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# taz.de -- Hartz-IV-Bildungspaket: Zuschüsse länger beantragbar
> Verlängert mangels Nachfrage: Für die Monate Januar bis März können
> Hartz-IV-Empfänger nachträglich Zuschüsse aus dem Bildungspaket der
> Regierung beantragen - bis Ende Juni.
Bild: Leere Teller und volle Mägen auch für Kinder armer Eltern: Mittagessen …
BERLIN dapd/dpa | Die Antragsfrist für rückwirkende Leistungen aus dem
Bildungspaket für arme Familien wird bis zum 30. Juni verlängert. Dies
teilte Sozialministerin Ursula von der Leyen am Donnerstag nach einem
Krisentreffen mit Ländern und Kommunen in Berlin mit. Das sei gemeinsam
verabredet worden, sagte die CDU-Politikerin. Zudem wolle man Eltern sowie
Mitarbeiter von Behörden, Kindertagesstätten und Schulen besser
informieren.
Die Kommunen würden die betroffenen Eltern anschreiben und dabei konkret
auch die Ämter benennen, bei denen sie Bildungshilfen für ihre Kinder
beantragen können, sagte von der Leyen nach dem Treffen. Es geht um
insgesamt 2,5 Millionen Kinder von Langzeitarbeitslosen mit
Hartz-IV-Leistungen, Geringverdienern mit Kinderzuschlag und
Wohngeldempfängern. Auch sollten Schulen und Kitas direkt auf die Eltern
zugehen.
Der Regierung reagiert damit auf den schleppenden Start des Bildungspakets.
Dieses soll Kindern von Hartz-IV-Empfängern auf Antrag ein warmes
Mittagessen in Kitas und Schulen, Mitgliedsbeiträge für Sport- und
Musikvereine, Kosten für Tagesausflüge und in Ausnahmefällen auch Nachhilfe
finanzieren.
Die nun verlängerte Frist für rückwirkende Leistungen sollte eigentlich
bereits zum 30. April auslaufen. Nun haben die Eltern länger eine Chance,
sich Zuschüssefür die Monate Januar bis März doch noch zu sichern.
Vergangene Woche hatte eine Umfrage in Großstädten ergeben, dass
mancherorts zunächst nur zwei Prozent der Berechtigten Anträge gestellt
haben sollen. Der Deutsche Städtetag berichtete am Donnerstag aber von
einer steigenden Nachfrage. In etwa einem Drittel der vom Verband befragten
Städte liege der Anteil der Berechtigten, die Anträge gestellt haben,
zumindest über zehn Prozent, in einem Fünftel der Städte zwischen 15 und 35
Prozent. Bei zwei Dritteln der Städte seien es derzeit allerdings noch
unter zehn Prozent.
21 Apr 2011
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