| # taz.de -- +++ Nachrichten im Nahost-Krieg +++: Menschen verlassen Bunker wied… | |
| > Der Iran hat Raketen auf Israel abgefeuert aus Vergeltung für die Tötung | |
| > von Hisbollah-Chef Nasrallah. Israel droht mit Konsequenzen nach dem | |
| > Angriff. | |
| Bild: Flammen von Explosionen erscheinen am Himmel über Tel Aviv, während Isr… | |
| ## Nach Angriff auf Israel: Menschen dürfen Bunker verlassen | |
| Die israelische Armee hat nach dem Raketenangriff aus dem Iran Entwarnung | |
| gegeben. Menschen überall in Israel dürften Schutzräume verlassen, teilte | |
| das Militär mit. Ein Sprecher sagte zudem, habe aktuell auch keine Hinweise | |
| auf weitere Bedrohungen aus dem Iran. | |
| Im Zentrum und anderen Orten Israels waren einige Geschosse eingeschlagen. | |
| Berichte über Verletzte gab es demnach zunächst nicht. „Dieser Angriff wird | |
| Konsequenzen haben“, warnte Armeesprecher Daniel Hagari. Dafür gebe es | |
| Pläne. Weitere Details nannte er nicht. | |
| Die Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, hatten nach eigenen Angaben | |
| Dutzende Raketen auf Israel abgefeuert. Der Angriff sei eine Vergeltung für | |
| die Tötung von Hamas-Auslandschef Ismail Hanija, Hisbollah-Generalsekretär | |
| Hassan Nasrallah sowie eines iranischen Generals, hieß es im | |
| Staatsfernsehen. (dpa) | |
| ## Biden weist US-Militär zum Abschuss iranischer Raketen an | |
| US-Präsident Joe Biden hat das US-Militär angewiesen, auf Israel gerichtete | |
| iranische Raketen abzuschießen. Biden und seine Vize-Präsidentin Kamala | |
| Harris würden von seinem Krisenstab im Situation Room über die Lage | |
| informiert, teilte das Weiße Haus mit. (dpa) | |
| ## Baerbock und Guterres verurteilen Angriff | |
| Außenministerin Annalena Baerbock verurteilte den Angriff des Irans auf | |
| Israel „auf das Allerschärfste“. Man habe den Iran vor dieser gefährlichen | |
| Eskalation eindringlich gewarnt. „Iran muss den Angriff sofort einstellen. | |
| Er führt die Region weiter an den Abgrund“, schrieb sie beim | |
| Kurznachrichtendienst X. | |
| UN-Generalsekretär Antonio Guterres äußerte sich ähnlich und warnte vor | |
| einer „Ausweitung des Nahostkonflikts mit einer Eskalation nach der | |
| anderen“. Das müsse aufhören. „Wir brauchen unbedingt einen | |
| Waffenstillstand.“ (dpa/rtr) | |
| ## Vier Tote und sieben Verletzte durch Angriff in Tel Aviv | |
| Bei einem Schusswaffen-Angriff am Dienstag in der israelischen Küstenstadt | |
| Tel Aviv sind nach jüngsten Angaben der Polizei mindestens vier Menschen | |
| getötet worden. Zwei „Terroristen“ seien „neutralisiert“ worden, teilt… | |
| Polizei in einer Erklärung weiter mit. Neben den vier toten Zivilisten gebe | |
| es zudem sieben Verletzte. (dpa) | |
| ## Israelische Armee: Iran feuert Raketen auf Israel | |
| Der Iran hat nach Angaben der israelischen Armee einen Raketenangriff auf | |
| Israel gestartet. Dies teilten die Streitkräfte auf der Online-Plattform X | |
| mit. Eine Korrespondentin der dpa berichtete, in Tel Aviv seien starke | |
| Explosionen zu hören. Auch Irans Revolutionsgarden bestätigten den | |
| Raketenbeschuss. Der Angriff sei eine Vergeltung für die Tötung von | |
| Hamas-Auslandschef Ismail Hanija, Hisbollah-Generalsekretär Hassan | |
