| # taz.de -- Gesine Schwan über politische Kultur: „Ich hätte einen Untersch… | |
| > Gesine Schwan kandidierte zweimal als Bundespräsidentin, auch heute | |
| > engagiert sie sich öffentlich. Ein Gespräch über die Krise der | |
| > Demokratie, eine späte Liebe und den Tod. | |
| Bild: „Für andere da zu sein ist die beste Selbsterfüllung“: Gesine Schwa… | |
| An einem Mittwochvormittag bittet Gesine Schwan an ihren weißen Küchentisch | |
| in Berlin-Nikolassee. Ein Altbau mit hohen Decken, der Blick geht hinaus | |
| auf die Holzterrasse und in den Garten. Draußen leuchtet das letzte | |
| Herbstlaub in der Sonne. „Wasser oder Kaffee?“, fragt sie und hantiert an | |
| der Sprudelmaschine, normalerweise bedient die ihr Mann, 87, aber der ist | |
| gerade bei einer Konferenz in China. Gesine Schwan selbst ist 82. Wir sind | |
| verabredet, um über das Altwerden zu sprechen. Während des Interviews ist | |
| sie so offen und zugewandt, als würden wir uns schon lange kennen. | |
| taz: Frau Schwan, was hilft beim Altwerden am besten: Humor? Neugier? | |
| Arbeit? | |
| Gesine Schwan: Es braucht von alldem etwas. Ich habe keine spezifische | |
| Strategie, um gut alt zu werden. Ich habe nur eine Frage: Was kann ich aus | |
| dieser Phase meines Lebens am sinnvollsten machen? | |
| taz: Und? | |
| Schwan: Der Vorteil im Alter ist ja, dass man sehr viel erlebt hat, auch | |
| schwierige Zeiten. Mein erster Mann hatte drei Jahre lang Krebs, dann sein | |
| Tod, das war keine Kleinigkeit, die Kinder waren damals 12 und 14. Als | |
| alter Mensch weiß man, es wird auch wieder etwas anderes kommen, man | |
| entwickelt eine gewisse Gelassenheit und kann dadurch anderen Ruhe und | |
| Sicherheit geben. Jetzt bin ich ja noch ziemlich mobil und mache alles | |
| Mögliche. Aber ich frage mich schon, wie es ist, wenn ich 100 bin. Ich will | |
| es nicht werden, aber wenn doch, was kann ich dann noch Sinnvolles tun? Ich | |
| möchte nie in die Situation kommen, dass ich nur die Alte bin, die man | |
| besuchen muss. Was bleibt, ist, die eigenen Fähigkeiten so anzuwenden, dass | |
| sie immer noch für andere etwas bedeuten. | |
| taz: Erfüllend ist für Sie, anderen etwas zu geben? | |
| Schwan: Unbedingt! Für andere da zu sein, ist die beste Selbsterfüllung. | |
| Nichts ist nachhaltiger für das eigene Wohlbefinden, da bin ich ganz von | |
| überzeugt. | |
| taz: Ist das eine Erkenntnis, die mit dem Alter kam? | |
| Schwan: Nein, das habe ich von meinen Eltern. Mein Bruder und ich, wir sind | |
| anständig weltanschaulich befeuert worden. Meine Mutter war Fürsorgerin, | |
| heute würde man Sozialarbeiterin sagen. Sie hat mir früh schon mitgegeben: | |
| Achte darauf, dass niemand allein außen steht. Sie kannte das Wort | |
| [1][Inklusion] nicht, sie hatte auch kein Abitur. Aber das hat sie mir tief | |
| eingepflanzt. Ich war Klassensprecherin auf dem Französischen Gymnasium | |
| hier in Berlin, da kriegten wir immer mal neue Schülerinnen. Ich habe mich | |
| in den Pausen sofort mit ihnen unterhalten. Eine von ihnen habe ich 40 | |
| Jahre später wiedergetroffen. Sie sagte: Du, Gesine, hast mich reingeholt, | |
| das werde ich nie vergessen. Das war ganz klar die Botschaft meiner Mutter: | |
| Man soll niemanden alleine stehen lassen. | |
| taz: Und das begleitet Sie bis heute? | |
| Schwan: Ja. Ich sehe mich im Alter nicht anders als früher, ich habe auch | |
| keine andere Philosophie als früher. Was deutlich anders ist, ist die | |
| Physis. Ich kann beispielsweise nicht mehr rennen. Ich dachte, Mensch, das | |
| konntest du doch. Es geht nicht mehr. | |
| taz: Belastet Sie das? | |
