# taz.de -- Nachrichten im Ukraine-Krieg: Putin und Trump loben sich gegenseitig | |
> Donald Trump und Wladimir Putin traten nach ihrem Treffen gemeinsam vor | |
> die Presse. Beide Männer nutzten ihre Reden für gegenseitige | |
> Schmeicheleien. | |
Bild: Sie betreten gemeinsam die große Bühne, um sich gegenseitig zu schmeich… | |
US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin kommen | |
heute in Anchorage, Alaska, zu ihrem ersten bilateralen Gipfel seit sieben | |
Jahren zusammen. Hauptthema sind Möglichkeiten für eine Waffenruhe in der | |
Ukraine. | |
## Das Wichtigste vor dem Treffen: | |
Gipfelbeginn: 11:00 Uhr Ortszeit (21:00 Uhr MESZ) auf US-Militärstützpunkt | |
in Alaska | |
Lawrow: Russland bringt „klare und verständliche Position“ mit | |
Donald Trump und Wladimir Putin begrüßen sich mit Handschlag in Alaska | |
## Putin spricht von „Übereinkunft“ mit Trump zur Ukraine | |
1.18 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach eigenen Angaben bei | |
seinem direkten Gespräch mit US-Präsident Donald Trump eine „Übereinkunft�… | |
zur Zukunft der Ukraine erzielt. Europa sollte „die aufkeimenden | |
Fortschritte nicht torpedieren“, warnte Putin am Freitag nach seinem | |
Gipfeltreffen mit Trump, an dem auch die Außenminister sowie Berater beider | |
Länder teilnahmen. | |
Mit einem US-Präsidenten Donald Trump im Weißen Haus wäre der Ukraine-Krieg | |
nach den Worten von Kremlchef Wladimir Putin nicht ausgebrochen. Das | |
betonte Putin bei einer Pressekonferenz nach einem mehrstündigen Treffen | |
mit Trump in Anchorage in Alaska und hob seinen guten Kontakt zum | |
US-Präsidenten hervor. Der russische Präsident erklärte, dass Moskau | |
„ehrlich interessiert“ an einem Ende der Krise sei. | |
Trump erklärte, er habe zwar noch nicht mit dem ukrainischen Staatschef | |
Wolodymyr Selenskyj gesprochen, werde dies aber bald tun. Auch mit | |
europäischen Staats- und Regierungschefs werde er zeitnah sprechen. Trump | |
ergänzte, er „habe großartige Fortschritte“ bei der Unterredung mit Putin | |
erzielt. Dann beendeten Trump und Putin ihren Presseauftritt, ohne Fragen | |
zu beantworten oder Einzelheiten zu ihrem Gipfeltreffen zu nennen. (dpa) | |
## Putin lobt Gespräch mit Trump als konstruktiv | |
01.04 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach dem Treffen mit | |
seinem US-Kollegen Donald Trump in Alaska ein positives Fazit des Gipfels | |
gezogen. Die Gespräche seien konstruktiv und inhaltsreich verlaufen, sagte | |
Putin in Anchorage bei einer Pressekonferenz, bei der er zuerst das Wort | |
erhielt. „Wir haben mit Herrn Trump gute direkte Kontakte aufgebaut“, sagte | |
Putin. Die Verhandlungen dauerten demnach 2 Stunden und 45 Minuten. (dpa) | |
## Gipfel gestartet, Trump und Putin in einem Auto | |
22:08 Uhr: Der weltweit mit Hoffnung und Sorge verfolgte | |
amerikanisch-russische Gipfel von Präsident Donald Trump und Kremlchef | |
Wladimir Putin über die Zukunft der Ukraine hat in Alaska begonnen. Trump | |
und Putin begrüßten sich auf einem roten Teppich nach ihrer Landung auf | |
einem Militärflugplatz in Anchorage lächelnd und mit einem langen | |
Handschlag. | |
Nach einem Foto auf einer kleinen Bühne stiegen beide überraschend in | |
Trumps Auto und fuhren gemeinsam zum Tagungsort. Dort saßen sie zunächst | |
bei einem Empfang vor Pressevertretern mit ihren Delegationen zusammen. | |
Gerufene Fragen der Reporter zu einer möglichen Waffenruhe beantworteten | |
sie nicht. Die Staatschefs saßen vor einer blauen Wand mit der Aufschrift | |
„Pursuing Peace“ („Frieden anstreben“). | |
Ein zunächst geplantes Einzelgespräch von Trump und Putin wurde derweil | |
kurz vor dem Treffen durch Verhandlungen zu sechst ersetzt: Das Weiße Haus | |
teilte mit, Außenminister Marco Rubio und der Sondergesandter Steve Witkoff | |
würden dafür an Trumps Seite sitzend an den Verhandlungen teilnehmen. Die | |
größere Runde könnte das Ziel haben, dass Trump anders als in einem | |
Einzelgespräch mit Putin von nicht haltbaren Zusagen absieht und sich von | |
ihm nicht vereinnahmen lässt. | |
Der US-Präsident hatte vor dem Zusammentreffen betont, keine Vereinbarungen | |
über die Ukraine ohne Einbezug Kiews zu schließen und drang erneut auf eine | |
sofortige Waffenruhe. Er wolle Putin an den Verhandlungstisch bringen, um | |
