| # taz.de -- +++ USA unter Trump +++: Schon wieder ein neues Trump-Institut | |
| > Nach dem Institute of Peace hat sich der US-Präsident auch das Kennedy | |
| > Center geschnappt und seinen Namen davor gesetzt. | |
| Bild: Schriftzug des Kennedy-Centers, geringfügig ergänzt | |
| ## Trumps Name prangt nach Umbenennung bereits am Kennedy Center | |
| Nur einen Tag nach der umstrittenen Entscheidung, das Kennedy Center | |
| umzubenennen, hat US-Präsident Donald Trump bereits Fakten geschaffen. Am | |
| Freitag hängten Arbeiter die Buchstaben für den neuen Namen auf: The Donald | |
| J. Trump and The John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts | |
| stand nach Abschluss der Arbeiten auf dem Gebäude des Zentrums für | |
| darstellende Künste in Washington. | |
| Trump hatte nach seinem Amtsantritt im Januar den Vorstand des Kennedy | |
| Centers neu besetzt und sich selbst zum Vorsitzenden gemacht. Dieses | |
| Gremium stimmte am Donnerstag dafür, das Zentrum umzubenennen. Demokraten, | |
| Historiker und andere Kritiker erklärten, dass nur der Kongress den Namen | |
| des Zentrums ändern könne. | |
| „Das Kennedy Center wurde durch ein Gesetz benannt. Um den Namen zu ändern, | |
| müsste das Gesetz von 1964 geändert werden“, erklärte Ray Smock, ehemaliger | |
| Historiker des Repräsentantenhauses, in einer E-Mail. „Der Vorstand des | |
| Kennedy Centers ist keine gesetzgebende Instanz. Gesetze werden vom | |
| Kongress erlassen.“ Das Kennedy Center wurde im Jahr nach dem Attentat auf | |
| Präsident John F. Kennedy nach ihm benannt, um ihn zu würdigen. Trump hatte | |
| zuletzt [1][auch seinen Namen zum U.S. Institute of Peace in Washington | |
| hinzufügen lassen]. Auch beim Umbau des Weißen Hauses schaffte er trotz | |
| Bedenken von Historikern rasch Fakten und ließ den Ostflügel des | |
| Präsidentensitzes abreißen. (ap) | |
| ## Trump nominiert neuen Kommandeur in Lateinamerika | |
| Nach dem Rücktritt des Kommandeurs der US-Streitkräfte in Lateinamerika hat | |
| US-Präsident Donald Trump einen Nachfolger nominiert. Verteidigungsminister | |
| Pete Hegseth teilte am Freitag (Ortszeit) mit, dass Trump den General | |
| Francis L. Donovan zum Befehlshaber für das Südliche Kommando der | |
| Vereinigten Staaten ernannt habe. Donovan ist derzeit Vize-Kommandeur des | |
| Kommandos für Spezialeinsätze. Bevor er seine neue Position antreten kann, | |
| muss der Senat seiner Ernennung noch zustimmen. | |
| Der vorherige Befehlshaber, Admiral Alvin Holsey, [2][hatte Mitte Oktober | |
| seinen Rücktritt eingereicht]. Weder er noch Hegseth nannten offiziell | |
| Gründe dafür. Medienberichten zufolge hatte Holsey Zweifel an der | |
| Rechtmäßigkeit von US-Angriffen auf angebliche Drogenboote in der Karibik | |
| geäußert. Vergangene Woche gab er sein Posten offiziell ab. | |
| Die USA brachten in den vergangenen Monaten mehrere Kriegsschiffe und den | |
| größten Flugzeugträger der Welt vor der Küste Venezuelas in Stellung und | |
| greifen seit September immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler in | |
| der Karibik und im Ostpazifik an. Dabei wurden bereits mehr als 100 | |
| Menschen getötet. Kritiker stufen die Angriffe als außergerichtliche | |
| Hinrichtungen und als völkerrechtswidrig ein. | |
| Die USA werfen Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die Vereinigten | |
| Staaten aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger | |
| zu gefährden. Venezuelas linksnationalistischer Präsident Nicolás Maduro | |
| vermutet hinter dem US-Vorgehen hingegen Pläne zu seinem Sturz. Trump | |
| schloss am Donnerstag in einem Interview mit NBC News die Möglichkeit eines | |
| Kriegs mit Venezuela nicht aus. (afp) | |
| ## Trump schließt Pakt mit Pharmakonzernen für niedrigere | |
| Medikamentenpreise | |
| US-Präsident Donald Trump und neun große Pharmaunternehmen haben am | |
| Freitag eine Vereinbarung über niedrigere Medikamentenpreise bekannt | |
| gegeben. Sie betrifft das staatliche Gesundheitsprogramm Medicaid für | |
