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# taz.de -- Biowelle erreicht China
> Messe Auch in Asien wächst der Ökomarkt. Neueste Entwicklungen stellt die
> Messe Biofach China vor
Bild: Grünes ohne Gefahr: Biogemüsehandel in Qingdao
BERLIN taz | Das Großevent der Biobranche in Fernost steht an: In China
findet vom 26. bis 28. Mai die Messe Biofach China statt. Bereits zum 10.
Mal stellen im Shanghai World Expo Convention Center Bioproduzenten und
-händler ihre Waren aus. Die Veranstalter rechnen mit mehr als 16.000
Besuchern und Besucherinnen.
In diesem Jahr werden vor allem mehr internationale Aussteller erwartet –
2015 machten diese nur rund 10 Prozent aus. Dänemark wird sogar mit einem
eigenen Länderpavillon vertreten sein.
Die Messe ist eine Tochter der deutschen Biofach, für die Biofans und
-produzenten jährlich nach Nürnberg pilgern. Auf dieser größten Biomesse
der Welt werden die neuesten Trends im Sortiment vorgestellt: Im Februar
dieses Jahres konnten BesucherInnen beispielsweise „Goodel“ entdecken,
Nudeln aus roten Linsen. Oder eine Gurken-Limo von BioZisch.
Dass Bio nicht nur bei deutschen VerbraucherInnen gut ankommt, zeigt die
Entwicklung auf anderen Kontinenten. In China wurden 2013 Bioerzeugnisse in
einem Wert von über 12 Milliarden Dollar produziert, der Bioumsatz im
Inland betrug zwischen 3 und 4,5 Milliarden Dollar. Damit hat das Land
hinter den USA, Deutschland und Frankreich den viertgrößten
Verbrauchermarkt für Biolebensmittel der Welt.
Der Geschäftsführer der Internationalen Vereinigung der ökologischen
Landbaubewegungen (Ifoam), Markus Arbenz, erklärt, dass in Deutschland Bio
vor allem aus ökologischen Gründen gekauft werde, während den asiatischen
VerbraucherInnen nach diversen Lebensmittelskandalen eher der
Gesundheitsaspekt wichtig sei. „Biolebensmittel gelten als sicher, weil
ihre Zutaten strenger zertifiziert sind als die der konventionellen
Produkte.“
Aber es ist nicht nur Asien. Die Biowelle schwappt auch bis nach
Lateinamerika. Mit 18.000 BesucherInnen im vergangenen Jahr ist die Biofach
Brasilien sogar noch etwas größer als ihre Schwestermesse in Schanghai.
Anders als in China sei die Produktion in Lateinamerika viel stärker
exportorientiert, erklärt Arbenz. Hauptabnehmer seien die USA.
Obwohl die Produktion steigt und der Umsatz wächst, ist die Bedeutung der
biologischen Landwirtschaft in China und Brasilien im Verhältnis zur
gesamten Agrarwirtschaft weiterhin gering. So sind in China nur 0,4 Prozent
der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch bewirtschaftet, in Brasilien
sind es 0,3 Prozent, wie aus einem Bericht des Ifoam hervorgeht. Zum
Vergleich: In Deutschland wird auf 6,3 Prozent der landwirtschaftlichen
Fläche ökologisch angebaut. Lina Schwarz
23 May 2016
## AUTOREN
Lina Schwarz
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