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# taz.de -- Beschluss des Kabinetts: Schärfere Regeln für Managergehälter
> Das Bundeskabinett hat schärfere Regeln für Managergehälter beschlossen.
> Die Firmenspitzen sollen dadurch motiviert werden, sich stärker als
> bisher für den langfristigen Erfolg ihrer Firma einzusetzen.
Bild: Das Gehalt eines Managers muss in einem angemessenen Verhältnis zu seine…
BERLIN dpa/rtr Nach monatelangen Diskussionen hat das Bundeskabinett am
Mittwochvormittag schärfere Regeln für Managergehälter beschlossen. Demnach
sollen Vorstände von Unternehmen Aktienoptionen länger als bisher halten
und zwar für mindestens vier anstatt bisher zwei Jahren. Die Firmenspitzen
sollen dadurch motiviert werden, sich stärker als bisher für den
langfristigen Erfolg ihrer Firma einzusetzen. Aktienoptionen sind oft Teil
der Vergütungen des Spitzenmanagements.
Zudem müssen die Gehälter künftig in einem angemessenen Verhältnis zu der
Leistung des Managers und sonstigen Gehältern in der Branche stehen. Unter
anderem soll bei schlechter Entwicklung des Unternehmens Managervergütung
auch während der Vertragslaufzeit vom Aufsichtsrat gekürzt werden.
Unterlässt der Aufsichtsrat das, können seine Mitglieder dafür persönlich
haftbar gemacht werden.
Die Koalition hatte sich in der vergangenen Woche nicht auf Höchstsummen
für die Bezahlung einigen können. Es laufen aber noch weitere Gespräche.
Auch in der Union mehren sich die Stimmen, die die steuerliche
Absetzbarkeit von Managergehältern einschränken wollen. Ab einem Betrag von
einer Million Euro sollen sie nach einem SPD-Vorschlag nicht mehr von den
Unternehmen als Betriebsausgaben abgesetzt werden können.
Im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens könnten noch weitere Verschärfungen
beschlossen werden. Die Wirtschaft hat eine Orientierung am langfristigen
Erfolg überwiegend als richtig bezeichnet, aber grundsätzliche Bedenken
angemeldet, Vergütungsfragen staatlich über Gesetze zu regeln.
11 Mar 2009
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Managergehälter
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