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# taz.de -- Restriktives Integrationsgesetz in Bayern: Ausbildung von Flüchtli…
> Die Industrie- und Handelskammern sind sauer auf die Regierung in
> München. Das Integrationsgesetz erschwert Flüchtlingen den Zugang zu
> einem Ausbildungsplatz.
Bild: Da geht's raus! Ist das Seehofers Flüchtlingspolitik?
München afp | Vertreter der Wirtschaft in Bayern werfen der Landesregierung
laut einem Zeitungsbericht vor, Flüchtlingen die Aufnahme einer Ausbildung
zu erschweren. Die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern
in Bayern hätten Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) geschrieben und ihn
aufgefordert, eine Anweisung des bayerischen Innenministeriums zu
korrigieren, die das seit Anfang August geltende neue Integrationsgesetz
umsetzt, berichtete die Süddeutsche Zeitung (SZ) in ihrer Mittwochsausgabe.
Die Aussichten von Flüchtlingen auf einen Ausbildungsplatz hätten sich
dadurch deutlich verschlechtert, sagte der Hauptgeschäftsführer des
bayerischen Industrie- und Handelskammertags, Peter Driessen, der SZ. Die
Regelung habe zu einer „erheblichen Verunsicherung in den Betrieben
geführt“.
Viele Ausbildungsbetriebe fragten sich nun, ob die Flüchtlinge bleiben
könnten. So werde es nicht funktionieren, bis 2019 wie geplant 60.000
Flüchtlinge in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in Bayern zu integrieren.
Dem Bericht zufolge legt das bayerische Innenministerium in der Anweisung
von Anfang September das Integrationsgesetz restriktiv aus und knüpft die
Duldung, also das Bleiberecht von bestimmten Geflüchteten, an sehr eng
definierte Voraussetzungen. Mit dem Integrationsgesetz soll bestimmten
Geflüchteten die Sicherheit gegeben werden, dass sie während ihrer Lehrzeit
bleiben dürfen. Außerdem gibt es ihnen ein Aufenthaltsrecht für zwei Jahre
Weiterbeschäftigung nach der Ausbildung.
19 Oct 2016
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Schwerpunkt Flucht
Integration
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Ausbildung
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