| Schwan: Erst mal ist das eine Enttäuschung, aber dann begreift man es. Man | |
| sollte sich nicht nur damit arrangieren, zu einem guten Umgang gehört, sich | |
| damit zu versöhnen. Bei meinem Mann war das schwer, er hatte einen | |
| Reitunfall und kann seitdem seinen linken Zeigefinger nicht mehr heben. Er | |
| hat früher sehr gut Klarinette, auch Flöte und Gitarre gespielt. Als er | |
| plötzlich merkte, dass er das nicht mehr konnte, hat er geweint. Aber er | |
| hat es akzeptiert. Immerhin bleibt ihm noch das Saxofon. Wir leben das | |
| Alter sehr bewusst und dankbar zu zweit. Wir freuen uns an allem, was wir | |
| noch können. | |
| taz: Nichts ist mehr selbstverständlich? | |
| Schwan: Um uns herum können sie nicht mehr verreisen, müssen ins Altenheim | |
| oder sterben weg. Wir müssen akzeptieren, dass die Dinge weniger werden, | |
| wie bei meinem Mann und seiner Musik. Dass er damit nicht hadert, das | |
| rechne ich ihm hoch an. Ich sage ihm auch immer wieder meine Hochachtung. | |
| Denn es ist viel einfacher, seine Talente auszuspielen, als zu sehen: Die | |
| Talente gehen weg. | |
| taz: Wie sieht Ihr Alltag aus? | |
| Schwan: Ich mache alles ein bisschen langsamer. Aber im Grunde sind meine | |
| Tage immer noch voll. Am Montag war ich in Mannheim, fünf Stunden hin, dort | |
| einen Vortrag halten, wieder zurück. Nachts konnte ich nicht schlafen. Das | |
| passiert mir öfters, wenn ich so hochgetourt bin. Dann muss ich geduldig | |
| sein, eine warme Milch trinken. Am Dienstag musste ich früh raus zu einer | |
| Trauerfeier. Gestern Abend war ich dann so was von hinüber. Ehrlich gesagt, | |
| ich mute mir immer noch ziemlich viel zu. | |
| taz: Sie hatten vorgeschlagen, das Interview auf Dienstagnachmittag zu | |
| legen. Umso besser, dass wir uns erst heute treffen. | |
| Schwan: Ja, das ist mir sehr lieb. Da sehen Sie: Mein Kalkül ist immer | |
| noch, da ist ein freier Slot, also rein. Das ist eigentlich nicht gut. Das | |
| muss ich noch ein bisschen üben. | |
| taz: Viele beschäftigen sich im Alter mehr mit der eigenen Vergangenheit. | |
| Sie auch? | |
| Schwan: Ich habe immer schon darüber nachgedacht, woher was kommt, was in | |
| der Jugend gesetzt wurde. Das hat sich sicher verstärkt in den letzten | |
| Jahren. | |
| taz: Sie wurden 1943 geboren. Ihre Eltern haben [2][in der NS-Zeit] ein | |
| jüdisches Mädchen versteckt und ihm das Leben gerettet. Wie hat Sie das | |
| geprägt? | |
| Schwan: Meine Eltern haben zu Lebzeiten kaum darüber gesprochen, mir wurde | |
| das erst später richtig bewusst. Mein Vater hatte wohl größere | |
| Bauchschmerzen als meine Mutter, so viel weiß ich. Meine Eltern waren | |
| befreundet [3][mit Harald Poelchau], einem evangelischen Pfarrer, der auch | |
| die Seelsorge im Strafgefängnis in [4][Plötzensee] gemacht hat. Er hat die | |
| von den Nazis zum Tode Verurteilten begleitet. Nebenbei hat er geheim ein | |
| riesiges Verstecknetz für Juden in Berlin aufgebaut. Dazu gehörten auch | |
| meine Eltern. Das war eine Logistik, alle paar Monate mussten die | |
| Versteckten woanders hin. Ich habe größte Hochachtung für das, was meine | |
| Eltern damals gewagt haben. | |
| taz: Kamen Sie je in eine Situation, ähnlich mutig sein zu müssen? | |
| Schwan: Zum Glück nicht. Ich habe [5][68 an der Freien Universität] oft vor | |
| Vollversammlungen gesprochen, auch gegen die Mehrheit. Manche fanden das | |
| mutig. Ich habe gesagt: Quatsch. Mir kann in einer Demokratie nicht viel | |
| passieren. Wer Mut hatte, waren meine Eltern. Das war für mich der Maßstab. | |
| Die Frage, ob ich menschlich anständig bin oder nicht, hat mich immer | |
| begleitet, auch in der Politik. | |
