| # taz.de -- Neue KZ-Gedenkstätte in Brandenburg: „Dieser Ort zeigt die Unerb… | |
| > Der Gedenkpark Klinkerwerk erinnert an ein Außenlager des KZ | |
| > Sachsenhausen. Der Ort ist eng mit der Verfolgung homosexueller Menschen | |
| > verbunden. | |
| Bild: Ehemalige Häftlinge des KZ Sachsenhausen and Angehörige gedenken währe… | |
| ORANIENBURG dpa | 70 Jahre nach der [1][Befreiung des Konzentrationslagers | |
| Sachsenhausen] erinnert ein neuer Gedenkort an ein Außenlager. Der | |
| [2][//www.oranienburg.de/verzeichnis/objekt.php?mandat=123935:Geschichtspar | |
| k Klinkerwerk in Oranienburg (Oberhavel)] soll dokumentieren, unter welchen | |
| Bedingungen KZ-Häftlinge dort arbeiten mussten. „Dieser Ort zeigt | |
| exemplarisch die Brutalität, die Unerbittlichkeit und das Ausmaß der | |
| nationalsozialistischen Unterdrückungsmaschine“, sagte Kulturstaatssekretär | |
| Martin Gorholt am Montag vor etwa 300 Gästen. | |
| Für rund 153.000 Euro ist das Areal am Hafenbecken des Oder-Havel-Kanals | |
| umgestaltet worden. Öffnungen in Stahlwänden geben einen Blick auf das | |
| frühere Werksgelände frei, an den Wänden sind mehrsprachig Zitate von | |
| Häftlingen angebracht. Das schon vorhandene Denkmal, ein gemauertes Dreieck | |
| aus vorgefundenen Ziegelsteinen, wurde einbezogen. Es war 1998 bei einem | |
| Workshop mit Schülern entstanden, schilderte ein Sprecher der [3][Stiftung | |
| Brandenburgische Gedenkstätten]. | |
| Das Außenlager wurde 1938 von der SS errichtet. Dort sollten Ziegel für die | |
| Bauvorhaben von Rüstungsminister Albert Speer in Berlin produziert werden. | |
| Das wurde aber nach Darstellung der Stiftung nur ansatzweise umgesetzt. Ab | |
| 1943 wurde das Gelände für die Rüstungsproduktion genutzt. Das Außenlager | |
| war bei den Häftlingen besonders gefürchtet. Die SS nutze es gezielt für | |
| Mordaktionen. | |
| Der Ort hat vor allem für Homosexuelle eine besondere Bedeutung: Nahezu | |
| alle der mit einem rosa Stern gekennzeichneten KZ-Häftlinge wurden 1942 | |
| dorthin verlegt und später ermordet. Bislang sind laut Stiftung die Namen | |
| von etwa 200 Männern bekannt. | |
| Ende 1944 waren in dem Lager knapp 3.500 Häftlinge interniert. Bei einem | |
| Bombenangriff am 10. April 1945 wurden die Anlagen fast vollständig | |
| zerstört, mehr als 200 Häftlinge starben. | |
| 20 Apr 2015 | |
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