| Nasrallah sowie eines iranischen Generals, hieß es im Staatsfernsehen. | |
| In ganz Israel, darunter auch Jerusalem, sei Raketenalarm ausgelöst worden, | |
| teilte das Militär mit. Die Armee hatte die Menschen in Israel kurz zuvor | |
| aufgerufen, sich auf einen „groß angelegten“ iranischen Angriff | |
| vorzubereiten und sich in der Nähe von Schutzräumen aufzuhalten. | |
| Die israelische Armee geht derzeit mit massiven Luftangriffen gegen die vom | |
| Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon vor und startete in der Nacht | |
| zum Dienstag nach eigenen Angaben einen „begrenzten“ Bodeneinsatz im | |
| Nachbarland. Am Freitag war Hisbollah-Anführer Hassan Nasrallah bei einem | |
| israelischen Luftangriff getötet worden. Der Iran drohte daraufhin mit | |
| Vergeltung. (dpa/afp) | |
| ## US-Regierung: Iran plant Raketenangriff auf Israel | |
| Der Iran bereitet nach Angaben der US-Regierung einen unmittelbar | |
| bevorstehenden Raketenangriff auf Israel vor. Es gebe „Hinweise darauf, | |
| dass sich der Iran darauf vorbereitet, in Kürze einen ballistischen | |
| Raketenangriff gegen Israel zu starten“, sagte ein US-Regierungsvertreter | |
| am Dienstag in Washington. Ein solcher direkter Angriff auf Israel werde | |
| „schwerwiegende Folgen für den Iran haben“, warnte er. Die USA | |
| unterstützten „aktiv die Vorbereitungen zur Verteidigung, um Israel für | |
| diesen Angriff zu wappnen“, sagte der Beamte weiter. (afp) | |
| ## Israels mobilisiert weitere Brigaden | |
| Nach dem Start einer Bodenoffensive der israelischen Armee gegen die | |
| Hisbollah im Libanon mobilisiert Israels Militär vier weitere | |
| Reservebrigaden für ihre Kämpfe im Norden. „Dies wird die Fortsetzung der | |
| operativen Tätigkeit gegen die Terrororganisation Hisbollah und das | |
| Erreichen operativer Ziele ermöglichen“, teilte die israelische Armee mit. | |
| Zu den Zielen der Einsätze zählt demnach vor allem die Rückkehr von rund | |
| 60.000 geflüchteten Einwohnern des israelischen Nordens in ihre | |
| Wohngebiete. Die Armee geht derzeit gegen die Hisbollah im Nachbarland vor, | |
| um ihre Infrastruktur zu zerstören und die vom Iran unterstützte Miliz zu | |
| schwächen und von der Grenze zurückzudrängen. | |
| Israels Armee werde nicht in Beirut oder einer anderen Stadt im Süden des | |
| Landes vorrücken, betonte Militärsprecher Daniel Hagari. Dort gibt es | |
| derzeit die meisten Luftangriffe. Der Bodeneinsatz, der sich auf Dörfer im | |
| Grenzgebiet beschränke, solle so schnell wie möglich abgeschlossen werden. | |
| Eine israelische Brigade besteht im Allgemeinen aus mehreren tausend | |
| Soldaten. Bereits im September hatte das israelische Militär im Kampf gegen | |
| die Hisbollah einige Reservebrigaden mobilisiert. (dpa) | |
| ## Israel laut Militär schon seit Monaten im Libanon aktiv | |
| Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben während des vergangenen | |
| Jahres geheime Bodeneinsätze im Libanon ausgeführt. Dabei sei es darum | |
| gegangen, Infrastruktur der militant-islamistischen Hisbollah in | |
| libanesischen Dörfern nahe der Grenze zu Israel zu zerstören, teilte | |
| Militärsprecher Daniel Hagari am Dienstag mit. Die derzeitigen Manöver im | |