| taz: Sie haben die Nachkriegszeit erlebt, den [6][Kalten Krieg], die Wende, | |
| jetzt die Gegenwart. Ganz schön viel. | |
| Schwan: Gerade in der letzten Zeit habe ich oft gedacht, dass es sich | |
| anfühlt wie viele Leben in einem. Ich erinnere mich noch gut an 1968. In | |
| den 70er Jahren wurde die Wissenschaft wichtig für mich, an der [7][Freien | |
| Universität] in Berlin. Ich verbrachte, zum Teil mit meinem verstorbenen | |
| Mann, [8][Alexander Schwan], Gastaufenthalte in Washington, Cambridge, New | |
| York. Neun Jahre habe ich die [9][Europa-Universität Viadrina] in Frankfurt | |
| an der Oder geleitet. Mein Leben hat so viele reiche Abschnitte – wenn ich | |
| das betrachte, überkommt mich ein Gefühl von großer Dankbarkeit. Ich frage | |
| mich schon auch: Wie hast du das alles durchgestanden? Aber als ich | |
| drinsteckte, fand ich es ganz normal. | |
| taz: Sie waren Professorin für Politikwissenschaft. Als Sozialdemokratin | |
| haben Sie auch politisch mitgemischt, aber Ihr Zuhause blieb die | |
| Wissenschaft. | |
| Schwan: 1977 wurde ich Professorin am Otto-Suhr-Institut in Berlin. Zwei | |
| Jahre zuvor hatte ich mich habilitiert, damals war ich 32, mit einem Buch | |
| über die Gesellschaftskritik von [10][Karl Marx]. Und mit einem Buch, das | |
| ich mit Alexander Schwan gemeinsam geschrieben habe, über „Sozialdemokratie | |
| und Marxismus“. Es gab zu der Zeit ja die Diskussion, ob die SPD eine | |
| marxistische Partei sein sollte oder nicht. Wir waren beide dagegen. Ich | |
| glaube, ich kannte mich viel besser mit Marx aus als die meisten Marxisten | |
| in der SPD damals. | |
| taz: Nach dem Motto: Kenne deinen Feind? | |
| Schwan: Nicht Feind. Marx war ein faszinierender, genialer Denker. Aber er | |
| denkt den Konflikt zu eindimensional. Er denkt, alles kommt aus den | |
| Produktionsverhältnissen. Das ist zu eng, auch wenn man die umgreifend | |
| versteht. Deshalb hat er auch kein Verständnis für eine pluralistische | |
| Gesellschaft und für Menschenrechte. Da ist der Keim des Totalitarismus | |
| drin, daher rührt meine Gegnerschaft zu Marx. Aber wichtig ist er für mich | |
| bis heute. | |
| taz: Inwiefern? | |
| Schwan: Ich bin ja Vorsitzende der Grundwertekommission der SPD. Bis 2027 | |
| will die SPD ein neues Grundsatzprogramm entwickeln. Alle haben das | |
| Bedürfnis, über das Programm einen Neuanfang zu machen. Diese Erwartung | |
| halte ich für naiv, aber gut, wir gehen das jetzt an. Ich habe mich mit der | |
| Frage befasst: Ist die SPD eine Arbeiterpartei oder eine Partei der Arbeit? | |
| Dabei ist mir klar geworden: Wir können die SPD nicht ohne Arbeit denken. | |
| Arbeit ist die Produktion einer Wirklichkeit aus sich heraus, etwas | |
| Sinnstiftendes, das allen Menschen möglich gemacht werden soll. Auch ich | |
| fühle mich wahnsinnig gut, wenn ich es schaffe, schwierige Gedanken in | |
| einen Text zu gießen. Dieser Prozess ist Arbeit, und das findet man auch | |
| bei Marx, vor allem in seinen Frühschriften. Zugleich gibt es neue | |
| Ausbeutungen in der Arbeit, weltweit. | |
| taz: Als Professorin haben Sie Studierenden jahrzehntelang mit großer | |
| Leidenschaft die liberale Demokratie nahegebracht. Es muss schwer sein für | |
| Sie zu sehen, dass demokratiefeindliche Kräfte jetzt so stark werden. | |
| Schwan: Es ist die größte [11][Krise der Demokratie], die ich erlebt habe. | |
| Das liegt aber nicht daran, dass die Wähler alle die liberale Demokratie | |
| ablehnen oder missverstehen. Es muss schon ein Problem geben in der | |
| liberalen Demokratie selbst, wenn sie so viel Distanzierung erfährt. Dafür | |
