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# taz.de -- Nachrichten im Ukraine-Krieg: Putin und Trump loben sich gegenseitig
> Donald Trump und Wladimir Putin traten nach ihrem Treffen gemeinsam vor
> die Presse. Beide Männer nutzten ihre Reden für gegenseitige
> Schmeicheleien.
Bild: Sie betreten gemeinsam die große Bühne, um sich gegenseitig zu schmeich…
US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin kommen
heute in Anchorage, Alaska, zu ihrem ersten bilateralen Gipfel seit sieben
Jahren zusammen. Hauptthema sind Möglichkeiten für eine Waffenruhe in der
Ukraine.
## Das Wichtigste vor dem Treffen:
Gipfelbeginn: 11:00 Uhr Ortszeit (21:00 Uhr MESZ) auf US-Militärstützpunkt
in Alaska
Lawrow: Russland bringt „klare und verständliche Position“ mit
Donald Trump und Wladimir Putin begrüßen sich mit Handschlag in Alaska
## Putin spricht von „Übereinkunft“ mit Trump zur Ukraine
1.18 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach eigenen Angaben bei
seinem direkten Gespräch mit US-Präsident Donald Trump eine „Übereinkunft�…
zur Zukunft der Ukraine erzielt. Europa sollte „die aufkeimenden
Fortschritte nicht torpedieren“, warnte Putin am Freitag nach seinem
Gipfeltreffen mit Trump, an dem auch die Außenminister sowie Berater beider
Länder teilnahmen.
Mit einem US-Präsidenten Donald Trump im Weißen Haus wäre der Ukraine-Krieg
nach den Worten von Kremlchef Wladimir Putin nicht ausgebrochen. Das
betonte Putin bei einer Pressekonferenz nach einem mehrstündigen Treffen
mit Trump in Anchorage in Alaska und hob seinen guten Kontakt zum
US-Präsidenten hervor. Der russische Präsident erklärte, dass Moskau
„ehrlich interessiert“ an einem Ende der Krise sei.
Trump erklärte, er habe zwar noch nicht mit dem ukrainischen Staatschef
Wolodymyr Selenskyj gesprochen, werde dies aber bald tun. Auch mit
europäischen Staats- und Regierungschefs werde er zeitnah sprechen. Trump
ergänzte, er „habe großartige Fortschritte“ bei der Unterredung mit Putin
erzielt. Dann beendeten Trump und Putin ihren Presseauftritt, ohne Fragen
zu beantworten oder Einzelheiten zu ihrem Gipfeltreffen zu nennen. (dpa)
## Putin lobt Gespräch mit Trump als konstruktiv
01.04 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach dem Treffen mit
seinem US-Kollegen Donald Trump in Alaska ein positives Fazit des Gipfels
gezogen. Die Gespräche seien konstruktiv und inhaltsreich verlaufen, sagte
Putin in Anchorage bei einer Pressekonferenz, bei der er zuerst das Wort
erhielt. „Wir haben mit Herrn Trump gute direkte Kontakte aufgebaut“, sagte
Putin. Die Verhandlungen dauerten demnach 2 Stunden und 45 Minuten. (dpa)
## Gipfel gestartet, Trump und Putin in einem Auto
22:08 Uhr: Der weltweit mit Hoffnung und Sorge verfolgte
amerikanisch-russische Gipfel von Präsident Donald Trump und Kremlchef
Wladimir Putin über die Zukunft der Ukraine hat in Alaska begonnen. Trump
und Putin begrüßten sich auf einem roten Teppich nach ihrer Landung auf
einem Militärflugplatz in Anchorage lächelnd und mit einem langen
Handschlag.
Nach einem Foto auf einer kleinen Bühne stiegen beide überraschend in
Trumps Auto und fuhren gemeinsam zum Tagungsort. Dort saßen sie zunächst
bei einem Empfang vor Pressevertretern mit ihren Delegationen zusammen.
Gerufene Fragen der Reporter zu einer möglichen Waffenruhe beantworteten
sie nicht. Die Staatschefs saßen vor einer blauen Wand mit der Aufschrift
„Pursuing Peace“ („Frieden anstreben“).
Ein zunächst geplantes Einzelgespräch von Trump und Putin wurde derweil
kurz vor dem Treffen durch Verhandlungen zu sechst ersetzt: Das Weiße Haus
teilte mit, Außenminister Marco Rubio und der Sondergesandter Steve Witkoff
würden dafür an Trumps Seite sitzend an den Verhandlungen teilnehmen. Die
größere Runde könnte das Ziel haben, dass Trump anders als in einem
Einzelgespräch mit Putin von nicht haltbaren Zusagen absieht und sich von
ihm nicht vereinnahmen lässt.