den Krieg zu beenden, so Trump. Beide Männer hätten großen Respekt | |
voreinander, betonte der US-Präsident. (dpa) | |
## Trump: Reise schnell ab, wenn Treffen mit Putin nicht gut läuft | |
20.37 Uhr: US-Präsident Donald Trump erwartet, dass sein Treffen mit | |
Kremlchef Wladimir Putin in Alaska „sehr gut“ verlaufen wird. Sollte dies | |
jedoch nicht der Fall sein, „werde ich sehr schnell wieder nach Hause | |
reisen“, erklärte Trump vor seiner Ankunft in der Gipfelstadt Anchorage an | |
Bord der Air Force One im Gespräch des Journalisten Bret Baier vom | |
konservativen Nachrichtensender Fox News. „Dann gehe ich weg, ja“, fügte er | |
hinzu. | |
Trump postete zudem einen Videoclip mit weiteren Interviewaussagen an Bord | |
der Air Force One. Auf die Frage, was den Gipfel aus seiner Sicht zum | |
Erfolg machen würde, antwortete er: „Ich will schnell eine Waffenruhe | |
sehen. Ich weiß nicht, ob es heute klappt, aber ich wäre nicht glücklich, | |
wenn es heute nicht klappt“, sagte er vor Reportern. „Ich mache hier mit, | |
um das Töten zu stoppen“, ergänzte er mit Blick auf den Ukraine-Krieg. (ap) | |
## Trump dringt erneut auf Ukraine-Waffenruhe | |
20.15 Uhr: Kurz vor dem historischen Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin | |
hat US-Präsident Donald Trump erneut auf eine Feuerpause in der Ukraine | |
gedrungen. „Ich will eine Waffenruhe“, sagte Trump vor Ankunft seines | |
Flugzeugs Air Force One in der Gipfelstadt Anchorage. „Ich weiß nicht, ob | |
es heute klappt, aber ich wäre nicht glücklich, wenn es heute nicht | |
klappt“. Nichts sei in Stein gemeißelt. (dpa) | |
Trump will Ukraine Entscheidung über Gebietsabtretung überlassen | |
14.52 Uhr: US-Präsident Donald Trump will der Ukraine die Entscheidung über | |
mögliche Gebietsabtretungen an Russland überlassen. Dies sagt er auf dem | |
Flug zu seinem Gipfeltreffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin | |
in Alaska. Trump zeigt sich zuversichtlich mit Blick auf die Gespräche: | |
„Daraus wird etwas entstehen.“ Er deutet jedoch auch an, dass das Treffen | |
„schwerwiegende Konsequenzen“ haben könnte. | |
Zudem betonte Trump seine Zusammenarbeit mit den europäischen Staaten in | |
der Ukraine-Frage. Putin bezeichnete er unterdessen als „klugen Kerl“ – e… | |
solcher sei er aber ebenfalls. „Es herrscht auf beiden Seiten großer | |
Respekt“, so Trump, der betonte, dass Putin zahlreiche Wirtschaftsbosse aus | |
Russland mitbringe und großes Interesse an einer Zusammenarbeit mit den USA | |
habe. Falls Putin aber keinen Frieden in der Ukraine anstrebe, drohte der | |
US-Präsident mit schweren wirtschaftlichen Konsequenzen für Moskau. Die | |
anhaltenden russischen Angriffe in der Ukraine wertete er als | |
Verhandlungstaktik: „Putin glaubt, das gäbe ihm Stärke in den Gesprächen, | |
ich glaube, es schadet ihm.“ (rtr/dpa) | |
🐾 Darüber, ob man verhandelte Gebietsabtretungen in Kauf nehmen muss, um | |
den Krieg zu beenden, gibt es in der taz-Redaktion Dissens. [1][Ein Pro und | |
Contra zwischen Kollegen]. | |
## Papst Leo betet vor US-Russland-Gipfel für Frieden | |
14.42 Uhr: Vor dem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Kremlchef | |
Wladimir Putin in Alaska hat [2][Papst Leo XIV]. für Frieden gebetet. Bei | |
einer Messe in Castel Gandolfo, etwa eine halbe Stunde von Rom entfernt, | |
schloss er zum Hochfest Mariä Himmelfahrt am Freitag die Bitte für ein Ende | |
der „zunehmend ohrenbetäubenden Gewalt“ weltweit in das Angelusgebet mit | |
ein, ohne dabei das Treffen in Alaska zu erwähnen. Der 69-Jährige hat | |
jedoch mehrfach zum Dialog aufgerufen und ein Ende des Krieges in der | |
Ukraine eingefordert, auch in Gesprächen mit Putin und dem ukrainischen | |
Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. | |
Der Papst erinnerte daran, dass sein Vorgänger Papst Pius XII. auf dem | |
Höhepunkt des Zweiten Weltkriegs die Hoffnung formulierte, dass Kriege nie | |
mehr Menschenleben zerstören. Doch auch heute fühle man sich im Angesicht | |
der Gewalt noch machtlos, sagte Leo XIV. „Wir dürfen uns nicht der | |
vorherrschenden Logik bewaffneter Konflikte hingeben“, erklärte er. | |
Bei seiner Ankunft in Castel Gandolfo in dieser Woche sagte Leo zu | |
Journalisten, er hoffe, dass der Gipfel zwischen Putin und Trump zumindest | |
eine Waffenruhe hervorbringe. Der Krieg dauere bereits zu lange, es gebe zu | |