| Geringverdiener sowie Patienten, die ihre Medikamente selbst bezahlen. | |
| Damit wolle man die US-Preise an das Niveau anderer reicher Länder | |
| angleichen, sagte Trump vor der Presse im Weißen Haus. „Wir haben die | |
| ganze Welt subventioniert. Das tun wir nicht mehr.“ Zu den Unterzeichnern | |
| gehören Bristol Myers Squibb, Gilead Sciences, der US-Konzern Merck, die | |
| Roche-Tochter Genentech, Novartis, Amgen, Boehringer Ingelheim, Sanofi und | |
| GSK. | |
| In der kommenden Woche würden Johnson & Johnson sowie vier weitere Konzerne | |
| sich anschließen, sagte Trump weiter. Die Unternehmen verpflichteten sich | |
| auch, neue Medikamente in den USA nicht teurer anzubieten als in anderen | |
| reichen Ländern. Im Gegenzug erhalten sie eine dreijährige Befreiung von | |
| Zöllen. Fünf Konzerne hatten ähnliche Vereinbarungen mit der Regierung | |
| getroffen, darunter Pfizer, Eli Lilly, AstraZeneca, Novo Nordisk und EMD | |
| Serono, die US-Tochter der deutschen Merck KGaA. Mit Regeneron, AbbVie und | |
| Johnson & Johnson stehen Vereinbarungen aus. Patienten in den USA zahlen | |
| oft fast dreimal so viel für verschreibungspflichtige Medikamente wie in | |
| anderen Industrienationen. (rtr) | |
| ## Präsidentschaftswahl 2028: Witwe von Charlie Kirk wirbt für JD Vance | |
| Erika Kirk, die Witwe des im September erschossenen rechten Aktivisten | |
| Charlie Kirk, hat sich für US-Vizepräsident JD Vance als Nachfolger von | |
| Donald Trump ausgesprochen. In der Eröffnungsrede zur Jahreskonfrenz der | |
| einst von ihrem Mann und jetzt von ihr geführten konservativen | |
| Jugendorganisation Turning Point USA bekundete Kirk ihre Unterstützung für | |
| Vance, der bei einem Wahlsieg 2028 48. Präsident der Vereinigten Staaten | |
| werden würde. „Wir werden dafür sorgen, dass JD Vance, ein Freund meines | |
| Mannes, auf möglichst eindrucksvolle Weise zur 48 gewählt wird“, sagte Kirk | |
| am Donnerstag. | |
| Als amtierender Vizepräsident ist Vance grundsätzlich in einer guten | |
| Position, um Trump 2028 zu beerben. Aber unter Konservativen gibt es auch | |
| jene, die die Republikanische Partei nach Trump in eine andere Richtung | |
| steuern wollen. Mit Kirk hat Vance für die Vorwahlen der Republikaner auf | |
| jeden Fall eine einflussreiche Fürsprecherin. Ganz überraschend ist das | |
| freilich nicht. Der Vizepräsident und Charlie Kirk waren gut befreundet. | |
| Nach dem Anschlag brachten Vance und seine Frau Erika Kirk und die Leiche | |
| von Charlie Kirk an Bord der Air Force Two nach Arizona. Vance wird am | |
| Sonntag auf der jährlichen Konferenz von Turning Point sprechen. Tausende | |
| Freiwillige setzen sich bei Turning Point dafür ein, junge Menschen für die | |
| Politik zu mobilisieren. Der 41-jährige Vance wäre der erste Präsident aus | |
| der Bevölkerungsgruppe der Millennials oder Generation Y, die zwischen | |
| Anfang der 1980er und Ende der 1990er geboren wurden. (ap) | |
| ## US-Außenminister Rubio spielt AfD-Kontakte herunter | |
| US-Außenminister Marco Rubio hat [3][Kontakte zur AfD heruntergespielt]. Es | |
| sei Teil der Arbeit seines Ministeriums, „das gesamte politische Spektrum“ | |
| anderer Länder zu verstehen und die Regierung von Präsident Donald Trump | |
| darüber zu informieren, sagte Rubio am Freitag in Washington. „Denn am Ende | |
| wissen wir nicht, wie Wahlen ausgehen.“ | |
| Rubios Außenstaatssekretärin für öffentliche Diplomatie, Sarah Rogers, | |
| hatte Mitte Dezember den Außenexperten der AfD-Bundestagsfraktion, Markus | |
| Frohnmaier, empfangen. Frohnmaier veröffentlichte ein Foto von sich und | |
| Rogers im Onlinedienst X und betonte, „dass Washington einen starken | |
| deutschen Partner sucht, der bereit ist, Verantwortung zu übernehmen“. | |
| Rubio sagte dazu weiter, solche Kontakte bedeuteten nicht automatisch | |
| US-Unterstützung bei Wahlen. Sollten solche Verantwortliche gewinnen, sei | |
| es aber nützlich, etwas über sie zu wissen. | |
| Die Republikaner von US-Präsident Trump pflegen demonstrativ enge Kontakte | |
