# taz.de -- taz🐾sachen: Likes gegen Privilegien | |
Oberflächlich und ziemlich fluffig: Das wird den Inhalten auf der | |
Social-Media-Plattform Instagram oft nachgesagt. Das sehen | |
taz-Abonnent*innen anders und scheuen sich nicht vor Themen wie Rassismus, | |
Trauer oder Klimakatastrophe. Und wenn es hier genau die richtige Zeile | |
gibt oder eine empowernde Nachricht, dann schaffen wir es, große Resonanz | |
für unsere Inhalte zu bekommen. | |
Unser Handwerk: aus den vielen, vielen taz-Texten eine Zeile auswählen, die | |
durchdringt. Mit möglichst wenig Text trotzdem verständlich sein. Wer mehr | |
lesen mag, findet mehr Hintergrund in der Bildbeschreibung und auch einen | |
schnellen Weg zu den Artikeln auf taz.de. | |
2020 war unsere erfolgreichste „Kachel“ – also ein quadratisches Bild mit | |
einer Schlagzeile oder einem Zitat für die sozialen Netzwerke, auch | |
„Sharepic“ genannt – keine offensichtliche Kandidatin. Ein Symbolbild mit | |
Kreuz und viel Text, mehr nicht. Aber das Thema traf einen Nerv: Die | |
Autorin Melina Borčak kritisierte in ihrem Debattentext „[1][Leise rieseln | |
die Privilegien“], dass für Weihnachten der Lockdown trotz der ernsten | |
Pandemielage gelockert wurde, während nicht-christliche Religionen | |
unsichtbar gemacht würden. Das Bild mit einem Zitat aus ihrem Text, der | |
kurz vor Weihnachten erschien, erhielt über 25.000 Likes. Es wurde auf | |
560.000 Instagram-Konten angezeigt, die allermeisten davon folgten uns noch | |
nicht. Der Erfolg zeigt uns: Das Thema treibt die Menschen um und die | |
sozialen Netzwerke sind eine weiter gute Möglichkeit, dass Menschen die taz | |
kennenlernen. Anna Böcker | |
6 Jan 2021 | |
## LINKS | |
[1] /Ungleichbehandlung-von-Religionen/!5735268&s=Melina+Bor%C4%8Dak/ | |
## AUTOREN | |
Anna Böcker | |
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