| # taz.de -- Eigentümer, aufgepasst! | |
| > Die Reform der Grundsteuer wird ab diesem Jahr umgesetzt | |
| Nach jahrelangen Vorbereitungen beginnt in Berlin die Umsetzung der vom | |
| Bundesverfassungsgericht angestoßenen Grundsteuerreform. In einem ersten | |
| Schritt müssen Eigentümer von Grundstücken und Eigentumswohnungen zwischen | |
| Juli und Oktober Erklärungen abgeben, um den sogenannten Grundsteuerwert zu | |
| ermitteln, wie Finanzsenator Daniel Wesener (Grüne) am Mittwoch mitteilte. | |
| Notwendig sind dazu Angaben wie Wohnfläche, Alter der Wohnung, | |
| Bodenrichtwert und Nummer des Flurstücks. „Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, | |
| um die Steuererklärung vorzubereiten und zu schauen, ob die notwendigen | |
| Unterlagen zum Grundbesitz vorliegen“, riet Wesener. Die Berliner | |
| Steuerverwaltung rechnet mit etwa 830.000 Steuererklärungen, darunter | |
| 700.000 für Wohngrundstücke. | |
| Ist der Grundsteuerwert ermittelt, folgen zwei weitere Schritte, ehe die | |
| Reform 2025 greift und die neue Höhe der Grundsteuer feststeht. Dann muss | |
| das Abgeordnetenhaus noch den neuen Steuerhebesatz sowie sogenannte | |
| Messzahlen festlegen, was 2024 passieren soll. Gerade mit den Messzahlen | |
| hat das Land die Möglichkeit, die Steuerlast etwa für gemeinnützig | |
| wirtschaftende Wohnungsgenossenschaften oder kommunale Gesellschaften zu | |
| reduzieren. Das Bundesverfassungsgericht hatte das praktizierte System der | |
| Grundsteuer 2018 als verfassungswidrig eingestuft. (dpa) | |
| 7 Apr 2022 | |
| ## ARTIKEL ZUM THEMA |