Der US-Präsident hatte vor dem Zusammentreffen betont, keine Vereinbarungen
über die Ukraine ohne Einbezug Kiews zu schließen und drang erneut auf eine
sofortige Waffenruhe. Er wolle Putin an den Verhandlungstisch bringen, um
den Krieg zu beenden, so Trump. Beide Männer hätten großen Respekt
voreinander, betonte der US-Präsident. (dpa)
## Trump: Reise schnell ab, wenn Treffen mit Putin nicht gut läuft
20.37 Uhr: US-Präsident Donald Trump erwartet, dass sein Treffen mit
Kremlchef Wladimir Putin in Alaska „sehr gut“ verlaufen wird. Sollte dies
jedoch nicht der Fall sein, „werde ich sehr schnell wieder nach Hause
reisen“, erklärte Trump vor seiner Ankunft in der Gipfelstadt Anchorage an
Bord der Air Force One im Gespräch des Journalisten Bret Baier vom
konservativen Nachrichtensender Fox News. „Dann gehe ich weg, ja“, fügte er
hinzu.
Trump postete zudem einen Videoclip mit weiteren Interviewaussagen an Bord
der Air Force One. Auf die Frage, was den Gipfel aus seiner Sicht zum
Erfolg machen würde, antwortete er: „Ich will schnell eine Waffenruhe
sehen. Ich weiß nicht, ob es heute klappt, aber ich wäre nicht glücklich,
wenn es heute nicht klappt“, sagte er vor Reportern. „Ich mache hier mit,
um das Töten zu stoppen“, ergänzte er mit Blick auf den Ukraine-Krieg. (ap)
## Trump dringt erneut auf Ukraine-Waffenruhe
20.15 Uhr: Kurz vor dem historischen Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin
hat US-Präsident Donald Trump erneut auf eine Feuerpause in der Ukraine
gedrungen. „Ich will eine Waffenruhe“, sagte Trump vor Ankunft seines
Flugzeugs Air Force One in der Gipfelstadt Anchorage. „Ich weiß nicht, ob
es heute klappt, aber ich wäre nicht glücklich, wenn es heute nicht
klappt“. Nichts sei in Stein gemeißelt. (dpa)
Trump will Ukraine Entscheidung über Gebietsabtretung überlassen
14.52 Uhr: US-Präsident Donald Trump will der Ukraine die Entscheidung über
mögliche Gebietsabtretungen an Russland überlassen. Dies sagt er auf dem
Flug zu seinem Gipfeltreffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin
in Alaska. Trump zeigt sich zuversichtlich mit Blick auf die Gespräche:
„Daraus wird etwas entstehen.“ Er deutet jedoch auch an, dass das Treffen
„schwerwiegende Konsequenzen“ haben könnte.
Zudem betonte Trump seine Zusammenarbeit mit den europäischen Staaten in
der Ukraine-Frage. Putin bezeichnete er unterdessen als „klugen Kerl“ – e…
solcher sei er aber ebenfalls. „Es herrscht auf beiden Seiten großer
Respekt“, so Trump, der betonte, dass Putin zahlreiche Wirtschaftsbosse aus
Russland mitbringe und großes Interesse an einer Zusammenarbeit mit den USA
habe. Falls Putin aber keinen Frieden in der Ukraine anstrebe, drohte der
US-Präsident mit schweren wirtschaftlichen Konsequenzen für Moskau. Die
anhaltenden russischen Angriffe in der Ukraine wertete er als
Verhandlungstaktik: „Putin glaubt, das gäbe ihm Stärke in den Gesprächen,
ich glaube, es schadet ihm.“ (rtr/dpa)
🐾 Darüber, ob man verhandelte Gebietsabtretungen in Kauf nehmen muss, um
den Krieg zu beenden, gibt es in der taz-Redaktion Dissens. [1][Ein Pro und
Contra zwischen Kollegen].
## Papst Leo betet vor US-Russland-Gipfel für Frieden
14.42 Uhr: Vor dem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Kremlchef
Wladimir Putin in Alaska hat [2][Papst Leo XIV]. für Frieden gebetet. Bei
einer Messe in Castel Gandolfo, etwa eine halbe Stunde von Rom entfernt,
schloss er zum Hochfest Mariä Himmelfahrt am Freitag die Bitte für ein Ende
der „zunehmend ohrenbetäubenden Gewalt“ weltweit in das Angelusgebet mit
ein, ohne dabei das Treffen in Alaska zu erwähnen. Der 69-Jährige hat
jedoch mehrfach zum Dialog aufgerufen und ein Ende des Krieges in der
Ukraine eingefordert, auch in Gesprächen mit Putin und dem ukrainischen
Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.
Der Papst erinnerte daran, dass sein Vorgänger Papst Pius XII. auf dem
Höhepunkt des Zweiten Weltkriegs die Hoffnung formulierte, dass Kriege nie
mehr Menschenleben zerstören. Doch auch heute fühle man sich im Angesicht
der Gewalt noch machtlos, sagte Leo XIV. „Wir dürfen uns nicht der
vorherrschenden Logik bewaffneter Konflikte hingeben“, erklärte er.