| Libanon seien eine Ausweitung der vorherigen Aktionen. Hagari sagte, die | |
| Hisbollah habe einen Anschlag auf Israel im Stile des Terrorangriffs der | |
| Hamas vom 7. Oktober vergangenen Jahres geplant. Diese Feststellung beruhe | |
| unter anderem auf Karten, die bei Einsätzen entdeckt worden seien, die auf | |
| einen Plan mit dem Namen „Erobert Galiläa“ verwiesen hätten. | |
| Das Militär veröffentlichte Aufnahmen, auf denen israelische Soldaten dabei | |
| zu sehen sein sollen, wie sie Tunnel und Waffen in mindestens drei | |
| libanesischen Dörfern finden. Laut Hagari zerstörten Soldaten mehr als 700 | |
| Ziele mit Verbindungen zur Hisbollah, zu denen Tunnel gehört hätten, die in | |
| den Hang gegraben worden seien. Es habe auch Räume zur Lagerung von Waffen | |
| und mutmaßliche Schlafräume mit Matratzen gegeben. (ap) | |
| ## Mehrere Airlines verlängern Flugstopp | |
| Angesichts der Spannungen in Nahost passen mehrere Airlines erneut ihren | |
| Flugplan an. Die Lufthansa verlängerte ihren Flugstopp nach Beirut im | |
| Libanon nach Angaben vom Dienstag bis Ende November, zuvor waren die Flüge | |
| bis zum 26. Oktober ausgesetzt. Ebenfalls verlängert wird der Mitteilung | |
| der größten deutschen Airline zufolge der Flugstopp nach Tel Aviv in Israel | |
| bis zum 31. Oktober. Lufthansa-Flüge in die iranische Hauptstadt Teheran | |
| bleiben demnach zunächst bis einschließlich den 14. Oktober gestrichen. Die | |
| Lufthansa Group beobachte die Situation „weiterhin genauestens und wird die | |
| Lage in den kommenden Tagen weiter bewerten“, hieß es weiter. Zu der Gruppe | |
| gehören auch die Fluggesellschaften Eurowings, Austrian Airlines, Swiss und | |
| Brussels Airline. Auf die Lage im Nahen Osten reagierte auch die | |
| niederländische Airline KLM. Sie verlängerte ihren Flugstopp nach Tel Aviv | |
| bis zum Ende des Jahres, wie sie am Dienstag mitteilte. (afp) | |
| ## Medien: Sechs Tote bei Angriff auf Palästinenser-Lager | |
| Sechs Menschen sind nach Angaben libanesischer Staatsmedien am Dienstag bei | |
| einem israelischen Angriff im größten palästinensischen Flüchtlingslager | |
| des Landes getötet worden. Unter den Opfern seien drei Kinder und der Sohn | |
| eines palästinensischen Kämpfers, meldete die Nachrichtenagentur NNA. Ein | |
| Vertreter der Lagerbehörden in Sidon im Südlibanon hatte der | |
| Nachrichtenagentur AFP zuvor gesagt, dass bei dem Angriff das Haus des | |
| Sohnes von Munir Makdah getroffen wurde. Makdah gilt als Anführer des | |
| libanesischen Zweigs des bewaffneten Flügels der Palästinenserpartei Fatah. | |
| Laut dem Bericht der Nachrichtenagentur NNA wurden neben Makdahs Sohn | |
| Hassan dessen Frau sowie eine weitere Frau und drei Kinder getötet. Ob | |
| Munir Makdah sich zum Zeitpunkt des Angriffs in dem Haus befand, war | |
| zunächst unklar. (afp) | |
| ## Baerbock: „Militärische Logik allein“ bringt keine Sicherheit | |
| Bundesaußenministerin Annalena Baerbock ruft im Nahost-Konflikt zur | |
| Mäßigung auf. „Die militärische Logik allein wird für die Menschen in | |
| Israel und auch für die Menschen in der Region keine Sicherheit auf Zukunft | |
| bringen“, sagt Baerbock in Berlin. Ein „regionaler Flächenbrand“ müsse | |