viele Tote, und es sei kein Ende in Sicht. In Castel Gandolfo liegt die | |
päpstliche Sommerresidenz. Die Rückkehr des Pontifex in den Vatikan ist für | |
Dienstag geplant. (ap) | |
## Nawalny-Witwe fordert von Putin Freilassung von Kriegsgegnern bei | |
Trump-Gipfel | |
14.23 Uhr: Die Witwe des in russischer Haft gestorbenen russischen | |
Oppositionellen [3][Alexej Nawalny] hat Kreml-Chef Wladimir Putin und | |
US-Präsident Donald Trump aufgefordert, eine Vereinbarung zur Freilassung | |
russischer und ukrainischer politischer Gefangener zu treffen. „Befreien | |
Sie russische politische Aktivisten und Journalisten. Befreien Sie | |
ukrainische Zivilisten. Befreien Sie diejenigen, die wegen | |
Anti-Kriegs-Äußerungen und Social-Media-Beiträgen inhaftiert sind“, sagte | |
Julia Nawalnaja in einer am Freitag veröffentlichten Videobotschaft an | |
Putin und Trump gerichtet. | |
„Sie müssen einen unumkehrbaren Schritt tun, etwas, was nicht rückgängig | |
gemacht werden kann“, forderte Nawalnaja an die beiden Staatschefs | |
gerichtet. Putin und Trump kommen am Freitag in Alaska zu einem mit | |
Spannung erwarteten Gipfel zusammen. In der Vergangenheit hatten sie | |
bereits Vereinbarungen zur Freilassung von Russen und US-Bürgern getroffen, | |
die im jeweils anderen Land inhaftiert waren. | |
Im August vergangenen Jahres war es zum größten Gefangenenaustausch | |
zwischen Russland und dem Westen seit dem Kalten Krieg gekommen. Dabei | |
wurden unter anderem der US-Reporter Evan Gershkovich und mehrere | |
Oppositionspolitiker aus russischer Haft entlassen. Im Gegenzug durfte | |
unter anderem der in Deutschland inhaftierte „Tiergarten-Mörder“ Vadim | |
Krasikow nach Russland ausreisen. | |
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 | |
sind Tausende Menschen in Russland, die dem Krieg kritisch gegenüber | |
stehen, bestraft oder inhaftiert worden. Nach dem Einmarsch in die Ukraine | |
verabschiedete Moskau zudem scharfe Zensurgesetze, die jede Kritik an der | |
russischen Armee verbieten. | |
Nach Angaben aus Kiew werden Tausende ukrainische Zivilisten in Russland | |
und in den von der russischen Armee besetzten Teilen der Ukraine | |
festgehalten. (afp) | |
🐾 Im Februar jährte sich der Tod Nalwalnys zum ersten Mal. Korrespodentin | |
Inna Hartwich [4][berichtete über die Opposition], die nun im Exil oder im | |
Untergrund lebt – und total gespalten ist. | |
Trump mit US-Delegation unterwegs nach Alaska | |
14.12 Uhr: Das Weiße Haus teilt mit, US-Präsident Donald Trump, | |
Außenminister Marco Rubio, Handelsminister Howard Lutnick, Finanzminister | |
Scott Bessent und der Direktor des Nationalen Geheimdienstes, John | |
Ratcliffe, seien auf dem Weg nach Alaska. Trump schrieb auf seiner | |
Plattform Truth Social vor der Abreise nur: „Es steht viel auf dem | |
Spiel!!!“ („HIGH STAKES!!!“). | |
Der 79-Jährige verließ am frühen Morgen in Washington das Weiße Haus und | |
stieg wenig später in die Präsidentenmaschine Air Force One, wie auf | |
TV-Aufnahmen zu sehen war. Trump wird laut Planung der US-Regierung um | |
21.00 Uhr MESZ beim Tagungsort in Anchorage in Alaska landen. | |
Das französische Präsidialamt teilt unterdessen mit, Präsident Emmanuel | |
Macron und sein ukrainischer Amtskollege Wolodymyr Selenskyj wollten sich | |
nach dem Gipfel in Alaska treffen. Dies hätten die beiden Staats- und | |
Regierungschefs in einem Telefonat vereinbart. (rtr/dpa) | |
## Mehrheit erwartet keinen Ukraine-Einsatz von Trump | |
13.41 Uhr: Eine Mehrheit der Deutschen zweifelt laut einer aktuellen | |
Umfrage daran, dass sich US-Präsident Donald Trump bei seinem Treffen mit | |
Kremlchef Wladimir Putin klar für die Ukraine einsetzen wird. In einer | |
Befragung des Meinungsforschungsinstituts Civey für den Nachrichtensender | |
Welt TV äußerten 63 Prozent entsprechende Skepsis. Nur 14 Prozent der | |
Befragten gaben an, dass sich der Republikaner für das von Russland | |
angegriffene Land starkmachen werde. 23 Prozent waren unentschieden über | |
die Absichten Trumps. Die Befragung ist den Angaben zufolge repräsentativ. | |
Eine Mehrheit der Deutschen (55 Prozent) gab darin auch an, dass die | |
Verhandlungsmacht bei den Gesprächen ihrer Ansicht nach eindeutig oder eher | |
beim russischen Präsidenten liegt. Nur 15 Prozent der Befragten schrieben | |
