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# taz.de -- Wegen Gesprächen mit der AfD: Rossmann verlässt Verband der Famil…
> Der Verband der Familienunternehmer öffnet sich für Gespräche mit der
> AfD. Einige Mitglieder äußern deutliche Kritik. Rossmann zieht
> Konsequenzen.
Bild: AfD-Debatte: Rossmann verlässt Verband der Familienunternehmer
dpa | Nach dessen [1][Öffnung für Gespräche mit der AfD] verlässt die
Drogeriemarktkette Rossmann den Verband der Familienunternehmer. Das teilte
eine Sprecherin auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. „Wir
unterstützen die Haltung des Verbands ‚Die Familienunternehmer‘ nicht und
haben die Mitgliedschaft gekündigt“, hieß es in einer Mitteilung. Als
Erstes hatte die Lebensmittelzeitung berichtet.
Der Verband hatte im Oktober zu einem [2][Parlamentarischen Abend in einer
Niederlassung der Deutschen Bank] in Berlin erstmals auch Vertreter der AfD
eingeladen. Präsidentin Marie-Christine Ostermann sagte dem Handelsblatt,
das „Kontaktverbot“ zu AfD-Bundestagsabgeordneten sei aufgehoben worden.
## Vorwerk kritisiert „einzelne Formulierungen“
Auch der [3][Hausgerätehersteller Vorwerk], der ebenfalls Mitglied ist,
äußerte sich zu der Debatte. Man nehme die jüngsten Äußerungen des Verbands
zur Kenntnis und teile die wirtschaftspolitischen Inhalte. „Allerdings
sehen wir einzelne Formulierungen kritisch – insbesondere dort, wo sie
Interpretationsspielräume im Umgang mit politischen Rändern eröffnen“, hie…
es.
Die Positionierung von Unternehmen müsse jederzeit im Einklang mit
demokratischen Grundwerten stehen. Von dem Verband erwarte man eine
„unmissverständliche Kommunikation, die keine Zweifel an der klaren
Abgrenzung gegenüber extremistischen Positionen zulässt“.
Die [4][Melitta-Gruppe] hält sich nach eigenen Angaben offen, ihre
Mitgliedschaft zu überdenken. Über die veränderte Position der
Verbandsführung sei man „sehr überrascht“, teilte der Kaffeeröster mit. …
Dialog mit der Politik werde zwar befürwortet, nicht jedoch mit Parteien,
die auch nur in Teilen als extremistisch eingestuft würden. „Wir haben
unsere Haltung dem Verband mitgeteilt“, erklärte das Unternehmen.
Die [5][Oetker Collection KG], die dem Verein ebenfalls angehört, wollte
sich auf Nachfrage „zu politischen Themen nicht äußern“. Zu dem kleineren
Unternehmensteil der Oetker-Familie zählt unter anderem Henkell Freixenet.
## Verband will „keine Regierung mit AfD-Beteiligung“
Der Verband der Familienunternehmer veröffentlichte in dieser Woche eine
Stellungnahme. Die Hoffnung, man könne ein Viertel der bundesdeutschen
Wähler durch moralische Ausgrenzung zur Umkehr bewegen, sei nicht
aufgegangen, sagte Präsidentin Ostermann. „Jetzt hilft nur noch die
Auseinandersetzung mit den Inhalten der AfD, jenseits von schlichten
Kategorisierungen in gut und böse.“
Mit Andersdenkenden zu diskutieren, heiße nicht, seine Positionen zu
akzeptieren. Zugleich stellte Ostermann klar: „Wir Familienunternehmer
wollen keine Regierung mit AfD-Beteiligung.“ Das Weltbild der AfD passe
nicht zur freiheitlichen und marktwirtschaftlichen Grundüberzeugung des
Verbands.
26 Nov 2025
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[1] /Verband-der-Familienunternehmen-und-AfD/!6132058
[2] /AfD-Brandmauer-der-Wirtschaft/!6128490
[3] /Lidl-siegt-gegen-Vorwerk/!5829267
[4] /Das-Erbe-der-patenten-Hausfrau/!569565
[5] /Tricks-der-Lebensmittelbranche/!5059402
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