| verhindert werden, hierfür trage auch der Iran Verantwortung. Israel habe | |
| allerdings das Recht und die Pflicht, seine Bürgerinnen und Bürger zu | |
| schützen. „Die Hisbollah ist eine Terror-Organisation“, betont Baerbock. | |
| Sie habe „viele, viele unschuldige Leben auf dem Gewissen“. (rtr) | |
| ## China und Russland kritisieren israelischen Bodeneinsatz | |
| China und Russland haben Israel für dessen Bodeneinsatz im Libanon scharf | |
| kritisiert. Chinas Außenministerium forderte Israel am Dienstag auf, | |
| „konkrete Schritte zur Deeskalation der Situation“ zu unternehmen. Das | |
| russische Außenministerium verurteilte den Angriff „aufs Schärfste“ und | |
| forderte die israelischen Behörden auf, „ihre Soldaten von libanesischem | |
| Gebiet abzuziehen und sich an einer echten Suche nach friedlichen Wegen aus | |
| dem Nahost-Konflikt zu beteiligen“. (afp) | |
| ## Hisbollah dementiert Vorstöße israelischer Soldaten | |
| Die Hisbollah hat ein Eindringen israelischer Soldaten in den Libanon | |
| bestritten. Berichte, wonach israelische Truppen ins Land vorgestoßen | |
| seien, seien „falsche Behauptungen“, erklärte der Sprecher der vom Iran | |
| unterstützten Miliz, Mohammed Afif, am Dienstag. Gleichwohl seien die | |
| Hisbollah-Kämpfer zur „direkten Konfrontation mit Feindestruppen bereit, | |
| die es wagten oder versuchten, den Libanon zu betreten“. | |
| Die Raketen von mittlerer Reichweite, die die Hisbollah am Dienstagmorgen | |
| in Richtung Zentralisrael abgefeuert habe, seien „nur der Anfang“, betonte | |
| der Sprecher zudem. Es war die erste Erklärung der Hisbollah zur | |
| Bekanntgabe des israelischen Militärs, wonach es eine begrenzte | |
| Bodenoffensive gegen Ziele der Miliz im Südlibanon gestartet habe. (ap) | |
| ## Israels Armee registriert 30 Geschosse aus dem Libanon | |
| Die israelische Armee hat in den letzten Stunden 30 Geschosse registriert, | |
| die aus dem Libanon kommend in den Norden Israels eingedrungen sind. Die | |
| Raketen lösten in den betroffenen Gebieten Alarm aus, gingen aber über | |
| offenem Gelände nieder, hieß es in der Mitteilung der Streitkräfte. | |
| Berichte über Verletzte oder Tote gab es nicht. Feuerwehren waren im | |
| Einsatz, um die Brände zu löschen, die einige der Raketen ausgelöst hatten. | |
| (dpa) | |
| ## Israel ruft in 27 Gebieten im Südlibanon zur Evakuierung auf | |
| Das israelische Militär hat die Bewohner von 27 Gebieten im Süd-Libanon zur | |
| Evakuierung aufgerufen. Die israelischen Streitkräfte „wollen Ihnen keinen | |
| Schaden zufügen, und zu Ihrer eigenen Sicherheit müssen Sie sofort Ihre | |
| Häuser verlassen“, erklärte ein Armeesprecher am Dienstag im Onlinedienst | |
| X. „Jeder, der sich in der Nähe von Hisbollah-Mitgliedern, -Anlagen und | |
| Kampfausrüstung aufhält, bringt sein Leben in Gefahr“, fügte er hinzu. Der | |
| Sprecher forderte die betroffenen Menschen auf, sich „sofort“ auf den Weg | |
| an das nördliche Ufer des Flusses Al-Awali nördlich der Küstenstadt Sidon | |
| zu machen. (afp) | |
| ## Türkei: Israel will Libanon besetzen | |
| Die Türkei unterstellt Israel, mit der nun begonnenen Bodenoffensive auf | |