Bei seiner Ankunft in Castel Gandolfo in dieser Woche sagte Leo zu
Journalisten, er hoffe, dass der Gipfel zwischen Putin und Trump zumindest
eine Waffenruhe hervorbringe. Der Krieg dauere bereits zu lange, es gebe zu
viele Tote, und es sei kein Ende in Sicht. In Castel Gandolfo liegt die
päpstliche Sommerresidenz. Die Rückkehr des Pontifex in den Vatikan ist für
Dienstag geplant. (ap)
## Nawalny-Witwe fordert von Putin Freilassung von Kriegsgegnern bei
Trump-Gipfel
14.23 Uhr: Die Witwe des in russischer Haft gestorbenen russischen
Oppositionellen [3][Alexej Nawalny] hat Kreml-Chef Wladimir Putin und
US-Präsident Donald Trump aufgefordert, eine Vereinbarung zur Freilassung
russischer und ukrainischer politischer Gefangener zu treffen. „Befreien
Sie russische politische Aktivisten und Journalisten. Befreien Sie
ukrainische Zivilisten. Befreien Sie diejenigen, die wegen
Anti-Kriegs-Äußerungen und Social-Media-Beiträgen inhaftiert sind“, sagte
Julia Nawalnaja in einer am Freitag veröffentlichten Videobotschaft an
Putin und Trump gerichtet.
„Sie müssen einen unumkehrbaren Schritt tun, etwas, was nicht rückgängig
gemacht werden kann“, forderte Nawalnaja an die beiden Staatschefs
gerichtet. Putin und Trump kommen am Freitag in Alaska zu einem mit
Spannung erwarteten Gipfel zusammen. In der Vergangenheit hatten sie
bereits Vereinbarungen zur Freilassung von Russen und US-Bürgern getroffen,
die im jeweils anderen Land inhaftiert waren.
Im August vergangenen Jahres war es zum größten Gefangenenaustausch
zwischen Russland und dem Westen seit dem Kalten Krieg gekommen. Dabei
wurden unter anderem der US-Reporter Evan Gershkovich und mehrere
Oppositionspolitiker aus russischer Haft entlassen. Im Gegenzug durfte
unter anderem der in Deutschland inhaftierte „Tiergarten-Mörder“ Vadim
Krasikow nach Russland ausreisen.
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022
sind Tausende Menschen in Russland, die dem Krieg kritisch gegenüber
stehen, bestraft oder inhaftiert worden. Nach dem Einmarsch in die Ukraine
verabschiedete Moskau zudem scharfe Zensurgesetze, die jede Kritik an der
russischen Armee verbieten.
Nach Angaben aus Kiew werden Tausende ukrainische Zivilisten in Russland
und in den von der russischen Armee besetzten Teilen der Ukraine
festgehalten. (afp)
🐾 Im Februar jährte sich der Tod Nalwalnys zum ersten Mal. Korrespodentin
Inna Hartwich [4][berichtete über die Opposition], die nun im Exil oder im
Untergrund lebt – und total gespalten ist.
Trump mit US-Delegation unterwegs nach Alaska
14.12 Uhr: Das Weiße Haus teilt mit, US-Präsident Donald Trump,
Außenminister Marco Rubio, Handelsminister Howard Lutnick, Finanzminister
Scott Bessent und der Direktor des Nationalen Geheimdienstes, John
Ratcliffe, seien auf dem Weg nach Alaska. Trump schrieb auf seiner
Plattform Truth Social vor der Abreise nur: „Es steht viel auf dem
Spiel!!!“ („HIGH STAKES!!!“).
Der 79-Jährige verließ am frühen Morgen in Washington das Weiße Haus und
stieg wenig später in die Präsidentenmaschine Air Force One, wie auf
TV-Aufnahmen zu sehen war. Trump wird laut Planung der US-Regierung um
21.00 Uhr MESZ beim Tagungsort in Anchorage in Alaska landen.
Das französische Präsidialamt teilt unterdessen mit, Präsident Emmanuel
Macron und sein ukrainischer Amtskollege Wolodymyr Selenskyj wollten sich
nach dem Gipfel in Alaska treffen. Dies hätten die beiden Staats- und
Regierungschefs in einem Telefonat vereinbart. (rtr/dpa)
## Mehrheit erwartet keinen Ukraine-Einsatz von Trump
13.41 Uhr: Eine Mehrheit der Deutschen zweifelt laut einer aktuellen
Umfrage daran, dass sich US-Präsident Donald Trump bei seinem Treffen mit
Kremlchef Wladimir Putin klar für die Ukraine einsetzen wird. In einer
Befragung des Meinungsforschungsinstituts Civey für den Nachrichtensender
Welt TV äußerten 63 Prozent entsprechende Skepsis. Nur 14 Prozent der
Befragten gaben an, dass sich der Republikaner für das von Russland
angegriffene Land starkmachen werde. 23 Prozent waren unentschieden über
die Absichten Trumps. Die Befragung ist den Angaben zufolge repräsentativ.