| zu rechtspopulistischen Parteien in Europa. Lobende Worte für die AfD kamen | |
| unter anderem von Vizepräsident JD Vance und republikanischen | |
| Kongressabgeordneten. In der neuen US-Sicherheitsstrategie von Anfang | |
| Dezember wird der Aufbau solcher Kontakte offiziell als europapolitische | |
| Leitlinie festgeschrieben. Unter anderem spricht das Papier von einer | |
| „Zensur der freien Meinungsäußerung“ und der „Unterdrückung der politi… | |
| Opposition“ in Europa. Die USA wollen demnach den „Widerstand“ gegen den | |
| aktuellen politischen Kurs Europas unterstützen. Rubio selbst hatte | |
| Deutschland „verkappte Tyrannei“ vorgeworfen, nachdem das Bundesamt für | |
| Verfassungsschutz die AfD im Mai vorläufig als „gesichert | |
| rechtsextremistisch“ eingestuft hatte. (afp) | |
| ## Rubio sieht die Beziehungen zu Europa langfristig gefährdet | |
| US-Außenminister Marco Rubio warnt davor, dass in Europa die gemeinsamen | |
| Werte mit den USA verloren gehen könnten. „Nun, wenn sie (die Europäer) | |
| ihre gemeinsame Geschichte, ihre gemeinsame Kultur, ihre gemeinsame | |
| Ideologie, ihre gemeinsamen Prioritäten, ihre gemeinsamen Prinzipien | |
| auslöschen, was dann?“, sagte Rubio. „Dann hat man nur noch ein reines | |
| Verteidigungsabkommen.“ Rubio reagierte auf eine Frage nach der neuen | |
| nationalen Sicherheitsstrategie der USA, in der die US-Regierung unter | |
| anderem einen angeblichen Verlust der Demokratie und Meinungsfreiheit in | |
| Europa beklagt. | |
| Das Fundament der Beziehung zu Europa sei die Tatsache, dass beide Seiten | |
| eine gemeinsame Kultur hätten, Werte und Prinzipien in Bezug auf | |
| Menschenrechte sowie Freiheit und Demokratie teilten, sagte Rubio bei einer | |
| Pressekonferenz. „Wenn man das wegnimmt, wenn das ausgelöscht wird, weil es | |
| aus irgendeinem Grund keine Priorität mehr hat“, dann belaste es das | |
| Bündnis langfristig und gefährde es im Großen und Ganzen. | |
| In ihrer neuen nationalen Sicherheitsstrategie hatte die Regierung von | |
| Präsident Donald Trump die politische Landschaft in der EU als Bedrohung | |
| für amerikanische Interessen gebrandmarkt. Angebliche Demokratiedefizite | |
| und Einschränkungen der Meinungsfreiheit werden kritisiert. Über Migration | |
| heißt es, der wirtschaftliche Niedergang Europas werde von der Gefahr einer | |
| „zivilisatorischen Auslöschung“ überlagert. Auch Deutschland wird | |
| namentlich erwähnt und kritisiert. (dpa) | |
| ## Trump schließt Krieg mit Venezuela nicht aus | |
| Angesichts der zunehmenden Spannungen mit Venezuela hat US-Präsident Donald | |
| Trump die Möglichkeit eines Krieges ausdrücklich offengelassen. „Ich | |
| schließe das nicht aus, nein“, sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) in | |
| einem Interview mit NBC News. US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete den | |
| Status Quo mit Venezuela derweil als „unerträglich für die USA“. Nichts | |
| könne die USA daran hindern, seine Blockade gegen sanktionierte | |
| venezolanische Öltanker durchzusetzen, betonte Rubio am Freitag bei einer | |
| Pressekonferenz. Washington mache sich keine Sorgen, dass es wegen | |
| Venezuela zu Spannungen mit Russland kommen könne, da Moskau „in der | |
| Ukraine alle Hände voll zu tun“ habe. | |
| Trump beschuldigt den linksnationalistischen venezolanischen Präsidenten | |
| Nicolás Maduro, Drogenbanden zu kontrollieren und gezielt gegen die USA | |
| einzusetzen. Seit September greift die US-Armee immer wieder Boote | |
| angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an. Dabei | |
| wurden bereits mehr als 100 Menschen getötet. Kritiker stufen die Angriffe | |
| als außergerichtliche Hinrichtungen und völkerrechtswidrig ein. Die USA | |
| brachten zudem Kriegsschiffe vor der venezolanischen Küste in Stellung. Am | |
| Dienstag ordnete Trump eine Seeblockade gegen von den USA sanktionierte | |
| Öltanker an, die Venezuela anlaufen oder verlassen. (afp) | |
| 20 Dec 2025 | |
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