| eine Besetzung des Libanons abzuzielen. „Der UN-Sicherheitsrat muss das | |
| Völkerrecht wahren und die notwendigen Maßnahmen gegen diesen Angriff | |
| ergreifen, der auf die Besetzung Libanons abzielt“, teilte das türkische | |
| Außenministerium in Ankara mit. Das türkische Ministerium nannte das | |
| Vorgehen einen „illegalen Invasionsversuch“, der die Sicherheit und | |
| Stabilität der „Region und darüber hinaus“ gefährde und „eine neue Wel… | |
| von Migration auslösen und Extremisten weltweit Auftrieb geben“ könne. | |
| (dpa) | |
| ## UN-Menschenrechtsbüro warnt vor Katastrophe | |
| Nach Beginn der israelischen Bodenoffensive im Libanon warnt das | |
| UN-Menschenrechtsbüro vor einer humanitären Katastrophe im Nahen Osten. | |
| „Wir sind zutiefst besorgt über die sich ausweitenden Feindseligkeiten im | |
| Nahen Osten und deren Potenzial, die gesamte Region in eine humanitäre und | |
| menschenrechtliche Katastrophe zu stürzen“, sagte Liz Throssell, Sprecherin | |
| des Büros in Genf. | |
| Die Gefahr, dass andere Länder in der Region in die militärische | |
| Auseinandersetzung gezogen werden, sei sehr real. Die Bodenoffensive dürfte | |
| das Leiden der Zivilbevölkerung weiter verschlimmern. Auch die Angriffe der | |
| Huthi auf Israel und die israelischen Gegenschläge seien „zutiefst | |
| beunruhigend“. (dpa) | |
| ## UN: Grenzüberschreitung verletzt Libanons Souveränität | |
| Die UN-Beobachtermission im Libanon ist nach eigenen Angaben von Israel | |
| über einen „begrenzten Bodeneinsatz“ der Armee informiert worden. Jede | |
| Überschreitung der Grenze sei ein Verstoß „gegen die Souveränität und | |
| territoriale Integrität des Libanons“, kritisierte Unifil. „Wir fordern | |
| alle Akteure dringend auf, von solchen eskalierenden Schritten Abstand zu | |
| nehmen.“. Die bewaffneten Blauhelmsoldaten sind zur Stabilisierung und | |
| Deeskalation an der Grenze eingesetzt. Ihr Auftrag ist es, die Einhaltung | |
| des Waffenstillstands zwischen beiden Ländern zu überwachen. | |
| Unifil erklärte, eskalierende Schritte würden nur zu noch mehr Gewalt und | |
| mehr Blutvergießen führen. Der Preis für die „Fortsetzung des aktuellen | |
| Kurses“ sei zu hoch. Zivilisten müssten geschützt werden, zivile | |
| Infrastruktur dürfe nicht angegriffen und das Völkerrecht müsse respektiert | |
| werden. | |
| Unfil, deren Mission seit 1978 läuft, forderte alle Beteiligten dazu auf, | |
| sich an die UN-Resolution 1701 zu halten. Die Resolution sieht die | |
| alleinige Autorität der libanesischen Armee sowie der Unifil-Truppen im | |
| Libanon südlich des Litani-Flusses vor, dem Grenzgebiet zu Israel. Die | |
| Resolution verbietet die Präsenz der libanesischen Hisbollah-Miliz in dem | |
| Gebiet. Das israelische Militär muss sich demnach hinter die Blaue Linie – | |
| der libanesisch-israelischen Grenze – zurückziehen. (dpa) | |
| ## Israel meldet heftige Kämpfe | |
| Das israelische Militär liefert sich nach eigenen Angaben im Süden des | |
| Libanon heftige Kämpfe mit der Hisbollah. Das teilt ein Sprecher über den | |
| Kurznachrichtendienst X mit. In der Nacht hatte Israel den Beginn einer | |
| begrenzten Bodenoffensive im Libanon vermeldet. (rtr) | |
| ## Israel meldet Angriff auf Waffenfabrik vor Beirut | |