Eine Mehrheit der Deutschen (55 Prozent) gab darin auch an, dass die
Verhandlungsmacht bei den Gesprächen ihrer Ansicht nach eindeutig oder eher
beim russischen Präsidenten liegt. Nur 15 Prozent der Befragten schrieben
demnach Trump die größere Verhandlungsmacht zu. 30 Prozent legten sich bei
der Frage nicht fest. (dpa)
## Putin lobt nordkoreanische Soldaten in Brief an Kim als „heldenhaft“
12.55 Uhr: In einem Brief an den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un
hat Kremlchef Wladimir Putin am Freitag die gegen die Ukraine entsandten
nordkoreanischen Soldaten als „heldenhaft“ gelobt. Wie nordkoreanische
Staatsmedien weiter berichteten, erinnerte Putin in dem Brief daran, wie
Einheiten der sowjetischen Roten Armee und die nordkoreanischen
Streitkräfte gemeinsam für die Befreiung von der japanischen Herrschaft
gekämpft hätten. Japan hatte am 15. August 1945 im Zweiten Weltkrieg
kapituliert.
Putin verwies nun auf die jahrzehntelangen, militärischen Bande zwischen
Russland und Nordkorea. „Das wurde voll bestätigt durch die heldenhafte
Beteiligung der Soldaten Nordkoreas an der Befreiung des Gebietes der
Region Kursk von den ukrainischen Besatzern“, hob Putin laut der
nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA hervor. „Das russische Volk wird
für immer ihren Mut und ihre Selbstaufopferung in Erinnerung behalten.“ Er
fügte demnach hinzu, dass beide Länder weiterhin zusammen ihre
„Souveränität verteidigen“ und „einen bedeutenden Beitrag zur Errichtung
einer gerechten und multipolaren Weltordnung leisten“ würden.
Russland und Nordkorea haben ihre Verbindungen in den vergangenen Jahren
infolge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine verstärkt. Beide
unterzeichneten einen gegenseitigen Verteidigungspakt im vergangenen Jahr.
Im April bestätigte Pjöngjang erstmals, dass nordkoreanische Soldaten nach
Russland zum Kampf gegen die ukrainische Armee geschickt worden seien. Nach
westlichen Angaben wurden mehr als 10.000 Nordkoreaner nach Kursk
geschickt, wo die Ukraine im vergangenen Jahr überraschend bei einem
Vorstoß ein großes russisches Territorium besetzt hatte. Inzwischen wurden
die Ukraine wieder zurückgeschlagen. Etwa 600 Nordkoreaner wurden nach
südkoreanischen Angaben getötet und Tausende verletzt.
Putins Brief an Kim fiel mit einem Besuch einer russischen Delegation in
Pjöngjang zusammen. Der Präsident der russischen Duma, Wjatscheslaw
Wolodin, dankte Kim dabei für die Entsendung der „exzellenten Soldaten“
nach Russland, wie KCNA weiter berichtete. Die russische Delegation war am
Donnerstag mit militärischen Ehren empfangen worden, sie besuchte Nordkorea
anlässlich „des 80. Jahrestags der Befreiung Koreas“.
Kim erklärte, der Besuch der russischen Delegation werde die Beziehungen
beider Länder weiter stärken. Er verwies auch noch einmal darauf, dass er
zwei Tage zuvor mit Putin am Telefon gesprochen habe und beide sich einig
gewesen seien, die bilaterale Zusammenarbeit auszubauen.
## Ukraine greift russische Ölraffinerie an
12.51 Uhr: Die Ukraine hat nach Angaben ihres Militärs eine russische
Ölraffinerie angegriffen. Die große Ölraffinerie des Energiekonzerns
Rosneft in Sysran, rund 800 Kilometer von der Frontlinie entfernt, habe
Flugbenzin produziert und die russische Armee versorgt, erklärte der
ukrainische Generalstab am Freitag. Nicht verifizierte Aufnahmen in
Onlinenetzwerken zeigten mehrere Brände und Rauch.
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff im Südwesten Russlands wurde nach
russischen Angaben eine Frau getötet. Zehn weitere Menschen seien bei dem
Angriff auf einen Wohnblock verletzt worden, erklärte der Gouverneur der
Region Kursk, Alexander Chinschtein, im Onlinedienst Telegram.
Auch Russland führte nach ukrainischen Angaben neue Angriffe auf die
Ukraine aus. Dabei wurden den Behörden in den Regionen Charkiw und Donezk
zufolge in den vergangenen 24 Stunden sechs Zivilisten getötet.
Die ukrainische Luftwaffe erklärte, Russland habe über die Nacht 97 Drohnen
abgefeuert. Von der russischen Armee hieß es, die Ukraine habe 53 Drohnen
gestartet.
Seit Beginn des russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine im Februar 2022
setzt die Ukraine Drohnen gegen russische Infrastruktur ein. Kiew
bezeichnet die Angriffe als Reaktion auf die täglichen Raketen- und
Drohnenangriffe Russlands auf die Ukraine.
