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Schott Tagesliturgie

  Freitag
  10
  September 2021
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    * Freitag der 23. Woche im Jahreskreis
    * Lesejahr: B I, StB: III. Woche

  [Freitag, 10.09.2021___]
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FREITAG DER 23. WOCHE IM JAHRESKREIS


TAGESGEBET

  Herr,

  Du kennst unser Elend:

  Wir reden miteinander und verstehen uns nicht.

  Wir schlie�en Vertr�ge und vertragen uns nicht.

  Wir sprechen vom Frieden und r�sten zum Krieg.

  Zeig uns einen Ausweg.

  Sende deinen Geist,

  damit er den Kreis des B�sen durchbricht

  und das Angesicht der Erde erneuert.

  Darum bitten wir durch Jesus Christus. (MB 311, 18)


  Oder ein anderes Tagesgebet



Jahr I

  Zur Lesung Timotheus hatte sich dem Apostel Paulus auf der zweiten Missionsreise
  angeschlossen und war dann sein Begleiter und treuer Mitarbeiter geworden. Die Briefe
  an Timotheus und Titus (Pastoralbriefe) sind unter dem Namen des Apostels Paulus
  �berliefert, wurden aber wahrscheinlich erst gegen Ende des 1. Jahrhunderts geschrieben
  und geben uns ein Bild von der Situation paulinischer Christengemeinden jener Zeit. Die
  Probleme sind im Grunde dieselben, wie sie schon in den sp�ten Paulusbriefen sichtbar
  werden. Da war vor allem eine judaisierende Richtung, mit der sich auch Paulus
  auseinander gesetzt hat. Die Verse 13-14 erw�hnen dankend die Bekehrung des Paulus; er
  hat Erbarmen gefunden, 1. weil er nur aus Unwissenheit Christus bek�mpft hatte, und 2.
  weil Christus gerade dazu in die Welt gekommen ist, um die S�nder zu retten (V. 15;
  vgl. Lk 15,2). - R�m 1,1; Tit 1,3; Apg 16,1-3.  Zu 1,12-14: Apg 8,3; 3,17; 1 Kor
  15,9-10; Gal 1,13-16.



ERSTE Lesung

                                                                                 1 Tim 1, 1-2.12-14

Fr�her verh�hnte ich ihn: aber ich habe Erbarmen gefunden

  Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an Timotheus

  ^1Paulus, Apostel Christi Jesu durch den Auftrag Gottes, unseres Retters, und Christi
  Jesu, unserer Hoffnung,

  ^2an Timotheus, seinen echten Sohn durch den Glauben. Gnade, Erbarmen und Friede von
  Gott, dem Vater, und Christus Jesus, unserem Herrn.

  ^12Ich danke dem, der mir Kraft gegeben hat: Christus Jesus, unserem Herrn. Er hat mich
  f�r treu gehalten und in seinen Dienst genommen,

  ^13obwohl ich ihn fr�her l�sterte, verfolgte und verh�hnte. Aber ich habe Erbarmen
  gefunden, denn ich wusste in meinem Unglauben nicht, was ich tat.

  ^14So �bergro� war die Gnade unseres Herrn, die mir in Christus Jesus den Glauben und
  die Liebe schenkte.



Antwortpsalm

                                                      Ps 16 (15), 1-2 u. 5.7-8.9 u. 11 (R: vgl. 5a)
         R Du, Herr, bist mein Anteil und Erbe. - R

                                                                                                                            (GL neu 649, 2)
1        Beh�te mich, Gott, denn ich vertraue dir.

                                                                                                                                  II. Ton

  2        Ich sage zum Herrn: Du bist mein Herr;

            mein ganzes Gl�ck bist du allein.

  5        Du, Herr, gibst mir das Erbe und reichst mir den Becher;

            du h�ltst mein Los in deinen H�nden. - (R)

  7        Ich preise den Herrn, der mich beraten hat.

            Auch mahnt mich mein Herz in der Nacht.