demnach Trump die größere Verhandlungsmacht zu. 30 Prozent legten sich bei | |
der Frage nicht fest. (dpa) | |
## Putin lobt nordkoreanische Soldaten in Brief an Kim als „heldenhaft“ | |
12.55 Uhr: In einem Brief an den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un | |
hat Kremlchef Wladimir Putin am Freitag die gegen die Ukraine entsandten | |
nordkoreanischen Soldaten als „heldenhaft“ gelobt. Wie nordkoreanische | |
Staatsmedien weiter berichteten, erinnerte Putin in dem Brief daran, wie | |
Einheiten der sowjetischen Roten Armee und die nordkoreanischen | |
Streitkräfte gemeinsam für die Befreiung von der japanischen Herrschaft | |
gekämpft hätten. Japan hatte am 15. August 1945 im Zweiten Weltkrieg | |
kapituliert. | |
Putin verwies nun auf die jahrzehntelangen, militärischen Bande zwischen | |
Russland und Nordkorea. „Das wurde voll bestätigt durch die heldenhafte | |
Beteiligung der Soldaten Nordkoreas an der Befreiung des Gebietes der | |
Region Kursk von den ukrainischen Besatzern“, hob Putin laut der | |
nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA hervor. „Das russische Volk wird | |
für immer ihren Mut und ihre Selbstaufopferung in Erinnerung behalten.“ Er | |
fügte demnach hinzu, dass beide Länder weiterhin zusammen ihre | |
„Souveränität verteidigen“ und „einen bedeutenden Beitrag zur Errichtung | |
einer gerechten und multipolaren Weltordnung leisten“ würden. | |
Russland und Nordkorea haben ihre Verbindungen in den vergangenen Jahren | |
infolge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine verstärkt. Beide | |
unterzeichneten einen gegenseitigen Verteidigungspakt im vergangenen Jahr. | |
Im April bestätigte Pjöngjang erstmals, dass nordkoreanische Soldaten nach | |
Russland zum Kampf gegen die ukrainische Armee geschickt worden seien. Nach | |
westlichen Angaben wurden mehr als 10.000 Nordkoreaner nach Kursk | |
geschickt, wo die Ukraine im vergangenen Jahr überraschend bei einem | |
Vorstoß ein großes russisches Territorium besetzt hatte. Inzwischen wurden | |
die Ukraine wieder zurückgeschlagen. Etwa 600 Nordkoreaner wurden nach | |
südkoreanischen Angaben getötet und Tausende verletzt. | |
Putins Brief an Kim fiel mit einem Besuch einer russischen Delegation in | |
Pjöngjang zusammen. Der Präsident der russischen Duma, Wjatscheslaw | |
Wolodin, dankte Kim dabei für die Entsendung der „exzellenten Soldaten“ | |
nach Russland, wie KCNA weiter berichtete. Die russische Delegation war am | |
Donnerstag mit militärischen Ehren empfangen worden, sie besuchte Nordkorea | |
anlässlich „des 80. Jahrestags der Befreiung Koreas“. | |
Kim erklärte, der Besuch der russischen Delegation werde die Beziehungen | |
beider Länder weiter stärken. Er verwies auch noch einmal darauf, dass er | |
zwei Tage zuvor mit Putin am Telefon gesprochen habe und beide sich einig | |
gewesen seien, die bilaterale Zusammenarbeit auszubauen. | |
## Ukraine greift russische Ölraffinerie an | |
12.51 Uhr: Die Ukraine hat nach Angaben ihres Militärs eine russische | |
Ölraffinerie angegriffen. Die große Ölraffinerie des Energiekonzerns | |
Rosneft in Sysran, rund 800 Kilometer von der Frontlinie entfernt, habe | |
Flugbenzin produziert und die russische Armee versorgt, erklärte der | |
ukrainische Generalstab am Freitag. Nicht verifizierte Aufnahmen in | |
Onlinenetzwerken zeigten mehrere Brände und Rauch. | |
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff im Südwesten Russlands wurde nach | |
russischen Angaben eine Frau getötet. Zehn weitere Menschen seien bei dem | |
Angriff auf einen Wohnblock verletzt worden, erklärte der Gouverneur der | |
Region Kursk, Alexander Chinschtein, im Onlinedienst Telegram. | |
Auch Russland führte nach ukrainischen Angaben neue Angriffe auf die | |
Ukraine aus. Dabei wurden den Behörden in den Regionen Charkiw und Donezk | |
zufolge in den vergangenen 24 Stunden sechs Zivilisten getötet. | |
Die ukrainische Luftwaffe erklärte, Russland habe über die Nacht 97 Drohnen | |
abgefeuert. Von der russischen Armee hieß es, die Ukraine habe 53 Drohnen | |
gestartet. | |
Seit Beginn des russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine im Februar 2022 | |
setzt die Ukraine Drohnen gegen russische Infrastruktur ein. Kiew | |
bezeichnet die Angriffe als Reaktion auf die täglichen Raketen- und | |
Drohnenangriffe Russlands auf die Ukraine. | |