| gibt es viele Gründe, vor allem die obszöne Diskrepanz zwischen Arm und | |
| Reich. Die Demokratie ist mit dem Versprechen der Chancengleichheit | |
| verbunden, sie lebt von einer Gesellschaft der sozialen Mitte, schon bei | |
| Aristoteles steht das. Aktuell ist es meine Mission, die liberale | |
| Demokratie partizipatorisch weiterzuentwickeln. | |
| taz: Was heißt das? | |
| Schwan: Ich bin bei der Berlin Governance Platform aktiv, einer | |
| gemeinnützigen GmbH. Wir haben ein Partizipationsmodell entwickelt, | |
| vorrangig für die kommunale Ebene. Stakeholder oder Vertreter von Politik, | |
| Wirtschaft und organisierter Zivilgesellschaft setzen sich dabei im Auftrag | |
| des Stadtrats vier Tage zusammen und suchen nach Lösungen für ein | |
| langfristiges Problem. Da geht es um Themen wie die Entwicklung einer | |
| Brache oder die gesundheitliche Versorgung einer ländlichen Kommune. Am | |
| Ende gibt die Runde eine Empfehlung ab. | |
| taz: Haben Sie ein Beispiel? | |
| Schwan: Unser erster Fall war in Herne im Ruhrgebiet. Da gab es eine | |
| stillgelegte Zeche, der Boden war vergiftet, aber Kreuzkröten lebten dort. | |
| Es war ein Skandal, dass diese Riesenfläche nicht entwickelt werden konnte, | |
| weil alle etwas anderes wollten, Unternehmen, Gewerkschaften, | |
| Naturschützer, Seniorenvertreter. Wir haben uns mit ihnen zusammen gesetzt. | |
| Da kamen einstimmige Empfehlungen für den Stadtrat raus, der hat das | |
| anschließend legitimiert. Inzwischen hat die Stadt Gelder akquiriert für | |
| ein multifunktionales Terrain mit Lehrlingsausbildung, Ausflugsgebiet und | |
| Biotop. Es wird Jahre dauern, bis alles fertig ist. | |
| taz: Sie wollen etwas tun gegen das Gefühl der Ohnmacht? | |
| Schwan: Ja, aber zugleich muss unsere repräsentative Demokratie | |
| weiterentwickelt und verbessert werden. Ich glaube an die liberale | |
| Demokratie, aber viele trauen ihr nicht mehr. Die Menschen müssen die | |
| Erfahrung machen können, dass sie mitwirken können und dass die Politik zu | |
| vernünftigen Ergebnissen führt. | |
| taz: Auch der SPD trauen viele nicht mehr. Sie sind seit 50 Jahren | |
| Genossin. Fremdeln Sie manchmal mit Ihrer Partei? | |
| Schwan: Oft mit der Parteispitze. Ich habe die SPD öffentlich ja auch immer | |
| wieder kritisiert. Es gibt in der SPD eine gewisse Hasenfüßigkeit, eine | |
| Ängstlichkeit, die oft auch die Partizipation behindert, in der man etwas | |
| wagen muss. Die SPD ist außerdem immer noch eine männliche Partei, oft | |
| autoritär in ihren Strukturen. Die SPD hat schon systemische Macken. Sie | |
| ist trotzdem absolut notwendig und die einzige Partei, die für mich infrage | |
| kommt. | |
| taz: Sie haben [12][zweimal als Bundespräsidentin] kandidiert. Wie blicken | |
| Sie auf diese Niederlagen zurück? | |
| Schwan: Die einzige Niederlage, die ich als solche empfunden habe, war die | |
| bei der zweiten Kandidatur zum Bundespräsidenten im Mai 2009. Diese | |
| Niederlage hat die SPD-Spitze mitbewirkt. Denn ich hätte nur gewählt werden | |
| können mithilfe der Linken, im zweiten Wahlgang. | |
| taz: Die Parteispitze hatte Angst vor der Nähe zur Linkspartei, weil kurz | |
| darauf auch die Bundestagswahlen anstanden? | |
| Schwan: Franz Müntefering war damals Parteichef, er hat die Abstimmung | |
| praktisch freigegeben. Eine Stimme fehlte, sonst wäre ich in den zweiten | |
| Wahlgang gekommen und die Linke hätte für mich gestimmt. Das wollte | |
| Müntefering verhindern. Er hatte nichts gegen mich, im Gegenteil. Aber er | |
| hatte Angst, dass die SPD in der Öffentlichkeit diskreditiert wird durch | |
| die Linkspartei. Er hat sich für den anderen Weg entschieden: Die SPD wurde | |