Die jüngsten Angriffe erfolgten kurz vor einem mit Spannung erwarteten
Gipfeltreffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und
US-Präsident Donald Trump am Freitag im US-Bundesstaat Alaska. Dabei soll
es nach Angaben des Kreml um eine „Beilegung der Ukraine-Krise“ gehen.
Nicht eingeladen ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. (afp)
12.45 Uhr: Auf dem Weg zum Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump in
Alaska hat der russische Staatschef Wladimir Putin das Gebiet Magadan im
Fernen Osten seines Riesenreichs besucht. Der Kremlchef nutze die
Gelegenheit solcher Fernreisen auch, um sich um die russischen Regionen zu
kümmern, kommentierte sein Sprecher Dmitri Peskow.
Magadan liegt Luftlinie etwa 6.000 Kilometer östlich von Moskau. Das dünn
besiedelte Gebiet am Ochotskischen Meer hat historisch einen traurigen Ruf
als Ort von Lagern und Gefängnissen. Es lebt heute von Bergbau und
Fischfang. Putin sollte in der Gebietshauptstadt Magadan eine Fabrik,
Sport- und Kulturzentren besuchen, wie die staatliche Nachrichtenagentur
Tass meldete.
Danach sind es noch gut 3.000 Kilometer Flug bis nach Anchorage, in die
größte Stadt des nördlichen US-Bundesstaates Alaska. Dort soll das Treffen
mit Trump stattfinden, bei dem es vor allem um Russlands Krieg gegen die
Ukraine gehen soll. Wegen der Zeitverschiebung beginnt der Gipfel nach
mitteleuropäischer Sommerzeit am späten Freitagabend. (dpa)
## Umfeld russischer Regierung: Kompromiss scheint möglich
11.48 Uhr: Im Vorfeld des US-russischen Gipfeltreffens in Alaska sieht das
Umfeld der Regierung in Moskau Möglichkeiten für einen Kompromiss zur
Ukraine. Es gebe Zeichen, dass die russische Regierung dazu bereit sein
könnte, sagt eine der Führung in Moskau nahestehende Person. Es sehe so
aus, als hätten beide Seiten eine Grundlage gefunden. „Anscheinend wird man
sich auf einige Bedingungen einigen… denn Trump kann man nichts abschlagen,
und wir sind (wegen des Sanktionsdrucks) nicht in der Lage, abzulehnen“,
sagt die Person, die ihren Namen nicht nennen wollte. Insider erklären, es
sei damit zu rechnen, dass sowohl Russland als auch die Ukraine schwierige
Kompromisse eingehen müssten. Der russische Außenminister Sergej Lawrow,
Mitglied der russischen Delegation in Alaska, sagt, die Moskauer Regierung
gebe ihre Verhandlungsstrategie niemals vorher bekannt.
## EU-Außenpolitiker Michael Gahler (CDU): „Punktsieg für Putin“
10.34 Uhr: Michael Gahler, außenpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im
EU-Parlament, ist skeptisch, ob der heutige Alaska-Gipfel von US-Präsident
Donald Trump mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin greifbare
Ergebnisse bringt. „Der Aggressor Putin bekommt nette Bilder für die
russische und internationale Öffentlichkeit, ohne auch nur ein Jota von
seinen maximalistischen und imperialistischen Forderungen abzugehen“,
erklärte der CDU-Politiker im Fernsehsender phoenix und fügte hinzu: „Er
wird auf die Weltbühne zurückgeholt. Das ist ein Punktsieg für Putin.“
Russland mache keinerlei Anstalten, sich auf einen Waffenstillstand
einzulassen, der aber Voraussetzung sei, um zu weiteren Verhandlungen zu
kommen. In der Konsequenz müsse dies dafür sorgen, dass Europa in seiner
Hilfestellung für die Ukraine nicht nachlassen dürfe. „Das heißt, dass wir
im finanziellen, aber auch im zivilen Bereich, wohlmöglich auch
insbesondere militärisch die Unterstützung verstärken“, glaubte Gahler. Ein
realistischer Weg sei der Ankauf von Waffen in den USA, um diese dann an
die Ukraine weiterzuliefern.