Die jüngsten Angriffe erfolgten kurz vor einem mit Spannung erwarteten | |
Gipfeltreffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und | |
US-Präsident Donald Trump am Freitag im US-Bundesstaat Alaska. Dabei soll | |
es nach Angaben des Kreml um eine „Beilegung der Ukraine-Krise“ gehen. | |
Nicht eingeladen ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. (afp) | |
12.45 Uhr: Auf dem Weg zum Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump in | |
Alaska hat der russische Staatschef Wladimir Putin das Gebiet Magadan im | |
Fernen Osten seines Riesenreichs besucht. Der Kremlchef nutze die | |
Gelegenheit solcher Fernreisen auch, um sich um die russischen Regionen zu | |
kümmern, kommentierte sein Sprecher Dmitri Peskow. | |
Magadan liegt Luftlinie etwa 6.000 Kilometer östlich von Moskau. Das dünn | |
besiedelte Gebiet am Ochotskischen Meer hat historisch einen traurigen Ruf | |
als Ort von Lagern und Gefängnissen. Es lebt heute von Bergbau und | |
Fischfang. Putin sollte in der Gebietshauptstadt Magadan eine Fabrik, | |
Sport- und Kulturzentren besuchen, wie die staatliche Nachrichtenagentur | |
Tass meldete. | |
Danach sind es noch gut 3.000 Kilometer Flug bis nach Anchorage, in die | |
größte Stadt des nördlichen US-Bundesstaates Alaska. Dort soll das Treffen | |
mit Trump stattfinden, bei dem es vor allem um Russlands Krieg gegen die | |
Ukraine gehen soll. Wegen der Zeitverschiebung beginnt der Gipfel nach | |
mitteleuropäischer Sommerzeit am späten Freitagabend. (dpa) | |
## Umfeld russischer Regierung: Kompromiss scheint möglich | |
11.48 Uhr: Im Vorfeld des US-russischen Gipfeltreffens in Alaska sieht das | |
Umfeld der Regierung in Moskau Möglichkeiten für einen Kompromiss zur | |
Ukraine. Es gebe Zeichen, dass die russische Regierung dazu bereit sein | |
könnte, sagt eine der Führung in Moskau nahestehende Person. Es sehe so | |
aus, als hätten beide Seiten eine Grundlage gefunden. „Anscheinend wird man | |
sich auf einige Bedingungen einigen… denn Trump kann man nichts abschlagen, | |
und wir sind (wegen des Sanktionsdrucks) nicht in der Lage, abzulehnen“, | |
sagt die Person, die ihren Namen nicht nennen wollte. Insider erklären, es | |
sei damit zu rechnen, dass sowohl Russland als auch die Ukraine schwierige | |
Kompromisse eingehen müssten. Der russische Außenminister Sergej Lawrow, | |
Mitglied der russischen Delegation in Alaska, sagt, die Moskauer Regierung | |
gebe ihre Verhandlungsstrategie niemals vorher bekannt. | |
## EU-Außenpolitiker Michael Gahler (CDU): „Punktsieg für Putin“ | |
10.34 Uhr: Michael Gahler, außenpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im | |
EU-Parlament, ist skeptisch, ob der heutige Alaska-Gipfel von US-Präsident | |
Donald Trump mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin greifbare | |
Ergebnisse bringt. „Der Aggressor Putin bekommt nette Bilder für die | |
russische und internationale Öffentlichkeit, ohne auch nur ein Jota von | |
seinen maximalistischen und imperialistischen Forderungen abzugehen“, | |
erklärte der CDU-Politiker im Fernsehsender phoenix und fügte hinzu: „Er | |
wird auf die Weltbühne zurückgeholt. Das ist ein Punktsieg für Putin.“ | |
Russland mache keinerlei Anstalten, sich auf einen Waffenstillstand | |
einzulassen, der aber Voraussetzung sei, um zu weiteren Verhandlungen zu | |
kommen. In der Konsequenz müsse dies dafür sorgen, dass Europa in seiner | |
Hilfestellung für die Ukraine nicht nachlassen dürfe. „Das heißt, dass wir | |
im finanziellen, aber auch im zivilen Bereich, wohlmöglich auch | |
insbesondere militärisch die Unterstützung verstärken“, glaubte Gahler. Ein | |
realistischer Weg sei der Ankauf von Waffen in den USA, um diese dann an | |
die Ukraine weiterzuliefern. | |
Im Zusammenhang mit der von NATO-Generalsekretär Mark Rutte beförderten | |
Diskussion über sogenannte ukrainische Gebietsabtretungen kritisierte der | |
CDU-Politiker den NATO-Chef nachdrücklich. „Diese Äußerungen habe ich als | |
höchst unglücklich empfunden. So etwas sagt man nicht öffentlich vor | |
Verhandlungen“, meinte Gahler. Faktisch gebe es allerdings kaum eine | |
Alternative, rechtlich einerseits die von Russland besetzten Gebiete nicht | |
anzuerkennen, aber andererseits akzeptieren zu müssen, dass zunächst ein | |