  8        Ich habe den Herrn best�ndig vor Augen.

            Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht. - (R)

  9        Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele;

            auch mein Leib wird wohnen in Sicherheit.

  11      Du zeigst mir den Pfad zum Leben.

            Vor deinem Angesicht herrscht Freude in F�lle,

            zu deiner Rechten Wonne f�r alle Zeit. - R



Jahr II

  Zur Lesung Die christliche Freiheit ist nur dann christlich, wenn sie sich in der Liebe
  verwirklicht, d. h. n�herhin: wenn sie mit R�cksicht auf den Bruder bereit ist, auf ihr
  Recht zu verzichten (vgl. gestrige Lesung). Das braucht nicht eigentlich bewiesen zu
  werden; wer es nicht einsieht, dem werden auch Beweise nicht viel n�tzen. Aber es kann
  anschaulich gemacht werden, und das versucht Paulus, indem er auf seine eigene
  Situation verweist. Er ist Apostel und hat als solcher gewisse Rechte: er k�nnte, wie
  andere Apostel, eine Frau haben; er k�nnte (f�r sich und seine Familie) seinen
  Unterhalt von der Gemeinde beziehen. Er macht von seinem Recht aber keinen Gebrauch. um
  dem Evangelium Christi kein Hindernis in den Weg zu legen (V. 12). Zudem steht er mit
  Gott in keinem Vertragsverh�ltnis, er ist kein Angestellter; der Rechte geltend machen
  kann. Er steht v�llig in der Verf�gung dessen, der ihn berufen hat. Er ist von Gott in
  Dienst genommen, um allen Menschen zu dienen und wenigstens einige zu retten. Nur so
  rettet er auch sich selbst. Retten kann nur die Liebe, nicht das Recht, auch nicht die
  Erkenntnis, die hochm�tig macht und den schwachen Bruder zugrunde gehen l�sst.  Apg
  4,18-20; 9,15-16; 22,14-15; 26,16-18; 2 Kor 11,7.



ERSTE Lesung

                                                                              1 Kor 9, 16-19.22b-27

Allen bin ich alles geworden, um auf jeden Fall einige zu retten

  Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

  Br�der!

  ^16Wenn ich das Evangelium verk�nde, kann ich mich deswegen nicht r�hmen; denn ein
  Zwang liegt auf mir. Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verk�nde!

  ^17W�re es mein freier Entschluss, so erhielte ich Lohn. Wenn es mir aber nicht frei
  steht, so ist es ein Auftrag, der mir anvertraut wurde.

  ^18Was ist nun mein Lohn? Dass ich das Evangelium unentgeltlich verk�nde und so auf
  mein Recht verzichte.

  ^19Da ich also von niemand abh�ngig war, habe ich mich f�r alle zum Sklaven gemacht, um
  m�glichst viele zu gewinnen.

  ^22bAllen bin ich alles geworden, um auf jeden Fall einige zu retten.

  ^23Alles aber tue ich um des Evangeliums willen, um an seiner Verhei�ung teilzuhaben.

  ^24Wisst ihr nicht, dass die L�ufer im Stadion zwar alle laufen, aber dass nur einer
  den Siegespreis gewinnt? Lauft so, dass ihr ihn gewinnt.

  ^25Jeder Wettk�mpfer lebt aber v�llig enthaltsam; jene tun dies, um einen
  verg�nglichen, wir aber, um einen unverg�nglichen Siegeskranz zu gewinnen.

  ^26Darum laufe ich nicht wie einer, der ziellos l�uft, und k�mpfe mit der Faust nicht
  wie einer, der in die Luft schl�gt;

  ^27vielmehr z�chtige und unterwerfe ich meinen Leib, damit ich nicht anderen predige
  und selbst verworfen werde.



Antwortpsalm

                                                            Ps 84 (83), 3.4.5-6.12-13a (R: vgl. 2a)
         R Wie lieb ist mir deine Wohnung, o Herr! - R

                                                                                                                               (GL neu 653, 3)
3        Meine Seele verzehrt sich in Sehnsucht

                                                                                                                                V. Ton

            nach dem Tempel des Herrn.

