| # taz.de -- Revision abgelehnt: Ex-Senatorin wegen Korruption verurteilt | |
| > Die Urteil gegen die ehemalige Berliner Gesundheitssenatorin Dilek | |
| > Kalayci ist rechtskräftig. Ein Unternehmer hatte ihre Hochzeitsfeier | |
| > bezahlt. | |
| Bild: Dilek Kalayci mit ihren Rechtsanwält:innen beim Prozessauftakt im Januar | |
| dpa Das Urteil gegen Berlins frühere Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci | |
| wegen Bestechlichkeit ist rechtskräftig. Der 5. Strafsenat des | |
| Bundesgerichtshofs (BGH) in Leipzig verwarf die Revisionen der | |
| SPD-Politikerin und des Inhabers einer Marketing-Agentur. Die Überprüfung | |
| des Urteils habe keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Angeklagten erbracht, | |
| teilte der BGH mit. | |
| [1][Das Landgericht Berlin hatte Kalayci im April] im Prozess um Kosten | |
| ihrer Hochzeitsfeier zu einer Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren | |
| verurteilt. Den Chef einer Werbeagentur sprach es wegen Bestechung schuldig | |
| und verurteilte ihn zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei | |
| Monaten. Zudem ordnete es an, 6.242 Euro bei Kalayci und 9.450 Euro beim | |
| Mitangeklagten einzuziehen. In dieser Höhe sollen die Angeklagten jeweils | |
| profitiert haben. | |
| Nach Überzeugung des Gerichts wurden der Ex-Senatorin die Kosten für | |
| Organisation und Feier nicht in Rechnung gestellt, weil sich der Firmenchef | |
| davon Vorteile versprochen habe. Es ging um den Auftrag für eine | |
| Werbekampagne zur Gewinnung von Nachwuchs für die Pflege. | |
| Beide Angeklagten hatten bis zuletzt ihre Unschuld beteuert und Revision | |
| eingelegt. Ihre Anwälte hatten jeweils einen Freispruch beantragt. | |
| ## Eindruck der Käuflichkeit war Senatorin bewusst | |
| „Die angeklagte Senatorin vermengte durch ihre Beauftragung der Agentur des | |
| Angeklagten bewusst dienstliche und private Belange, woraus sie sich | |
| persönliche Vorteile versprach“, heißt es in der BGH-Mitteilung. Der | |
| Unternehmer habe ihr Ansinnen verstanden. Dass der Eindruck der | |
| Käuflichkeit entstand, sei der Angeklagten bewusst gewesen – und sie habe | |
| dies im Folgenden durch mehrfache Preisgabe von Verwaltungsinterna noch | |
| verstärkt. | |
| Zugunsten der Angeklagten sei das Gericht davon ausgegangen, dass die | |
| Politikerin sich durch die Annahme der unentgeltlichen Leistungen nicht | |
| beeinflussen lassen wollte, hieß es weiter – „und hat auch in objektiver | |
| Hinsicht nicht feststellen können, dass ihre Diensthandlung dadurch | |
| beeinflusst wurde“. | |
| 30 Dec 2025 | |
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| Kommunikationsagentur. |