Teil der Ukraine besetzt bleibe. „Die Menschen, die dort leben, sind in | |
einer rechtlosen Situation. Das ist das eigentliche Drama“, wies der | |
Christdemokrat auf Willkür, Verhaftungen, Folter und Grausamkeiten der | |
russischen Besetzer hin. (ots) | |
## Lawrow: Kommen mit klarer Position zu Gipfel | |
09.20 Uhr: Russland kommt nach Worten von Außenminister Sergej Lawrow mit | |
einer klaren Position zum Gipfeltreffen mit den USA nach Alaska. Er wolle | |
keinen Ergebnissen vorgreifen, sagte Lawrow bei der Ankunft in Anchorage | |
dem staatlichen russischen Fernsehsender Rossija-24. „Wir wissen, dass wir | |
Argumente haben, eine klare und verständliche Position. Wir werden sie | |
darlegen.“ | |
Vieles für das Treffen der Präsidenten Wladimir Putin und Donald Trump in | |
dem nördlichen US-Bundesstaat sei beim Besuch des US-Unterhändlers Steve | |
Witkoff in Moskau vergangene Woche vorbereitet worden. Man hoffe darauf, | |
diese „nützliche Unterhaltung“ fortzusetzen, sagte Lawrow. | |
Trump will bei dem Treffen über eine Waffenruhe in der Ukraine und ein Ende | |
des Krieges sprechen. Putin, auf dessen Befehl Russland die Ukraine | |
angegriffen hat, lässt bislang kein Einlenken erkennen. Wegen der | |
Zeitverschiebung beginnt der Gipfel erst am späten Freitagabend deutscher | |
Zeit. (dpa) | |
## Angriffe in Russland | |
09.43 Uhr: Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht zu | |
Freitag die Ölraffinerie Sysran in der russischen Oblast Samara | |
angegriffen. Es habe Explosionen gegeben, ein Feuer sei ausgebrochen, teilt | |
das Militär auf Telegram mit. Die Raffinerie produziert nach eigenen | |
Angaben eine Reihe von Kraftstoffen und ist eine der größten des | |
Rosneft-Konzerns. Angaben zum Kampfgeschehen lassen sich meist nicht | |
unabhängig überprüfen. (rtr) | |
08:05 Uhr: Bei einem ukrainischen Drohnenangriff im Südwesten Russlands ist | |
nach russischen Angaben eine Frau getötet worden. Zehn weitere Menschen | |
seien bei dem Angriff auf einen Wohnblock verletzt worden, erklärte der | |
Gouverneur der Region Kursk, Alexander Chinschtein, am Freitag im | |
Onlinedienst Telegram. (afp) | |
07.20 Uhr: Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben den Hafen von | |
Olja in der russischen Oblast Astrachan angegriffen. Bei dem Beschuss am | |
Donnerstag sei ein Schiff getroffen worden, das Drohnen-Teile und Munition | |
aus dem Iran geladen habe, teilt das ukrainische Militär mit. Russland | |
nutze den Hafen als wichtiges Logistikzentrum für die Lieferung von | |
Rüstungsgütern aus dem Iran. Astrachan grenzt an das Kaspische Meer, an dem | |
auch der Iran liegt. (rtr) | |
## „We stand with Ukraine“ – Protest in Alaska vor Gipfel | |
O6.56 Uhr: In der größten Stadt des US-Bundesstaats Alaskas haben Bewohner | |
gegen das dort geplante Treffen von Präsident Donald Trump mit Kremlchef | |
Wladimir Putin protestiert. Am Vortag des Gipfels in Anchorage versammelten | |
sich rund 140 Demonstrierende an einer Straßenkreuzung, um mit Schildern | |
sowie ukrainischen und amerikanischen Flaggen ihrem Unmut Luft zu machen. | |
Viele Autofahrer hupten beim Vorbeifahren zur Unterstützung, ein | |
Lastwagenfahrer ließ seine Hupe besonders laut und lange ertönen. | |
Zu den Protestierenden gehörte auch die aus dem Raum Stuttgart stammende | |
Deutsche Petra, sie lebt seit Jahrzehnten in Alaska. Sie verwies darauf, | |
dass das US-Militär dort regelmäßig Verteidigungsübungen abhält, die auch | |
Szenarien möglicher Angriffe aus Russland umfassen – und kritisierte, dass | |
zugleich dem russischen Präsidenten bei seinem Besuch ein roter Teppich | |
ausgerollt werde. | |
Ähnlich äußerte sich Cristy Willer. „Es ist sehr wichtig, der Welt | |
klarzumachen, dass Alaska (…) dieses Treffen und die Menschen, die daran | |
teilnehmen, nicht wirklich gutheißt“, sagte sie. Dass der ukrainische | |
Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht eingeladen sei, ergebe keinen Sinn. | |
Ihre Freundin Susan Soule ergänzte: „Die Menschen sind wirklich besorgt. | |
Sie leiden mit der Ukraine. Sie sind wütend, dass Trump unser Präsident | |
ist.“ | |
Unter den Teilnehmenden waren auch zwei Frauen, die in der Flüchtlingshilfe | |
tätig sind. Sie demonstrierten nach eigenen Angaben stellvertretend für in | |
Alaska lebende Ukrainerinnen und Ukrainer, die sich trotz | |
