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# taz.de -- Personalmangel in Berlins Ordnungsämtern: Leichtes Spiel für Fals…
> Berlins Ordnungsämtern fehlen die Mitarbeiter, um Falschparken effizient
> zu ahnden. Die Grünen kritisieren die Untätigkeit des schwarz-roten
> Senats.
Bild: Kontrolliert ja eh keiner: In einigen Berliner Bezirken sind Zweidrittel …
Berlin dpa/taz | Berlins Autofahrer:innen dürften sich eigentlich
nicht beschweren. Für mehr Blitzer wird kein Geld locker gemacht. Und für
die effektive Kontrolle von Falschparker:innen haben Berlins
Ordnungsämter nicht ausreichend Personal. Letzteres bestätigt jetzt eine
Antwort der Senatsverkehrsverwaltung auf eine aktuelle Anfrage der
Grünen-Fraktion.
Autofahrer:innen, die einen Bogen um den Parkautomaten machen, haben nicht
zuletzt in kostenpflichtigen Parkzonen gute Chancen, ungeschoren
davonzukommen. So gibt es in den acht Bezirken mit Parkraumbewirtschaftung
zusammen zwar mehr als 840 Stellen, davon sind gut 400 allerdings
unbesetzt, so Verkehrsverwaltung. Zuerst hatte die Berliner Morgenpost
berichtet.
Dabei gibt es große Unterschiede zwischen einzelnen Bezirken. Die meisten
Stellen und zugleich die, absolut gesehen, meisten unbesetzten gibt es in
Mitte: Dort sind von 283 vorgesehenen nur 159 besetzt. In
Tempelhof-Schöneberg sind von 120 sogar nur 35 besetzt – gerade mal ein
Drittel.
Besser sieht es in Pankow aus. Hier sind immerhin Zweidrittel der 113
Stellen besetzt. Durchwachsen ist die Lage in Friedrichshain-Kreuzberg.
Hier sind derzeit von 78 Stellen immerhin 31 unbesetzt. Allerdings bräuchte
der Bezirk [1][angesichts neuer Parkraumbewirtschaftungszonen] für die
Aufgaben bald deutlich mehr Beschäftigte im Ordnungsamt, die absehbar nicht
in Sicht sind.
## Senat hofft auf Scan-Cars
Im Zusammenhang mit der Parkraumkontrolle ist nicht nur in Berlin der
[2][Einsatz sogenannter Scan-Cars] in der Diskussion. Mit solchen mit
Kameras ausgestatteten Fahrzeugen sollen Falschparker:innen deutlich
schneller erfasst werden können als durch Ordnungsamtsmitarbeiter:innen,
die zu Fuß unterwegs sind.
Berlin setzt nach Angaben der Verwaltung von Verkehrssenatorin Ute Bonde
(CDU) dabei auf eine verkehrs- und datenschutzrechtliche Klärung von
Bundesseite. „Parallel prüft der Senat eine landesrechtliche Regelung für
den Fall, dass die bundesgesetzliche Regelung wider Erwarten auf sich
warten lässt.“
Die [3][verkehrspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion], Antje Kapek,
wirft der schwarz-roten Regierungskoalition Untätigkeit vor: „Der Senat
verschleppt längst überfällige Reformen zur Parkraumbewirtschaftung und
lässt die Bezirke hier bewusst im Regen stehen“, kritisierte sie.
Dass viele der entsprechenden Stellen unbesetzt sind, nannte sie
„verheerend“. Dadurch gingen Berlin nicht nur Einnahmen verloren, falsch
geparkte Autos gefährdeten außerdem Menschen, die Fuß unterwegs sind. „Die
Lösung bestünde in der Einführung von Scan-Cars“, sagte Kapek. „Doch auch
hier kneift der CDU-geführte Senat. Lachende Gewinner sind hier die
Parksünder in Berlin.“
25 Jul 2025
## LINKS
[1] /Parkraumbewirtschaftung-in-Kreuzberg/!6094933
[2] /Scan-Cars-in-Hamburg/!5957231
[3] /Verkehrswende-in-Paris/!6098945
## AUTOREN
Rainer Rutz
## TAGS
Autoverkehr
Parkraumbewirtschaftung
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Verkehrswende
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