            Mein Herz und mein Leib jauchzen ihm zu,

            ihm, dem lebendigen Gott. - (R)

  4        Auch der Sperling findet ein Haus

            und die Schwalbe ein Nest f�r ihre Jungen -

            deine Alt�re, Herr der Heerscharen,

            mein Gott und mein K�nig. - (R)

  5        Wohl denen, die wohnen in deinem Haus,

            die dich allezeit loben.

  6        Wohl den Menschen, die Kraft finden in dir,

            wenn sie sich zur Wallfahrt r�sten. - (R)

  12      Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild.

            Er schenkt Gnade und Herrlichkeit;

            der Herr versagt denen, die rechtschaffen sind, keine Gabe.

  13a    Herr der Heerscharen, wohl dem, der dir vertraut! - R



Jahr I und II

Ruf vor dem Evangelium

                                                                                        Vers: vgl. Joh 17, 17

  Halleluja. Halleluja.

  Dein Wort, o Herr, ist Wahrheit;

  heilige uns in der Wahrheit!

  Halleluja.



  Zum Evangelium Drei Jesusworte sind hier zusammengestellt: das Gleichnis vom blinden
  Blindenf�hrer, der Spruch vom Sch�ler und Lehrer und das Gleichnis vom Splitter und vom
  Balken im Auge. - Blinde F�hrer von Blinden sind nach Mt 15,14 die Pharis�er. Blind
  ist, wer Wege Gottes nicht kennt; wenn er andere f�hren will, wird er sie mit sich
  selbst in das Gericht hineinrei�en. Lukas hat das Wort nicht auf die Pharis�er
  eingeengt, er hat es in seiner allgemeinen G�ltigkeit stehen lassen Der J�nger ist
  nicht mehr als sein Meister; das kann im Zusammenhang hier hei�en: Wenn der Meister
  barmherzig ist, soll der J�nger weder kl�ger noch strenger sein wollen als er. - Mt
  10,24-25; Joh 13,16; 15,20; Mt 7,3-5.



Evangelium

                                                                                      Lk 6, 39-42

Kann ein Blinder einen Blinden f�hren?

  + Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

  In jener Zeit

  ^39sprach Jesus zu seinen J�ngern: Kann ein Blinder einen Blinden f�hren? Werden nicht
  beide in eine Grube fallen?

  ^40Der J�nger steht nicht �ber seinem Meister; jeder aber, der alles gelernt hat, wird
  wie sein Meister sein.

  ^41Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem
  eigenen Auge bemerkst du nicht?

  ^42Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, lass mich den Splitter aus deinem Auge
  herausziehen!, w�hrend du den Balken in deinem eigenen Auge nicht siehst? Du Heuchler!
  Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem
  Auge deines Bruders herauszuziehen.



F�RBITTEN

  Wir beten zu Jesus Christus, der unsere Hoffnung ist:

  Schenke allen Christen Geduld und Nachsicht mit den Schw�chen ihrer Mitmenschen.

  A.: Herr, erh�re unser Gebet.

  Schenke allen V�lkern Wohlergehen und Frieden.

  Sei allen nahe, die aus ihrer Not keinen Ausweg finden.

  Bewahre uns davor, �ber andere selbstgerecht zu urteilen.

  Heiliger Gott, vor dir ist niemand ohne Schuld. Erbarme dich unser durch Christus,
  unseren Herrn.

  A.: Amen.



  Wer in der Barmherzigkeit lebt, kennt nicht Empfindlichkeit, nicht Entt�uschung. Er
  verschenkt sich einfach, sich selbst vergessend, freudig mit der ganzen Glut seines
  Herzens, frei - ohne eine Gegenleistung zu erwarten (Regel von Taiz�).


  Man sieht besser

  in einer schwarzen Nacht

  auf einem schwarzen Stein

  einen schwarzen K�fer

  als den Hochmut im eigenen Herzen (Arabisches Sprichwort).


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