| mehrmals Juniorpartner in der Großen Koalition. Das war sehr schädlich, bis | |
| heute, weil es ihr das Profil genommen hat. Aus dieser Falle sind wir | |
| bisher nicht rausgekommen. | |
| taz: Gemeinsam mit Ralf Stegner haben Sie 2019 [13][für den SPD-Vorsitz] | |
| kandidiert, auch das hat nicht geklappt. Wurmt es Sie, dass Sie in all den | |
| Jahren nie wirklich politische Macht hatten? | |
| Schwan: Ich habe mich für den Vorsitz gemeldet, weil nach dem Rücktritt von | |
| Andrea Nahles alle SPD-Größen für die Nachfolge abgesagt hatten. Da habe | |
| ich meinen Hut in den Ring geworfen, in der Hoffnung, dass andere folgen. | |
| Das war dann auch so. Im Nachhinein bin ich nicht unglücklich, dass das | |
| nichts wurde. Ich war auch mal kurz im Gespräch für ein Ministeramt, aber | |
| das hätte ich nicht sein wollen. Eine Uni leiten, das konnte ich, das ist | |
| mein Terrain. Einen Ministerapparat hätte ich nicht bedienen können, das | |
| ist nicht meine Welt. Enttäuscht war ich vor allem nach der zweiten | |
| Bundespräsidentenwahl. | |
| taz: Dieses Amt hätte Ihnen gelegen? | |
| Schwan: Es entspricht dem, was ich zeitlebens tue: nachdenken, unbequeme | |
| Positionen benennen, konstruktiv sein. Ich glaube, ich hätte einen | |
| Unterschied gemacht, wenn ich in dieses Amt gekommen wäre. Aber das ist | |
| eine andere Art von Macht als in der Regierung. | |
| taz: Es geht um Werte, um Orientierung. | |
| Schwan: Um die politische Kultur. Ich hätte auch etwas zum | |
| Geschlechterverhältnis beitragen können. Ich wäre ja die erste Frau im | |
| Schloss Bellevue gewesen. Kürzlich habe ich darüber nachgedacht. Wenn nun | |
| die erste Frau in diesem Amt [14][Julia Klöckner] würde oder Ilse Aigner, | |
| das würde mir schon zu schaffen machen. Aber dann verfliegt der Ärger auch | |
| schnell wieder, weil ich ja so viel anderes machen kann. Die | |
| Partizipationsprojekte füllen mich voll aus. Wie die Beteiligten | |
| miteinander reden, respektvoll und konstruktiv, das ist beglückend. | |
| Menschen sind nicht mies von vornherein, das kann auch anders gehen. | |
| taz: Politische Niederlagen sind das eine, persönliche Schicksalsschläge | |
| das andere. Vorhin haben Sie Ihren ersten Mann erwähnt, Alexander Schwan, | |
| politischer Philosoph und Mitstreiter. Er starb 1989. Wie schafft man es, | |
| nach so einem Verlust weiterzumachen? | |
| Schwan: Das war eine Zäsur. Ich war damals 46. Wir hatten immer sehr viel | |
| zusammen gemacht, auch beruflich. Wir waren in Berlin als Ehepaar bekannt. | |
| Trotzdem habe ich keinen Moment daran gezweifelt, dass es für mich | |
| weitergeht. | |
| taz: Was sicherlich nicht einfach war, alleinerziehend mit zwei Kindern. | |
| Schwan: Schon die Jahre vor seinem Tod waren schwer. Als die Krankheit | |
| offenbar wurde, waren die Kinder 9 und 11. Ein Arzt, er war besonders nett | |
| und wohlwollend, hat ihm gesagt, es sei nicht so schlimm. Das stimmte aber | |
| überhaupt nicht, es gab keine Aussicht mehr auf Heilung. Ich wusste das und | |
| musste, als mein Mann mir diese Einschätzung mitteilte, innerhalb von | |
| Sekunden entscheiden, ob ich auf die falsche Schiene mitgehe oder ob ich | |
| den Arzt desavouiere. Ich habe nicht fertig gebracht zu sagen, wie schlimm | |
| es ist. So blieb es, bis kurz vor seinem Tod. | |
| taz: Sie haben jahrelang nicht über den Ernst der Lage geredet? | |
| Schwan: Ja, und das widerspricht eigentlich meiner Natur. Ich musste | |
| dauernd überlegen: Was sage ich? Er hätte sich allerdings denken können, | |
| wie es um ihn steht. Aber er wollte es gar nicht so genau wissen. Dann mit | |
