| # taz.de -- Flüchtlings-Deal mit der Türkei: EU zahlte schon 677 Millionen Eu… | |
| > Die Türkei soll verhindern, dass Flüchtlinge nach Europa gelangen. Dafür | |
| > hatte ihr die EU drei Milliarden Euro für zwei Jahre zugesagt. | |
| Bild: Zäune und Stacheldraht: Die Türkei soll sich für die EU um Flüchtling… | |
| Berlin rtr | Die EU hat nach Kommissionsangaben bereits 677 Millionen Euro | |
| aus dem Migrations-Abkommen mit der Türkei für Flüchtlingsprojekte | |
| ausgegeben. Ein EU-Diplomat sagte am Mittwoch in Berlin zudem, dass | |
| Projekte in einem Umfang von 2,2 Milliarden Euro identifiziert worden | |
| seien. Davon seien Verträge über 1,2 Milliarden Euro unterzeichnet worden. | |
| Die EU hatte im Rahmen des EU-Türkei-Abkommens drei Milliarden Euro für die | |
| Jahre 2016 und 2017 zugesagt, um die Versorgung syrischer Flüchtlinge in | |
| der Türkei zu verbessern. Die Türkei hat rund drei Millionen syrische | |
| Flüchtlinge aufgenommen. | |
| Das Geld geht nicht an den türkischen Staat, sondern fließt direkt in | |
| Projekte, etwa für eine bessere Versorgung oder den Aufbau von Schulen für | |
| syrische Kinder. Im Gegenzug verpflichtet sich die Türkei, die illegale | |
| Migration von der Türkei in die EU etwa über die Ägäis nach Griechenland zu | |
| unterbinden. | |
| Ein weiteres Element ist die Rücknahme von Migranten aus Griechenland. | |
| Mittlerweile seien von den griechischen Inseln 1216 Personen in die Türkei | |
| zurückgebracht worden, sagte der Diplomat. Die EU will im Gegenzug für | |
| jeden Syrer, der in die Türkei zurückgeführt wurde, einen syrischen | |
| Flüchtlingen aus der Türkei aufnehmen. Dieses Verfahren soll die illegale | |
| Migration in die EU stoppen. „Ich habe keine Zweifel, dass alle | |
| Mitgliedsländer am EU-Türkei-Abkommen festhalten“, sagte ein hochrangiger | |
| EU-Vertreter mit Blick auf den EU-Gipfel am Donnerstag. | |
| Die von Österreich am Dienstag blockierten Schlussfolgerungen zu den | |
| EU-Beitrittsgesprächen bleiben vorerst ohne Auswirkungen. Österreich hatte | |
| sich gegen die Öffnung weiterer Verhandlungskapitel in den | |
| EU-Beitrittsgesprächen ausgesprochen. Zurzeit sei dies aber ohnehin nicht | |
| geplant, hieß es. Anders als von Österreichs Außenminister Sebastian Kurz | |
| gefordert wird die EU die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei nicht | |
| beenden. | |
| 14 Dec 2016 | |
| ## TAGS | |
| Schwerpunkt Flucht | |
| Flüchtlinge | |
| Recep Tayyip Erdoğan | |
| EU-Türkei-Deal | |
| Schwerpunkt Türkei | |
| migControl | |
| migControl | |
| EU-Türkei-Deal | |
| Recep Tayyip Erdoğan | |
| Schwerpunkt Türkei | |
| Schwerpunkt Türkei | |
| ## ARTIKEL ZUM THEMA | |
| Syrische Geflüchtete in der Türkei: Ausputzer und Sündenböcke | |
| Hunderttausende Syrer sind in der Türkei ohne Arbeitserlaubnis beschäftigt. | |
| Das führt zu Ausbeutung und Missgunst. | |
| Migration policy and arms industry: The business with high-tech borders | |
| Radar, „intelligent“ border posts, biometrics, surveillance: to keep | |
| Africans away, any means is right. | |
| Migrationspolitik und Rüstungsindustrie: Das Geschäft mit Hightech-Grenzen | |
| Radar, „intelligente“ Grenzposten, Biometrisierung, Überwachung: Um | |
| Afrikaner fernzuhalten, ist jedes Mittel recht. | |
| EU-Politikerin zur Flüchtlingspolitik: „Deal ist völkerrechtswidrig“ | |
| Die grüne Europa-Abgeordnete Barbara Lochbihler kritisiert die Grundlage | |
| der geplanten „Migrationspartnerschaften“ der EU mit Afrika. | |
| Debatte EU und Türkei: Klare Kante gegen Erpressung | |
| Die EU muss ihr Appeasement gegenüber Erdoğan aufgeben. Die Resolution ist | |
| der Anfang einer neuen Politik der klaren Worte und Taten. | |
| EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei: Erdoğan droht mit Flüchtlingen | |
| Der türkische Präsident deutet an, die Grenzen für Flüchtlinge zu öffnen. | |
| Das Europaparlament hatte zuvor für das Einfrieren der Beitrittsgespräche | |
| gestimmt. | |
| Beziehungen zwischen EU und Türkei: Nur keinen Bruch riskieren | |
| Trotz der Menschenrechtsverstöße hält die EU an den Beitrittsgesprächen mit | |
| der Regierung in Ankara fest. Erdoğan zündelt weiter. |