| # taz.de -- Nach dem Anschlag in Pakistan: Sicherheitskräfte töten 39 Verdäc… | |
| > Die Beamten nahmen weitere 47 Personen bei Antiterroreinsätzen fest. Der | |
| > „Islamische Staat“ hatte sich zu dem Attentat bekannt. | |
| Bild: Angehörige trauern um die Toten | |
| Islamabad ap | Bei Anti-Terroreinsätzen nach dem Anschlag auf einen | |
| sufistischen Schrein haben pakistanische Sicherheitskräfte nach | |
| Behördenangaben mindestens 39 Verdächtige getötet. Weitere 47 Personen | |
| seien festgenommen worden, davon einige in der südpakistanischen Provinz | |
| Sindh, sagten drei Beamte von Sicherheitsdiensten am Freitag. Dort hatte | |
| ein Selbstmordattentäter am Vortag 75 Menschen mit in den Tod gerissen. | |
| Bei dem Anschlag in der Stadt Sehwan wurden zudem rund 200 Gläubige | |
| verletzt. Die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat bekannte sich zu | |
| dem Attentat und erklärte, der Angreifer habe in dem Schrein eine | |
| „schiitische Zusammenkunft“ ins Visier genommen. Der Schrein ist ein | |
| Zentrum des Sufismus, einer mystischen Strömung im Islam. Er ist benannt | |
| nach dem dort beerdigten Sufi-Meister Lal Shahbaz Qalandar. | |
| Das benachbarte Afghanistan meldete Artilleriebeschuss aus Pakistan. Die | |
| Geschosse seien nahe der Grenze im Bezirk Lalpur eingeschlagen, sagte der | |
| Polizeichef der Provinz Nangarhar, Gul Agha Ruhani. Dort soll eine | |
| IS-Gruppe aktiv sein. Pakistan äußerte sich zunächst nicht zu dem Bericht, | |
| doch hatte es schon für frühere Anschlägen Extremisten verantwortlich | |
| gemacht, die sich hinter der afghanischen Grenze versteckt hielten. | |
| Außerdem überreichte Pakistan den afghanischen Behörden eine Liste mit 76 | |
| Terrorverdächtigen. Afghanistan solle sie nach Islamabad überstellen, hieß | |
| es. Über Namen auf der Liste wurde nichts bekannt. Die Regierung in | |
| Islamabad vermutet, dass sich der Chef der radikalislamischen | |
| pakistanischen Taliban – Mullah Fazlullah – im Nachbarland versteckt hält. | |
| 17 Feb 2017 | |
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