Aufenthaltsgenehmigung aus Sorge vor den Folgen von Trumps | |
Migrationspolitik nicht offen an den Protesten beteiligen wollten. | |
Hintergrund seien Razzien der Einwanderungsbehörde ICE, die es derzeit in | |
ganz Amerika gibt. (dpa) | |
🐾 Der US-Präsident redet davon, der Ukraine den Tausch von besetzten gegen | |
unbesetzte Gebiete anzubieten. Betroffene Menschen drohen mit Protesten. | |
[5][Juri Larin beritet aus der Ukraine.] | |
Trump: Treffen mit Putin als Vorbereitung für „sehr wichtigen“ Dreiergipfel | |
06.19 Uhr: Vor seinem mit Spannung erwarteten Gipfel mit dem russischen | |
Staatschef Wladimir Putin zum Ukraine-Krieg hat US-Präsident Donald Trump | |
erneut die Erwartungen gedämpft und auf die Möglichkeit eines Scheiterns | |
der Gespräche verwiesen. Trump sagte am Donnerstag (Ortszeit) bei Fox News | |
Radio, das Treffen diene insbesondere der Vorbereitung eines wichtigeren | |
Dreigipfels mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. | |
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) forderte am Freitag, Putin müsse das | |
Gesprächsangebot Trumps ernst nehmen und nach dem Treffen in Verhandlungen | |
mit der Ukraine eintreten. | |
Trump erklärte, das Zweiertreffen mit Putin am Freitag im US-Bundesstaat | |
Alaska könne auch scheitern. „Dieses Treffen bereitet ein zweites Treffen | |
vor, aber es gibt ein Risiko von 25 Prozent, dass dieses Treffen kein | |
erfolgreiches Treffen sein wird“, sagte Trump zu Fox News Radio. „Das | |
zweite Treffen (ein möglicher Dreiergipfel) wird sehr, sehr wichtig, denn | |
bei diesem Treffen werden sie einen Deal machen.“ | |
Der US-Präsident schien auch wieder auf seinen Vorschlag eines | |
„Gebietstauschs“ zwischen Russland und der Ukraine als Weg für eine | |
Friedenslösung zurückzukommen. „Ich will nicht den Begriff ‚etwas | |
aufteilen‘ benutzen“, sagte Trump. „Aber wissen Sie, zu einem gewissen Gr… | |
ist das kein schlechter Begriff. Es wird bei Grenzen und Territorien ein | |
Geben und Nehmen geben.“ Selenskyj lehnt es entschieden ab, ukrainische | |
Gebiete an Russland abzutreten. | |
Später betonte Trump vor Journalisten, er werde sich von Putin nicht | |
einschüchtern lassen. „Ich bin Präsident, und er wird sich nicht mit mir | |
anlegen“, erklärte Trump. „Ich werde innerhalb der ersten zwei, drei, vier | |
oder fünf Minuten wissen, ob es ein gutes oder ein schlechtes Treffen | |
wird“, betonte er. „Wenn es ein schlechtes Treffen ist, wird es sehr | |
schnell zu Ende sein, und wenn es ein gutes Treffen ist, werden wir in | |
naher Zukunft Frieden erreichen.“ | |
In einer Erklärung des Bundeskanzlers hieß es am Freitag: „Dreieinhalb | |
Jahre nach dem völkerrechtswidrigen Angriff auf die Ukraine hat Russland | |
heute die Gelegenheit, einem Waffenstillstand zuzustimmen und die | |
Feindseligkeiten einzustellen. Wir erwarten von Präsident Putin, dass er | |
das Gesprächsangebot von Präsident Trump ernst nimmt und nach dem Treffen | |
in Alaska ohne Bedingungen in Verhandlungen mit der Ukraine eintritt.“ | |
Ziel müsse ein Gipfel sein, an dem auch Selenskyj teilnimmt. „Dort muss ein | |
Waffenstillstand vereinbart werden. Die Ukraine braucht starke | |
Sicherheitsgarantien. Territoriale Fragen können nur mit dem Einverständnis | |
der Ukrainer entschieden werden“, betonte Merz. Diese Botschaften hätten | |
die Verbündeten Präsident Trump „mit Klarheit und Geschlossenheit“ mit auf | |
den Weg gegeben. | |
Kreml-Vertreter Juri Uschakow sagte am Donnerstag, zunächst sollten direkte | |
Gespräche zwischen Trump und Putin stattfinden, an denen lediglich | |
Übersetzer teilnehmen sollen. Anschließend sollen die Delegationen der | |
beiden Staaten Verhandlungen führen. | |
Putin bewertete die Bemühungen der USA zur Beendigung des Ukraine-Kriegs | |
positiv. „Die US-Regierung (…) unternimmt meiner Ansicht nach ganz | |
energische und aufrichtige Anstrengungen, um die Kämpfe zu beenden, aus der | |
Krise herauszukommen und zu Vereinbarungen zu gelangen, die alle | |
beteiligten Parteien zufriedenstellen“, sagte Putin nach Angaben des Kreml. | |
Der ukrainische Präsident Selenskyj suchte derweil weiter die Unterstützung | |
seiner europäischen Verbündeten. In London traf er am Donnerstag den | |
britischen Premierminister Keir Starmer. | |
Am Vortag hatte sich Selenskyj bereits mit Merz in Berlin getroffen. Beide | |