| den Kindern, die kriegen ja immer mehr mit als man denkt. Ich musste jeden | |
| Tag eine Stunde im Grunewald spazieren gehen, um nicht wahnsinnig zu | |
| werden. Zwischendrin sah es kurz so aus, als ob mein Mann tatsächlich zu | |
| den drei Prozent gehörte, die einen schweren Krebs überlebten. Und dann | |
| ging es doch bergab. Eine ziemliche Hölle. Insofern war es dann irgendwie | |
| auch gut, als es vorbei war. | |
| taz: Wann hat er verstanden, wie es wirklich um ihn stand? | |
| Schwan: Drei Monate, bevor er starb, mussten wir einen Urlaub abbrechen, er | |
| kam sofort ins Krankenhaus. Da habe ich ihm sagen müssen, dass es zu Ende | |
| geht. Die Ärzte scheuten davor zurück. | |
| taz: Wie hat er reagiert? | |
| Schwan: Bewundernswert. Er hat gesagt: Wir wollten doch immer | |
| zusammenarbeiten für mehr Glück und mehr Liebe auf der Erde. Ich war und | |
| ich bin ein glücklicher Mensch. | |
| Schwan: Das zu hören muss ein großer Trost gewesen sein. | |
| taz: Ja. Die Zeit war dann noch mal sehr schwierig, aber es gab ein | |
| Einvernehmen. Ich habe jeden Tag bis zum Einschlafen bei ihm verbracht. Der | |
| liebe Gott – das ist meine religiöse Seite – findet Wege. Es gibt das Lied | |
| von [15][Paul Gerhardt], „Befiehl du deine Wege“. Da heißt es, dass man | |
| seinen Kummer „der allertreusten Pflege“ Gottes befehlen soll, er „wird | |
| auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann“. Das war auch meine Erfahrung | |
| nach seinem Tod: Es gab Wege, wo mein Fuß gehen konnte. Auch wenn ich | |
| zwischendrin gar nicht wusste, wie und wo. Ich habe eine bittere Depression | |
| erlebt. Ich war in einem Zustand, den ich vorher nicht kannte: Ich konnte | |
| mir nicht vorstellen, dass es noch mal schön werden würde. Zugleich hatte | |
| ich meine Kinder, die waren in einem fordernden Alter. | |
| taz: Wie haben Sie das durchgestanden? | |
| Schwan: Ich habe nach dem Tod meines Mannes jahrelang eine Psychoanalyse | |
| gemacht, das war eine befreiende Erfahrung. Ich hätte damals keinen | |
| öffentlichen Job übernehmen können, ich habe mich viel zu unsicher gefühlt, | |
| zu unglücklich. Die Analyse hat mir sehr geholfen. Wobei ich sie nicht | |
| allein wegen des Todes meines Mannes gemacht habe. Das war der Anlass, sich | |
| mit dem zu befassen, was vorher schon verklemmt und überfordert war. | |
| taz: Eine neue Partnerschaft kam damals nicht in Frage? | |
| Schwan: Ich war elf Jahre alleine. Peter Schneider, der Schriftsteller aus | |
| der 68er-Bewegung, den habe ich nach einer Veranstaltung mal nach Hause | |
| gefahren, er hat gefragt: Hast du denn nicht wenigstens mal eine Affäre? | |
| Das interessierte mich nicht. Ich habe nicht gedacht, dass ich noch mal | |
| glücklich werden würde. | |
| taz: Und dann passiert es doch. | |
| Schwan: Dann passiert es doch. Es kam ganz anders, als ich es erhofft | |
| hatte. | |
| taz: Ihr jetziger Ehemann, [16][Peter Eigen], war Weltbank-Manager und | |
| Gründer von [17][Transparency International]. Sie wurden 2004 ein Paar. | |
| Schwan: Die Beziehung zu ihm ist vollkommen anders. Ich glaube, ich hätte | |
| mich in meinen jetzigen Mann nicht verlieben können, als ich noch jünger | |
| war. Er war als junger Mann ganz unpolitisch, eher ein Sunnyboy, er hat | |
| Saxofon und Tennis gespielt, ist viel geritten, das wäre mir viel zu | |
| oberflächlich gewesen. Ich musste erst deutlich älter sein, um die | |
| Unterschiede zwischen uns goutieren zu können. Und er war dann in der | |
| Entwicklungszusammenarbeit der Weltbank überaus engagiert. Wir haben jetzt | |
| viel gemeinsam, aber symbiotisch mag ich es nicht mehr. | |
| taz: Ihr jetziger Mann ist anders als Sie? | |
