# taz.de -- Neuer Kalter Krieg: Es muss gar nicht so aussichtslos sein | |
> Russland provoziert, Trump lässt Atom-U-Boote los: Ist in Sachen Ukraine | |
> alles heillos verfahren? Nein, es gäbe durchaus gute Ansätze. | |
Bild: Die USS Ohio, hier noch in Brisbane | |
Ausgerechnet in einer Zeit, in der das politische Washington im | |
Sommerurlaub ist, eskaliert es zwischen den USA und Russland. Das Handeln | |
wird fast ausschließlich Wladimir Putin und Donald Trump überlassen: ein | |
unberechenbares Gemisch. Es ist nicht damit zu rechnen, dass Trumps | |
Ultimatum Putin einlenken lässt. Mit Ultimaten kann man keinen Frieden | |
erzwingen. | |
Ja, wie dann? So aussichtslos wären Verhandlungen gar nicht. Sehen wir uns | |
die Positionen an: Die Ukraine will einen bedingungslosen Waffenstillstand. | |
Und Russland? Es sind vor allem vier Dinge, die Russland fordert: 1. | |
Anerkennung der Realitäten am Boden, 2. Keine NATO-Mitgliedschaft der | |
Ukraine, 3. Neutralität der Ukraine, 4. Schluss mit der Diskriminierung der | |
russischen Sprache. | |
Eigentlich meint die russische Forderung nach Anerkennung der Realitäten am | |
Boden und die ukrainische Forderung nach einem sofortigen Waffenstillstand | |
ein und dasselbe: die Anerkennung der Frontlinie als Demarkationslinie. | |
Dann: Derzeit gibt es in der NATO keinen Konsens zu einer ukrainischen | |
NATO-Mitgliedschaft. Wäre gut, wenn die NATO dies von sich aus erklären und | |
diese Frage auf 2035 vertagen würde. Wer nicht in der NATO ist, ist | |
automatisch blockfrei und neutral. Und letzter Punkt: Die Diskriminierung | |
der russischen Sprache widerspricht der ukrainischen Verfassung, die den | |
Schutz der russischen Sprache garantiert. Bleibt zu hoffen, [1][dass die EU | |
in dieser Frage] einen ähnlichen Druck ausübt [2][wie bei der | |
Korruptionsbekämpfung]. Es würde dem Frieden dienlich sein. | |
Lediglich in einem Punkt scheint eine Einigung nicht möglich: Russland will | |
die Gebiete Lugansk, Donezk, Saporischschja und Cherson. | |
Von der deutschen Regierung sind indes keine Impulse für einen | |
Verhandlungs- und Friedensprozess zu erwarten. Wer gleichzeitig russischen | |
Kriegsdienstverweigerern und demokratischen Aktivisten kein Asyl gewähren, | |
aber [3][den russischen Atomkonzern Rosatom in Lingen weiter wirtschaften | |
lassen] möchte, der handelt nicht hilfreich. | |
3 Aug 2025 | |
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## AUTOREN | |
Bernhard Clasen | |
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