| Die israelische Luftwaffe hat nach Militärangaben mehrere Waffenfabriken | |
| und Infrastruktur der libanesischen Hisbollah-Miliz in einem südlichen | |
| Vorort von Beirut angegriffen. Die Angriffe seien mithilfe von | |
| Geheimdiensthinweisen erfolgt, hieß es in einer Mitteilung der Armee. Es | |
| seien Schritte unternommen worden, um möglichen Schaden an Zivilisten zu | |
| verringern. Es gab zunächst keine Berichte über Opfer bei den Angriffen, | |
| die schon am späten Montagabend erfolgten. (dpa) | |
| ## Israel und Hisbollah meldet Raketenangriff auf Israel | |
| Auch nach Beginn einer israelischen Bodenoffensive im Libanon hat die | |
| Hisbollah-Miliz ihre Angriffe auf den Norden Israels fortgesetzt. Es seien | |
| mehrere Geschosse vom Libanon aus auf das Gebiet um die Grenzstadt Metulla | |
| und den Ort Avivim abgefeuert worden, teilte die Armee mit. Einige seien | |
| von der Raketenabwehr abgefangen, andere eingeschlagen, teilweise auf | |
| offenem Gebiet. | |
| Die Nachrichtenseite ynet berichtete von insgesamt 15 Geschossen. Die | |
| Hisbollah reklamierte die Angriffe auf Metulla für sich. Ziel seien | |
| Ansammlungen von Soldaten gewesen. Die Armee hatte das Gebiet vor Beginn | |
| des Bodeneinsatzes im Süden des Libanons zum militärischen Sperrgebiet | |
| erklärt. Nach Angaben des Militärs waren die Bodentruppen, die in den | |
| Libanon vorgedrungen sind, vorher im Gaza-Krieg im Einsatz. (dpa) | |
| ## Israel startet „begrenzte Bodenoffensive“ im Libanon | |
| Mit einer in der Nacht gestarteten Bodenoffensive Israels gegen die | |
| Hisbollah-Miliz im Libanon hat die Lage in Nahost eine neue | |
| Eskalationsstufe erreicht. Die israelische Armee sprach von „begrenzten“ | |
| Angriffen auf Ziele in Grenznähe und nannte diese eine unmittelbare | |
| Bedrohung für Gemeinden in Nordisrael. | |
| Israels Armee teilte auf X mit, vor einigen Stunden habe man „mit | |
| begrenzten, lokalisierten und gezielten Bodenangriffen auf der Grundlage | |
| präziser Geheimdienstinformationen gegen terroristische Ziele und | |
| Infrastruktur der Hisbollah im Südlibanon“ begonnen. Diese Ziele der | |
| proiranischen Schiiten-Miliz befänden sich in grenznahen Dörfern und | |
| stellten eine unmittelbare Bedrohung für israelische Gemeinden in | |
| Nordisrael dar. | |
| Die israelische Luftwaffe und die Artillerie unterstützten die Bodentruppen | |
| mit präzisen Angriffen auf militärische Ziele in diesem Gebiet. Die Armee | |
| tue alles, was notwendig sei, um die Bürger Israels zu verteidigen und die | |
| Bürger Nordisraels in ihre Häuser zurückzubringen. Die Operation werde | |
| parallel zu den Kämpfen im Gazastreifen gegen die Hamas und in anderen | |
| Gebieten fortgesetzt. | |
| Für den Einsatz seien die Soldaten in den vergangenen Monaten trainiert | |
| worden. Israel will die Rückkehr von 60.000 Israelis ermöglichen, die seit | |
| Monaten durch die Hisbollah-Angriffe aus Gebieten entlang der Grenze | |
| vertrieben wurden. (dpa) | |
| ## Weitere Bombardements auch in Beirut | |
| Israels Luftwaffe bombardierte am späten Abend zudem erneut Ziele nahe der | |
| libanesischen Hauptstadt Beirut. Ein Reuters-Reporter beobachtete einen | |