| Schwan: Er ist überhaupt kein Wissenschaftler, er hat eine ganz andere, | |
| eine emotionale und praktische, auch organisatorische Intelligenz. Peter | |
| ist immer voller Bewunderung, wenn ich im Gespräch etwas über Hegel sage. | |
| Das hat er gerne, aber es ist für ihn eine fremde Welt. Als wir unseren | |
| ersten sentimentalen Spaziergang durch den Grunewald machten, habe ich ihn | |
| gefragt: Was verstehst du unter Korruption? Ich erwartete eine ausgefeilte | |
| Definition. Er sagte: „Ganz einfach: Überm Tisch oder unterm Tisch.“ Das | |
| beschreibt gut den Unterschied zwischen uns und reicht ihm für die Praxis. | |
| Er hat eine sehr gute Intuition in Bezug auf Menschen, ich bin | |
| vertrauensvoller. Er ist in der Weltbank sozialisiert, da lauert die | |
| Konkurrenz überall. Leider hat er mit seinem skeptischen Blick immer mal | |
| wieder recht. Er durchschaut sofort, wenn jemand etwas vor allem aus | |
| Eigeninteresse tut. | |
| taz: Und was verbindet Sie? | |
| Schwan: Wir sind beide politische Aktivisten, so nenne ich das mal. Wir | |
| lieben die Musik und lachen sehr viel zusammen, ihm fällt immer etwas | |
| Verrücktes oder absurd Witziges ein. Er kann sich selbst auch sehr gut als | |
| den Ungebildeten karikieren. Die Liebe hat uns beide schon heftig | |
| ergriffen. Wir umarmen uns sehr gerne, und zwar ständig. Die | |
| Liebesbeziehung zu meinem ersten Mann war wissenschaftlich intensiv, stark | |
| über den Kopf. Das ist hier anders, eher ganzheitlich. | |
| taz: Haben Sie gemeinsame Rituale? | |
| Schwan: Rituale hatten wir immer und bilden sie im Urlaub sofort aus. Wir | |
| gehen jeden Tag um 18 Uhr zusammen an unsere Bar, wie wir sagen, in die | |
| Küche, und trinken einen Sekt. Also nicht, dass wir Säufer sind, aber so | |
| einen Absacker haben wir gerne. Im Urlaub trinke ich lieber Gin Tonic, da | |
| hat er sich auch zu bewegen lassen. | |
| taz: Ist es wichtig, dass man sich Zeit nimmt füreinander? | |
| Schwan: Das ist unbedingt wichtig, zumal im Alter. Es kann ja jeden Tag zu | |
| Ende sein. Was hilft es, wenn man dann noch einen Aufsatz mehr geschrieben | |
| hat, das ist doch völlig unwichtig. Frühstück, Mittag, Abendessen, das ist | |
| alles nicht unendlich lange. Aber wenn sich ein intensives Gespräch ergibt, | |
| dann nehmen wir uns die Zeit. Um 23 Uhr hole ich ihn vom Fernsehen weg, | |
| wenn er seine Krimis hinter sich hat, ich meine drei Zeitungen, dann | |
| erzählen wir uns vom Tag. Was wir erlebt und was wir gelesen haben. Da | |
| lernt man den anderen noch mal besser kennen. | |
| taz: Die Endlichkeit ist Ihnen sehr bewusst. | |
| Schwan: Sehr, und mehr als früher. Die Zeit ist begrenzt. Diese | |
| Vergänglichkeit des Lebens kann ich nicht schönreden. Und wenn ich darüber | |
| nachdenke, muss ich sagen: Ich möchte auch nicht, dass es nicht zu Ende | |
| geht. Das wäre ja eine ständige Repetition. Man könnte das Leben gar nicht | |
| wertschätzen, wenn sich immer alles wiederholen würde. Die Wertschätzung | |
| ist auch eine Folge der Vergänglichkeit. | |
| taz: Und die macht Ihnen keine Angst? | |
| Schwan: Ich frage mich schon, wie es ist, wenn einer alleine zurückbleibt. | |
| Aber da kann man keine Antwort drauf finden. Man muss darauf vertrauen, | |
| dass man mit der Situation dann schon umgehen kann. | |
| taz: Im Alter ist der Tod sehr präsent. | |
| Schwan: Ja, sehr. Vor drei Jahren ist mein Bruder gestorben. Das war für | |
| mich eine ganz schwere Erfahrung. Wir hatten eine enge Beziehung. Seitdem | |
| denke ich viel über die Frage nach: Gibt es ein Wiedersehen? Mein Bruder | |