berieten ebenso wie die Staats- und Regierungschefs weiterer europäischer | |
Staaten während einer Videoschalte mit Trump über dessen Treffen mit Putin. | |
Aus Sorge, Trump und Putin könnten über die Köpfe der Ukraine und ihrer | |
westlichen Verbündeten hinweg Entscheidungen treffen und die Ukraine zu | |
Zugeständnissen zwingen, hatte Merz zu einer Reihe von Videokonferenzen | |
eingeladen. | |
Bisherige Bemühungen um einen Waffenstillstand in der Ukraine nach | |
dreieinhalb Jahren Krieg sind ergebnislos geblieben. Moskau verlangt von | |
Kiew, die vier von Russland teilweise besetzten ostukrainischen Regionen | |
Saporischschja, Donezk, Luhansk und Cherson sowie die von Russland | |
annektierte Halbinsel Krim vollständig abzutreten und zudem auf westliche | |
Militärhilfe und einen Nato-Beitritt zu verzichten. Die Ukraine weist diese | |
Forderungen als unannehmbar zurück und fordert westliche | |
Sicherheitsgarantien. (afp) | |
Gipfeltreffen startet um 11.00 Uhr Ortszeit | |
05.55 Uhr: Das Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem russischen | |
Präsidenten Wladimir Putin wird dem Weißen Haus zufolge am Freitag in | |
Anchorage, Alaska, um 11.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MESZ) stattfinden. Wie | |
das US-Präsidialamt weiter mitteilte, wird Trump das Weiße Haus am Freitag | |
um 06.45 Uhr EDT (12.45 Uhr MESZ) verlassen und Anchorage am selben Tag um | |
17.45 Uhr Alaska-Zeit (03.45 Uhr MESZ) verlassen. Seine Rückkehr ins Weiße | |
Haus ist für den frühen Samstagmorgen (Ortszeit) geplant. Trump hatte zuvor | |
erklärt, er sei nicht sicher, ob es nach dem Treffen eine gemeinsame | |
Pressekonferenz mit Putin geben werde. Er selbst werde auf jeden Fall | |
anschließend vor Journalisten sprechen, sagte er dem Sender Fox News. | |
Russischen Angaben zufolge soll das Treffen in Anchorage am Freitag um | |
11.30 Uhr Ortszeit (21.30 Uhr MESZ) beginnen. Am Ende des Gipfels solle es | |
eine gemeinsame Pressekonferenz geben. (rtr) | |
🐾 Die Tage vor dem Gipfel von Trump und Putin hat der Kanzler ganz gut | |
hingekriegt. [6][Es wäre gut, wenn er diesen Stil auch hierzulande nutzen | |
würde], kommentierte Parlamentskorrespondent Tobias Schulze. | |
Merz: Putin muss nach Gipfel mit Trump in Verhandlungen mit Ukraine | |
eintreten | |
05.28 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat vor dem Gipfeltreffen in | |
Alaska an den russischen Staatschef Wladimir Putin appelliert, das | |
Gesprächsangebot von seinem US-Amtskollegen Donald Trump ernst zu nehmen. | |
„Dreieinhalb Jahre nach dem völkerrechtswidrigen Angriff auf die Ukraine | |
hat Russland heute die Gelegenheit, einem Waffenstillstand zuzustimmen und | |
die Feindseligkeiten einzustellen“, erklärte Merz am Freitag. | |
„Wir erwarten von Präsident Putin, dass er das Gesprächsangebot von | |
Präsident Trump ernst nimmt und nach dem Treffen in Alaska ohne Bedingungen | |
in Verhandlungen mit der Ukraine eintritt“, betonte der Kanzler. | |
Deutschland habe in den vergangenen Tagen an der Seite der Ukraine und der | |
europäischen Verbündeten den Weg zu einem Frieden aufgezeigt, der die | |
grundlegenden Sicherheitsinteressen Europas und der Ukraine wahrt, fügte er | |
hinzu. | |
Ziel müsse ein Gipfel sein, an dem auch der ukrainische Präsident Wolodymyr | |
Selenskyj teilnimmt. „Dort muss ein Waffenstillstand vereinbart werden. Die | |
Ukraine braucht starke Sicherheitsgarantien. Territoriale Fragen können nur | |
mit dem Einverständnis der Ukrainer entschieden werden“, betonte Merz. | |
„Diese Botschaften haben wir Präsident Trump mit Klarheit und | |
Geschlossenheit mit auf den Weg nach Anchorage gegeben“. Trump könne nun | |
einen bedeutenden Schritt hin zu einem Frieden schaffen, erklärte der | |
Kanzler. Dabei könne er darauf zählen, dass die Ukraine von ihren | |
europäischen Verbündeten „ausdauernd unterstützt wird“. | |
Erstmals seit sieben Jahren kommen Trump und Putin am Freitag in Alaska zu | |
einem bilateralen Gipfel zusammen. Die Zukunft der Ukraine ist Hauptthema | |
des Treffens auf einem US-Militärstützpunkt in Anchorage. Trump hatte im | |
Vorfeld die Erwartungen an das Treffen gedämpft und erklärt, dieses diene | |
der Vorbereitung eines wichtigeren künftigen Dreiergipfels mit Selenskyj. | |
(afp) | |
15 Aug 2025 | |
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