Im Zusammenhang mit der von NATO-Generalsekretär Mark Rutte beförderten
Diskussion über sogenannte ukrainische Gebietsabtretungen kritisierte der
CDU-Politiker den NATO-Chef nachdrücklich. „Diese Äußerungen habe ich als
höchst unglücklich empfunden. So etwas sagt man nicht öffentlich vor
Verhandlungen“, meinte Gahler. Faktisch gebe es allerdings kaum eine
Alternative, rechtlich einerseits die von Russland besetzten Gebiete nicht
anzuerkennen, aber andererseits akzeptieren zu müssen, dass zunächst ein
Teil der Ukraine besetzt bleibe. „Die Menschen, die dort leben, sind in
einer rechtlosen Situation. Das ist das eigentliche Drama“, wies der
Christdemokrat auf Willkür, Verhaftungen, Folter und Grausamkeiten der
russischen Besetzer hin. (ots)
## Lawrow: Kommen mit klarer Position zu Gipfel
09.20 Uhr: Russland kommt nach Worten von Außenminister Sergej Lawrow mit
einer klaren Position zum Gipfeltreffen mit den USA nach Alaska. Er wolle
keinen Ergebnissen vorgreifen, sagte Lawrow bei der Ankunft in Anchorage
dem staatlichen russischen Fernsehsender Rossija-24. „Wir wissen, dass wir
Argumente haben, eine klare und verständliche Position. Wir werden sie
darlegen.“
Vieles für das Treffen der Präsidenten Wladimir Putin und Donald Trump in
dem nördlichen US-Bundesstaat sei beim Besuch des US-Unterhändlers Steve
Witkoff in Moskau vergangene Woche vorbereitet worden. Man hoffe darauf,
diese „nützliche Unterhaltung“ fortzusetzen, sagte Lawrow.
Trump will bei dem Treffen über eine Waffenruhe in der Ukraine und ein Ende
des Krieges sprechen. Putin, auf dessen Befehl Russland die Ukraine
angegriffen hat, lässt bislang kein Einlenken erkennen. Wegen der
Zeitverschiebung beginnt der Gipfel erst am späten Freitagabend deutscher
Zeit. (dpa)
## Angriffe in Russland
09.43 Uhr: Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht zu
Freitag die Ölraffinerie Sysran in der russischen Oblast Samara
angegriffen. Es habe Explosionen gegeben, ein Feuer sei ausgebrochen, teilt
das Militär auf Telegram mit. Die Raffinerie produziert nach eigenen
Angaben eine Reihe von Kraftstoffen und ist eine der größten des
Rosneft-Konzerns. Angaben zum Kampfgeschehen lassen sich meist nicht
unabhängig überprüfen. (rtr)
08:05 Uhr: Bei einem ukrainischen Drohnenangriff im Südwesten Russlands ist
nach russischen Angaben eine Frau getötet worden. Zehn weitere Menschen
seien bei dem Angriff auf einen Wohnblock verletzt worden, erklärte der
Gouverneur der Region Kursk, Alexander Chinschtein, am Freitag im
Onlinedienst Telegram. (afp)
07.20 Uhr: Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben den Hafen von
Olja in der russischen Oblast Astrachan angegriffen. Bei dem Beschuss am
Donnerstag sei ein Schiff getroffen worden, das Drohnen-Teile und Munition
aus dem Iran geladen habe, teilt das ukrainische Militär mit. Russland
nutze den Hafen als wichtiges Logistikzentrum für die Lieferung von
Rüstungsgütern aus dem Iran. Astrachan grenzt an das Kaspische Meer, an dem
auch der Iran liegt. (rtr)
## „We stand with Ukraine“ – Protest in Alaska vor Gipfel
O6.56 Uhr: In der größten Stadt des US-Bundesstaats Alaskas haben Bewohner
gegen das dort geplante Treffen von Präsident Donald Trump mit Kremlchef
Wladimir Putin protestiert. Am Vortag des Gipfels in Anchorage versammelten
sich rund 140 Demonstrierende an einer Straßenkreuzung, um mit Schildern
sowie ukrainischen und amerikanischen Flaggen ihrem Unmut Luft zu machen.
Viele Autofahrer hupten beim Vorbeifahren zur Unterstützung, ein
Lastwagenfahrer ließ seine Hupe besonders laut und lange ertönen.
Zu den Protestierenden gehörte auch die aus dem Raum Stuttgart stammende
Deutsche Petra, sie lebt seit Jahrzehnten in Alaska. Sie verwies darauf,
dass das US-Militär dort regelmäßig Verteidigungsübungen abhält, die auch
Szenarien möglicher Angriffe aus Russland umfassen – und kritisierte, dass
zugleich dem russischen Präsidenten bei seinem Besuch ein roter Teppich
ausgerollt werde.
Ähnlich äußerte sich Cristy Willer. „Es ist sehr wichtig, der Welt
klarzumachen, dass Alaska (…) dieses Treffen und die Menschen, die daran
teilnehmen, nicht wirklich gutheißt“, sagte sie. Dass der ukrainische
Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht eingeladen sei, ergebe keinen Sinn.
Ihre Freundin Susan Soule ergänzte: „Die Menschen sind wirklich besorgt.
Sie leiden mit der Ukraine. Sie sind wütend, dass Trump unser Präsident
ist.“
Unter den Teilnehmenden waren auch zwei Frauen, die in der Flüchtlingshilfe
tätig sind. Sie demonstrierten nach eigenen Angaben stellvertretend für in
Alaska lebende Ukrainerinnen und Ukrainer, die sich trotz
Aufenthaltsgenehmigung aus Sorge vor den Folgen von Trumps
Migrationspolitik nicht offen an den Protesten beteiligen wollten.
