| # taz.de -- Range nach dem „Landesverrat“-Skandal: „Wollte nicht vom Hof … | |
| > Ex-Generalbundesanwalt Range hat sein Vorgehen gegen netzpolitik.org und | |
| > gegenüber dem Justizministerium verteidigt. Er habe sich nicht strafbar | |
| > machen wollen. | |
| Bild: Wollte kein „geprügelter Hund“ sein: Ex-Generalbundesanwalt Harald R… | |
| Berlin dpa | Der im Zuge der Landesverrat-Affäre gefeuerte | |
| Generalbundesanwalt Harald Range hat seine Ermittlungen gegen kritische | |
| Journalisten und seine öffentlichen Attacken gegen Bundesjustizminister | |
| Heiko Maas (SPD) verteidigt. „Ich wollte nicht wie ein geprügelter Hund vom | |
| Hof schleichen, sondern aufrecht durchs Tor gehen – auch um mich nicht | |
| strafbar zu machen“, [1][sagte Range] der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. | |
| Man könne nicht einfach ein Beweismittel austauschen, fügte er mit Blick | |
| auf ein externes Gutachten hinzu, das auf Veranlassung von Maas gestoppt | |
| wurde. Darin war ein externer Fachmann zu dem vorläufigen Schluss gekommen, | |
| dass es sich bei Veröffentlichungen des Blogs netzpolitik.org über | |
| Aktivitäten des Bundesamts für Verfassungsschutz zur Internetüberwachung um | |
| den Verrat von Staatsgeheimnissen handelt. | |
| Range hatte ein Ermittlungsverfahren wegen Landesverrats gegen Redakteure | |
| von netzpolitik.org eingeleitet. Das wurde vielfach als Angriff auf die | |
| Pressefreiheit kritisiert, die Regierung distanzierte sich. Am Dienstag | |
| griff Range Minister Maas frontal an und erklärte: „Auf Ermittlungen | |
| Einfluss zu nehmen, weil deren mögliches Ergebnis politisch nicht opportun | |
| erscheint, ist ein unerträglicher Eingriff in die Unabhängigkeit der | |
| Justiz.“ Noch am selben Tag beantragte Maas Ranges Versetzung in den | |
| Ruhestand. | |
| Nach Informationen der FAZ war der Bundesanwaltschaft schnell klar, dass | |
| sich der Verdacht des Verrats eher gegen Mitarbeiter im Verfassungsschutz | |
| richten würde als gegen die Redakteure. Die habe Range von dem Verfahren | |
| unterrichtet, um eine mögliche Verjährung von Vorwürfen wegen Bestimmungen | |
| des Presserechts zu verhindern. Range habe angedeutet, dass er sich | |
| ansonsten womöglich wegen Strafvereitelung strafbar gemacht hätte, schreibt | |
| die Zeitung. | |
| 7 Aug 2015 | |
| ## LINKS | |
| [1] http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/harald-range-ich-wollte-nicht-wie… | |
| ## TAGS | |
| Harald Range | |
| Netzpolitik.org | |
| Justizministerium | |
| Landesverrat | |
| Schwerpunkt Überwachung | |
| Schwerpunkt Pressefreiheit | |
| Hans-Georg Maaßen | |
| Harald Range | |
| Landesverrat | |
| Schwerpunkt Überwachung | |
| Landesverrat | |
| Schwerpunkt Überwachung | |
| ## ARTIKEL ZUM THEMA | |
| Ermittlungen zu Landesverrat: Finaler Kampf ums Geheime | |
| Nach einem Gutachten des Justizministeriums stehen die Ermittlungen gegen | |
| Netzpolitik.org vor der Einstellung - wenn die Bundesanwaltschaft | |
| mitspielt. | |
| „Landesverrat“-Affäre um Harald Range: Maaßen, der Strippenzieher | |
| Die „Landesverrat“-Affäre ist ein klassisches Schurkenstück. Im Mittelpun… | |
| steht Harald Range. Der wahre Schurke bleibt diskret im Hintergrund. | |
| Unabhängigkeit der Justiz: Straffe Hierachie für Staatsanwälte | |
| Richter und Anwälte streiten über das Weisungsrecht der Politik gegenüber | |
| Staatsanwaltschaften. Anlass: Die Entlassung von Harald Range. | |
| „Landesverrat“-Affäre um Harald Range: Mutiger Terrorjäger | |
| Harald Range ist ein freundlicher älterer Herr. Mutig klagte er Beate | |
| Zschäpe als Mittäterin des NSU an. Bei der NSA-Überwachung blieb er | |
| vorsichtig. | |
| Kommentar Entlassung Harald Range: Neuer Mann, altes Spiel | |
| Range ist das Bauernopfer. Für die umfassende Aufklärung der | |
| Geheimdienstskandale der letzten Jahre reicht das nicht. | |
| „Landesverrat“-Affäre zu Harald Range: Spiel mit gezinkten Karten | |
| Harald Range beschuldigte den Justizminister eines „Eingriffs in die | |
| Justiz“. Der warf ihm vor, die Tatsachen zu verdrehen und entließ ihn | |
| vorzeitig. | |
| Konsequenz der „Landesverrat“-Affäre: Harald Range entlassen | |
| Am Vormittag kritisierte Generalbundesanwalt Range noch eine Weisung des | |
| Justizministeriums als „Eingriff in die Justiz“. Nun wurde er entlassen. |