| und ich, wir haben in der Schule zusammen „Ein deutsches Requiem“ gesungen | |
| von Brahms. Da heißt es „Ihr habt nun Traurigkeit, aber ich will euch | |
| wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand | |
| von euch nehmen“. Als mein Bruder im Sterben lag, habe ich ihm immer wieder | |
| gesagt: Wir werden uns wiedersehen. Mir kommen schon wieder die Tränen … | |
| taz: Glauben Sie denn daran, dass Sie ihn wiedersehen? | |
| Schwan: Das klingt naiv, das ist mir klar. Aber diese Frage beschäftigt | |
| mich seitdem sehr. Mein Glaube ist in dieser Hinsicht im Wandel. Lange habe | |
| ich vor allem durch die wissenschaftliche oder vernünftige Brille auf die | |
| Dinge geschaut, der Glaube musste der Rationalität standhalten. Ich komme | |
| über die Vernunft, Thomas von Aquin, der große katholische Theologe, und | |
| Aristoteles hängen zusammen, und das ist für mich zentral. Mein Mann und | |
| ich, wir unterhalten uns manchmal abends an unserer Bar. Was wird danach? | |
| Ist das wissenschaftlich geschulte Denken der Filter für das, was erlaubt | |
| ist zu glauben? Das ist bei mir nicht mehr so. Ich will natürlich nicht | |
| irgendwelche Gottesbeweise auftischen, die gibt es nicht. Aber ich will das | |
| weiter trennen. | |
| taz: Das wissenschaftliche Denken und der Glaube existieren für Sie | |
| nebeneinander? | |
| Schwan: Es kommt nicht von ungefähr, dass der große Mathematiker Blaise | |
| Pascal zum Mystiker wurde. Das gibt es öfters, auch andere scharfsinnige | |
| Denker waren Mystiker, die die Grenze der Vernunft akzeptierten. Sie geben | |
| ihr Denken nicht auf, und sie spüren trotzdem, dass es noch etwas anderes | |
| gibt, dass der Glaube darüber hinaus reicht. | |
| taz: Was macht Ihren Glauben aus? Gibt es ein Leben nach dem Tod? | |
| Schwan: Es fängt mit der Frage an, was Glauben heißt. Ich halte nicht für | |
| wahr, dass Maria naturalistisch Jesus jungfräulich zur Welt gebracht hat. | |
| Mein Verständnis von Glauben ist zu vertrauen. Ich vertraue auf die Zusage | |
| Gottes, dass er aus Liebe in diese Welt gekommen ist und dass er uns in der | |
| Liebe auffängt. Daneben sind Einzelheiten wenig wichtig. Ich habe es in | |
| meinem Leben auch so erfahren. Gott hat mich in sehr schwierigen | |
| Situationen gehalten, er hat mir Wege gezeigt. Ob es nach dem Tod etwas | |
| geben wird oder nicht? Das weiß ich natürlich nicht, aber intuitiv würde | |
| ich sagen: Ja. Ich gestehe mir die Hoffnung zu, dass es etwas gibt danach, | |
| was man mit Glück bezeichnen kann. | |
| taz: Ihr wissenschaftliches Denken kommt Ihnen dabei nicht in die Quere? | |
| Schwan: Es muss nicht alles nach unserem mühsamen menschlichen System | |
| logisch sein. Ich kann mir zum Beispiel weder vorstellen, dass diese Welt | |
| endlich ist noch dass sie unendlich ist. Es läuft nicht immer alles nach | |
| dem Satz des Widerspruchs. | |
| taz: Sie denken die Grenzen des eigenen Denkens mit. | |
| Schwan: Das ist mein Weg im Glauben, denn ich will ja nicht aufhören, zu | |
| denken. Ich komme zu dem Schluss, dass nicht alles denkbar sein muss. | |
| taz: Sie haben zwei Kinder und Enkelkinder. Wenn Sie mit denen über die | |
| Zukunft sprechen, was sagen Sie? | |
| Schwan: Ich kann ihnen nicht sagen, es wird schon alles gut. Ich kann ihnen | |
| auch nicht sagen, das ist alles nicht so schlimm. Ich kann ihnen nur | |
| vorleben, dass ich die Krisen und Probleme sehe, dass ich nicht die Augen | |
| davor verschließe. Und dass ich trotzdem glaube, Gott gibt uns | |
| Möglichkeiten, dagegen anzugehen. Und zwar nicht total erfolglos. Das kann | |
| ich. | |
| 25 Dec 2025 | |
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