Hintergrund seien Razzien der Einwanderungsbehörde ICE, die es derzeit in
ganz Amerika gibt. (dpa)
🐾 Der US-Präsident redet davon, der Ukraine den Tausch von besetzten gegen
unbesetzte Gebiete anzubieten. Betroffene Menschen drohen mit Protesten.
[5][Juri Larin beritet aus der Ukraine.]
Trump: Treffen mit Putin als Vorbereitung für „sehr wichtigen“ Dreiergipfel
06.19 Uhr: Vor seinem mit Spannung erwarteten Gipfel mit dem russischen
Staatschef Wladimir Putin zum Ukraine-Krieg hat US-Präsident Donald Trump
erneut die Erwartungen gedämpft und auf die Möglichkeit eines Scheiterns
der Gespräche verwiesen. Trump sagte am Donnerstag (Ortszeit) bei Fox News
Radio, das Treffen diene insbesondere der Vorbereitung eines wichtigeren
Dreigipfels mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) forderte am Freitag, Putin müsse das
Gesprächsangebot Trumps ernst nehmen und nach dem Treffen in Verhandlungen
mit der Ukraine eintreten.
Trump erklärte, das Zweiertreffen mit Putin am Freitag im US-Bundesstaat
Alaska könne auch scheitern. „Dieses Treffen bereitet ein zweites Treffen
vor, aber es gibt ein Risiko von 25 Prozent, dass dieses Treffen kein
erfolgreiches Treffen sein wird“, sagte Trump zu Fox News Radio. „Das
zweite Treffen (ein möglicher Dreiergipfel) wird sehr, sehr wichtig, denn
bei diesem Treffen werden sie einen Deal machen.“
Der US-Präsident schien auch wieder auf seinen Vorschlag eines
„Gebietstauschs“ zwischen Russland und der Ukraine als Weg für eine
Friedenslösung zurückzukommen. „Ich will nicht den Begriff ‚etwas
aufteilen‘ benutzen“, sagte Trump. „Aber wissen Sie, zu einem gewissen Gr…
ist das kein schlechter Begriff. Es wird bei Grenzen und Territorien ein
Geben und Nehmen geben.“ Selenskyj lehnt es entschieden ab, ukrainische
Gebiete an Russland abzutreten.
Später betonte Trump vor Journalisten, er werde sich von Putin nicht
einschüchtern lassen. „Ich bin Präsident, und er wird sich nicht mit mir
anlegen“, erklärte Trump. „Ich werde innerhalb der ersten zwei, drei, vier
oder fünf Minuten wissen, ob es ein gutes oder ein schlechtes Treffen
wird“, betonte er. „Wenn es ein schlechtes Treffen ist, wird es sehr
schnell zu Ende sein, und wenn es ein gutes Treffen ist, werden wir in
naher Zukunft Frieden erreichen.“
In einer Erklärung des Bundeskanzlers hieß es am Freitag: „Dreieinhalb
Jahre nach dem völkerrechtswidrigen Angriff auf die Ukraine hat Russland
heute die Gelegenheit, einem Waffenstillstand zuzustimmen und die
Feindseligkeiten einzustellen. Wir erwarten von Präsident Putin, dass er
das Gesprächsangebot von Präsident Trump ernst nimmt und nach dem Treffen
in Alaska ohne Bedingungen in Verhandlungen mit der Ukraine eintritt.“
Ziel müsse ein Gipfel sein, an dem auch Selenskyj teilnimmt. „Dort muss ein
Waffenstillstand vereinbart werden. Die Ukraine braucht starke
Sicherheitsgarantien. Territoriale Fragen können nur mit dem Einverständnis
der Ukrainer entschieden werden“, betonte Merz. Diese Botschaften hätten
die Verbündeten Präsident Trump „mit Klarheit und Geschlossenheit“ mit auf
den Weg gegeben.
Kreml-Vertreter Juri Uschakow sagte am Donnerstag, zunächst sollten direkte
Gespräche zwischen Trump und Putin stattfinden, an denen lediglich
Übersetzer teilnehmen sollen. Anschließend sollen die Delegationen der
beiden Staaten Verhandlungen führen.
Putin bewertete die Bemühungen der USA zur Beendigung des Ukraine-Kriegs
positiv. „Die US-Regierung (…) unternimmt meiner Ansicht nach ganz
energische und aufrichtige Anstrengungen, um die Kämpfe zu beenden, aus der
Krise herauszukommen und zu Vereinbarungen zu gelangen, die alle
beteiligten Parteien zufriedenstellen“, sagte Putin nach Angaben des Kreml.
Der ukrainische Präsident Selenskyj suchte derweil weiter die Unterstützung
seiner europäischen Verbündeten. In London traf er am Donnerstag den
britischen Premierminister Keir Starmer.
