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# taz.de -- Über Medien im 21. Jahrhundert: Der Mittwochsclub
> Einmal im Monat lädt die taz Panter Stiftung den Nachwuchs zum
> Mittwochsclub ein: Angehende JournalistInnen löchern altgediente Profis.
Bild: Moderator Michael Sontheimer diskutierte mit unserem Gast Günter Wallraf…
Wir glauben an gute Ausbildung. Und wir glauben, die Zukunft des
Qualitätsjournalismus liegt im Netz. Aber auch in virtuellen Räumen wird
die Berichterstattung von Menschen organisiert. Vor viereinhalb Jahren
initiierte die taz Panter Stiftung deshalb den „Mittwochsclub“, eine
Diskussionsrunde für junge, angehende Journalistinnen und Journalisten. Das
Thema: Medien im 21. Jahrhundert.
Wir nahmen Kontakt auf mit der Berliner Zeitung, Tagesspiegel und dem
Berliner Kurier und laden seitdem deren Volos zum Mittwochsclub ein; die
Absolventen der taz Panther Workshops und die Praktikanten und Volontäre
der taz ebenso. Zum Axel-Springer-Verlag nahmen wir aus historischen und
aktuellen Gründen keinen Kontakt auf.
An jedem zweiten Mittwoch im Monat kommen am frühen Abend im Konferenzsaal
der taz-Redaktion in der Rudi-Dutschke-Straße zwischen 25 und 90
Interessierte zusammen. Meist laden wir Journalistinnen ein, auch mal eine
Medienwissenschaftlerin oder einen Politiker.
Mal fragten wir Silke Burmester: „Wie werde ich Kolumnistin?“ oder Jan
Fleischhauer: „Aus welchem Holz müssen Meinungsjournalisten geschnitzt
sein?“ Dann baten wir Kolleginnen und Kollegen, ihre Projekte vorzustellen.
Cordt Schnibben vom Spiegel präsentierte Konzepte für eine digitale
Tageszeitung, oder wir fragten Theresa Bäuerlein und Sebastian Esser: „Was
wollen die Krautreporter?“
Immer wieder vertieften wir dominierende aktuelle Themen der
Berichterstattung, im Januar dieses Jahres stellten wir dem Satiriker Leo
Fischer und dem Karikaturisten Till Mette angesichts der islamistischen
Morde in Paris die alte Frage: „Was darf Satire?“ Und wir diskutierten mit
den Spiegel-Redakteuren Maximilian Popp und Sven Röbel, wie man am besten
über das Phänomen Pegida berichten sollte.
Etabliert hat sich im Mittwochsclub ein diskursiver Stil. Als Moderator
stelle ich die Gäste vor und ihnen anfangs ein paar Fragen. Dann schalten
sich die jungen Kolleginnen und Kollegen mit ihren Nachfragen und
Kommentaren ein. Nach rund anderthalb Stunden lassen wir bei einem Drink
und Salzgebäck den Abend ausklingen.
Was uns erstaunt: Bislang hat noch niemand, der zum Referieren eingeladen
wurde, abgesagt. Und die Liste der Referentinnen und Referentinnen, die wir
bislang begrüßen konnten, ähnelt einem Who's who des aktuellen deutschen
Journalismus. Prima.
10 Apr 2013
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