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# taz.de -- Konferenz soll Lösungen finden: Gefährlicher Plastikmüll
> Mikroplastik ist noch bedrohlicher als angenommen, warnen
> Forscher:innen – und hoffen auf die am Dienstag beginnende
> UN-Plastikkonferenz in Genf.
Bild: Mikroplastik verursacht Krankheiten und kann bei Säuglingen ebenso wie i…
Berlin afp/dpa | Vor den am Dienstag beginnenden Verhandlungen über ein
UN-Abkommen gegen Plastikmüll warnen Forscher:innen vor dem
Gesundheitsrisiko von [1][Plastikverschmutzung]. Der Müll sei eine
„ernsthafte, wachsende und unterschätzte Gefahr“ für die Gesundheit,
betonten Medizinexpert:innen in einem am Montag im Fachmagazin Lancet
[2][erschienenen Bericht]. Plastik verursache Krankheiten und könne bei
Säuglingen ebenso wie im hohen Alter zum Tod führen.
Die Forscher:innen riefen die an den Verhandlungen in Genf teilnehmenden
Vertreter aus fast 180 Ländern auf, einem UN-Abkommen gegen
Plastikverschmutzung zuzustimmen. Der Arzt und Forscher Philip Landrigan
appellierte an die Delegierten, die Gelegenheit zum Finden einer
„gemeinsamen Basis“ zu nutzen, um auf die „globale Krise“ zu reagieren.
Auch wenn die Auswirkung auf die Gesundheit noch nicht umfassend erforscht
ist, warnten die Wissenschaftler:innen auch vor dem Einfluss von
Mikroplastik. Die winzigen Kunststoffpartikel wurden in der Vergangenheit
in der Natur und auch im menschlichen Körper nachgewiesen.
Einer weiteren Studie zufolge atmen Menschen etwa deutlich mehr
Mikroplastik ein als bislang angenommen. Die Forschenden um Nadiia
Yakovenko von der Universität Toulouse berichteten vergangene Woche in der
Fachzeitschrift PLOS One, dass die Belastung mit besonders kleinen Teilen
zwischen einem und zehn Mikrometern Durchmesser weit höher liegt als zuvor
vermutet.
Teilchen dieser Größe gelten als problematisch, weil sie tief in die Lunge
vordringen und dort möglicherweise Entzündungen oder andere gesundheitliche
Probleme auslösen können. Hauptquellen der Belastung sind laut Studie der
Abrieb von Textilien, Kunststoffmöbeln oder der Innenverkleidung von
Fahrzeugen.
Die Verhandlungen über ein UN-Plastikabkommen werden am Dienstag im
schweizerischen Genf wieder aufgenommen, nachdem die Delegierten 2024 im
südkoreanischen Busan keine Einigung erzielt hatten. Mehr als 100 Länder,
darunter Deutschland, unterstützten damals ein ehrgeiziges Plastikabkommen.
Sie stießen jedoch bei einer Handvoll überwiegend ölproduzierender Länder,
die die Ausgangsstoffe für Plastik liefern, auf Widerstand.
4 Aug 2025
## LINKS
[1] /Plastikmuell/!t5020230
[2] https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(25)01447-3/…
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