| Lichtblitz und eine Reihe lauter Explosionen. Zuvor hatte die israelische | |
| Armee die Bewohner aufgefordert, Gebiete in der Nähe von Gebäuden zu | |
| evakuieren, die sie als Infrastruktur der Hisbollah im Süden der | |
| libanesischen Hauptstadt bezeichnete. Sicherheitskreise bestätigten | |
| Angriffe auf die südlichen Vororte Beiruts. | |
| Ein weiterer israelischer Angriff im Libanon richtete sich am frühen | |
| Dienstag nach Angaben von Insidern gegen Munir Makdah, den Kommandeur des | |
| libanesischen Zweigs des militärischen Flügels der palästinensischen | |
| Fatah-Bewegung, der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden. Das berichteten zwei | |
| palästinensische Sicherheitsbeamte der Nachrichtenagentur Reuters. Sein | |
| Schicksal ist zunächst ungewiss. Der Angriff traf ein Gebäude im | |
| überfüllten palästinensischen Flüchtlingslager Ain al-Hilweh nahe der | |
| südlichen Stadt Sidon. Es war der erste Angriff auf das größte | |
| Palästinenserlager im Libanon seit Ausbruch der grenzüberschreitenden | |
| Feindseligkeiten zwischen der Hisbollah und Israel vor fast einem Jahr. | |
| (rtr/dpa) | |
| ## USA warnen Iran vor Vergeltung | |
| Nach dem Start der israelischen Bodenoffensive gegen die Hisbollah-Miliz im | |
| Libanon haben die USA den Iran vor Vergeltungsangriffen auf Israel gewarnt. | |
| US-Verteidigungsminister Lloyd Austin schrieb auf der Plattform X nach | |
| einem Telefonat mit seinem israelischen Kollegen Joav Galant: „Ich habe | |
| erneut auf die schwerwiegenden Konsequenzen für den Iran hingewiesen, falls | |
| dieser sich zu einem direkten militärischen Angriff auf Israel entschließen | |
| sollte.“ Er habe deutlich gemacht, dass die Vereinigten Staaten das Recht | |
| Israels auf Selbstverteidigung unterstützen. (dpa) | |
| ## USA unterstützen Israel | |
| US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat seinem israelischen Amtskollegen | |
| Joav Galant mit Blick auf die israelische Bodenoffensive im Südlibanon den | |
| Rücken gestärkt. Auch er sehe die Notwendigkeit eines Bodeneinsatzes im | |
| Libanon, um das Grenzgebiet von Waffen der Schiitenmiliz Hisbollah und | |
| anderer Ausrüstung zu befreien, die für Angriffe auf Israel genutzt werde, | |
| sagte er in einem Telefonat mit Galant. „Wir waren uns über die | |
| Notwendigkeit einig, Angriffsinfrastruktur entlang der Grenze aufzulösen“, | |
| teilte Austin auf der Plattform X mit. (ap) | |
| ## London chartert Linienflug für ausreisewillige britische Staatsbürger | |
| Wegen der höchst angespannten Sicherheitslage im Libanon hat Großbritannien | |
| einen Linienflug gechartert, um seine Staatsbürger aus dem Libanon | |
| auszufliegen. Außenminister David Lammy begründete den Schritt in einer von | |
| seinem Ministerium am Montagabend veröffentlichten Erklärung damit, dass | |
| die Sicherheit der ausreisewilligen britischen Staatsbürger im Libanon | |
| weiterhin „oberste Priorität“ habe. Besonders gefährdete Briten würden | |
| dabei bevorzugt behandelt. Der Abflug der Maschine ist demnach für Mittwoch | |
| vom Rafic Hariri International Airport in der libanesischen Hauptstadt | |
| Beirut geplant. (afp) | |
| 1 Oct 2024 | |
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