Am Vortag hatte sich Selenskyj bereits mit Merz in Berlin getroffen. Beide
berieten ebenso wie die Staats- und Regierungschefs weiterer europäischer
Staaten während einer Videoschalte mit Trump über dessen Treffen mit Putin.
Aus Sorge, Trump und Putin könnten über die Köpfe der Ukraine und ihrer
westlichen Verbündeten hinweg Entscheidungen treffen und die Ukraine zu
Zugeständnissen zwingen, hatte Merz zu einer Reihe von Videokonferenzen
eingeladen.
Bisherige Bemühungen um einen Waffenstillstand in der Ukraine nach
dreieinhalb Jahren Krieg sind ergebnislos geblieben. Moskau verlangt von
Kiew, die vier von Russland teilweise besetzten ostukrainischen Regionen
Saporischschja, Donezk, Luhansk und Cherson sowie die von Russland
annektierte Halbinsel Krim vollständig abzutreten und zudem auf westliche
Militärhilfe und einen Nato-Beitritt zu verzichten. Die Ukraine weist diese
Forderungen als unannehmbar zurück und fordert westliche
Sicherheitsgarantien. (afp)
Gipfeltreffen startet um 11.00 Uhr Ortszeit
05.55 Uhr: Das Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem russischen
Präsidenten Wladimir Putin wird dem Weißen Haus zufolge am Freitag in
Anchorage, Alaska, um 11.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MESZ) stattfinden. Wie
das US-Präsidialamt weiter mitteilte, wird Trump das Weiße Haus am Freitag
um 06.45 Uhr EDT (12.45 Uhr MESZ) verlassen und Anchorage am selben Tag um
17.45 Uhr Alaska-Zeit (03.45 Uhr MESZ) verlassen. Seine Rückkehr ins Weiße
Haus ist für den frühen Samstagmorgen (Ortszeit) geplant. Trump hatte zuvor
erklärt, er sei nicht sicher, ob es nach dem Treffen eine gemeinsame
Pressekonferenz mit Putin geben werde. Er selbst werde auf jeden Fall
anschließend vor Journalisten sprechen, sagte er dem Sender Fox News.
Russischen Angaben zufolge soll das Treffen in Anchorage am Freitag um
11.30 Uhr Ortszeit (21.30 Uhr MESZ) beginnen. Am Ende des Gipfels solle es
eine gemeinsame Pressekonferenz geben. (rtr)
🐾 Die Tage vor dem Gipfel von Trump und Putin hat der Kanzler ganz gut
hingekriegt. [6][Es wäre gut, wenn er diesen Stil auch hierzulande nutzen
würde], kommentierte Parlamentskorrespondent Tobias Schulze.
Merz: Putin muss nach Gipfel mit Trump in Verhandlungen mit Ukraine
eintreten
05.28 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat vor dem Gipfeltreffen in
Alaska an den russischen Staatschef Wladimir Putin appelliert, das
Gesprächsangebot von seinem US-Amtskollegen Donald Trump ernst zu nehmen.
„Dreieinhalb Jahre nach dem völkerrechtswidrigen Angriff auf die Ukraine
hat Russland heute die Gelegenheit, einem Waffenstillstand zuzustimmen und
die Feindseligkeiten einzustellen“, erklärte Merz am Freitag.
„Wir erwarten von Präsident Putin, dass er das Gesprächsangebot von
Präsident Trump ernst nimmt und nach dem Treffen in Alaska ohne Bedingungen
in Verhandlungen mit der Ukraine eintritt“, betonte der Kanzler.
Deutschland habe in den vergangenen Tagen an der Seite der Ukraine und der
europäischen Verbündeten den Weg zu einem Frieden aufgezeigt, der die
grundlegenden Sicherheitsinteressen Europas und der Ukraine wahrt, fügte er
hinzu.
Ziel müsse ein Gipfel sein, an dem auch der ukrainische Präsident Wolodymyr
Selenskyj teilnimmt. „Dort muss ein Waffenstillstand vereinbart werden. Die
Ukraine braucht starke Sicherheitsgarantien. Territoriale Fragen können nur
mit dem Einverständnis der Ukrainer entschieden werden“, betonte Merz.
„Diese Botschaften haben wir Präsident Trump mit Klarheit und
Geschlossenheit mit auf den Weg nach Anchorage gegeben“. Trump könne nun
einen bedeutenden Schritt hin zu einem Frieden schaffen, erklärte der
Kanzler. Dabei könne er darauf zählen, dass die Ukraine von ihren
europäischen Verbündeten „ausdauernd unterstützt wird“.
Erstmals seit sieben Jahren kommen Trump und Putin am Freitag in Alaska zu
einem bilateralen Gipfel zusammen. Die Zukunft der Ukraine ist Hauptthema
des Treffens auf einem US-Militärstützpunkt in Anchorage. Trump hatte im
Vorfeld die Erwartungen an das Treffen gedämpft und erklärt, dieses diene
der Vorbereitung eines wichtigeren künftigen Dreiergipfels mit Selenskyj.
(afp)
15 Aug 2025
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