisationen | |
| Russland vor, auch Zivilisten anzugreifen. (afp) | |
| ## USA und EU planen neue Sanktionen | |
| US-Präsident Joe Biden wird an diesem Mittwoch in Europa erwartet, wo er am | |
| Donnerstag in Brüssel an einem [8][Nato- und einem G7-Gipfel] teilnehmen | |
| wird. Dabei wird es auch um weitere Sanktionen gegen Russland gehen. Die | |
| Zeitung Wall Street Journal berichtet, die USA bereiteten neue Sanktionen | |
| gegen über 300 Abgeordnete des russischen Parlaments vor. Das Blatt beruft | |
| sich auf Beamte und interne Dokumente. | |
| Biden hatte sich bereits am Montag mit den Regierungschefs Deutschlands, | |
| Großbritanniens, Frankreichs und Italiens über das weitere Vorgehen | |
| abgestimmt. Dabei ging es auch um die Warnung, dass Russland in der Ukraine | |
| chemische und biologische Waffen einsetzen könnte. | |
| Auch die EU arbeitet an weiteren Sanktionen. Kanzler Scholz hatte am | |
| Dienstagabend deutlich gemacht, dass Deutschland und weitere EU-Staaten | |
| dabei gegen einen sofortigen Stopp der Kohle-, Gas- und Öl-Lieferungen aus | |
| Russland seien. | |
| Zurückhaltende Reaktionen gab es auf einen polnischen Vorschlag, Russland | |
| aus der G20-Gruppe der wichtigsten Industrienationen auszuschließen. Scholz | |
| sagte, dass die Suche nach einer Waffenruhe Vorrang habe. In G20-Kreisen | |
| wird zudem mit einem Veto wichtiger Mitglieder wie China oder Indien gegen | |
| einen Ausschluss gerechnet. Polen selbst gehört zudem nicht der G20-Gruppe | |
| an. Nach Angaben der russischen Botschaft in Jakarta plant Putin, später in | |
| diesem Jahr am G20-Gipfel teilzunehmen. Indonesien hat in diesem Jahr den | |
| G20-Vorsitz. Bei der Welthandelsorganisation (WTO) hieß es, zahlreiche | |
| Delegationen weigerten sich derzeit, mit der russischen Delegation | |
| zusammenzuarbeiten. | |
| Die ukrainische Regierung ist enttäuscht darüber, dass die Bundesregierung | |
| bisher nicht auf ihre jüngsten Bitten zu Waffenlieferungen reagiert hat. Zu | |
| „Bild“ (Mittwoch) sagt der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrji | |
| Melnyk: „Es ist sehr frustrierend, dass die Bundesregierung seit drei | |
| Wochen gar keine Antwort auf unsere Liste von dringend notwendigen | |
| Defensivwaffen gegeben hat. Denn jeder Tag zählt, um das Leben der unter | |
| dem russischen Raketenbeschuss leidenden Zivilbevölkerung in der Ukraine zu | |
| retten.“ (rtr) | |
| ## Mehr Geld für Entwicklungspolitik gefordert | |
| Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) fordert angesichts des | |
| Ukraine-Kriegs mehr Geld für ihr Ressort im geplanten Nachtragshaushalt. | |
| „Wenn man sich die Folgen dieses schrecklichen Kriegs vor Augen führt, kann | |
| es gar nicht beim jetzigen Entwicklungsetat bleiben“, sagte die | |
| SPD-Politikerin der „Augsburger Allgemeinen“ (Mittwochausgabe). Schulze | |
| kritisierte, dass ihr Ressort nach den bisherigen Plänen mit 12,6 Prozent | |
| weniger als im vergangenen Jahr auskommen soll. | |
| „Damit bin ich noch nicht zufrieden und das ist auch nur ein Zwischenstand, | |
| da sind wir uns in der Regierung einig“, betonte die Ministerin. „Ich bin | |
| zuversichtlich, dass im geplanten Ergänzungshaushalt mehr Geld | |
| bereitgestellt wird, denn die Herausforderungen werden nicht kleiner, | |
| sondern größer“, betonte Schulze. | |
| „Das Welternährungsprogramm hat bislang die Hälfte seiner | |
| Weizen-Lieferungen aus der Ukraine bezogen“, sagte sie der Zeitung. „Die | |
| Welt läuft auf neue Hungersnöte zu“, warnte die Entwicklungsministerin. | |
| „Mit steigenden Preisen drohen auch wieder Brotaufstände, wie vor elf | |
| Jahren im arabischen Raum und damit eine neue Welle der Instabilität“, | |
| fügte sie hinzu. „Entwicklungspolitik muss hier dringend gegensteuern.“ | |
| Schulze forderte zudem die EU auf, stärker als bisher die osteuropäischen | |
| Länder bei der Bewältigung der Millionen ankommenden Kriegsflüchtlinge zu | |
| unterstützen. „Die Republik Moldau, Polen, Rumänien und die anderen | |
| Nachbarn brauchen jetzt die Hilfe der gesamten Europäischen Union, wenn es | |
| um die Aufnahme von Flüchtlingen geht“, sagte Schulze der Zeitung. (ap) | |
| 23 Mar 2022 | |
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