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Schott Tagesliturgie

  Montag
  8
  November 2021
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    * Montag der 32. Woche im Jahreskreis
    * Lesejahr: B I, StB: IV. Woche

  [Montag, 08.11.2021____]
    __________________________________________________________________________________

MONTAG DER 32. WOCHE IM JAHRESKREIS


TAGESGEBET

  Gott, unser Vater,

  du hast uns durch deinen Sohn erl�st

  und als deine geliebten Kinder angenommen.

  Sieh voll G�te auf alle, die an Christus glauben,

  und schenke ihnen die wahre Freiheit

  und das ewige Erbe.

  Darum bitten wir durch Jesus Christus. (MB 153)


  Oder ein anderes Tagesgebet



Jahr I

  Zur Lesung Das Buch der Weisheit, das letzte der biblischen Weisheitsb�cher, wurde etwa
  zwischen 100 und 50 v. Chr. geschrieben, also kurz vor der Zeit des Neuen Testaments.
  Der Verfasser lebte wahrscheinlich in Alexandrien, wo sich ein Zentrum des griechisch
  sprechenden Judentums gebildet hatte. Das Buch ist griechisch abgefasst worden; es
  zeigt vielfache Ber�hrungen mit der griechischen Philosophie, steht aber aufs Ganze
  gesehen, in der �berlieferung der alten hebr�ischen Weisheit. Das Thema der ersten f�nf
  Kapitel: das Ziel des menschlichen Lebens und die Mittel, mit denen der Mensch dieses
  Ziel erreichen kann. Ziel des Menschen ist das Leben, und zwar das ewige Leben bei Gott
  (3,9). Das wichtigste Mittel, um es zu erreichen, ist die Weisheit. Sie hat in diesem
  Buch auch andere Namen: der heilige Geist (1,5), der Geist des Herrn (1,7). Damit ist
  noch nicht die dritte Person in Gott gemeint, wie auch unter Wort Gottes in 9,1; nicht
  die zweite Person; gemeint ist vielmehr die Tatsache, dass Gott sich in liebevoller
  Sorge dem Menschen zuwendet (14,3; 1,6). Die Weisheit findet nur, wer klar und wahr ist
  bis auf den Grund seiner Seele. Den falschen. zwiesp�ltigen Menschen, den Toren, st��t
  die Weisheit von sich. - Mt 6,33; 2 Chr 15,2; Spr 8,17; Hebr 4,13; Ps 139; Jer 23,24;
  Apg 2,4.



ERSTE Lesung

                                                                                       Weish 1, 1-7

Die Weisheit ist ein menschenfreundlicher Geist:

Der Geist des Herrn erf�llt den Erdkreis

  Lesung aus dem Buch der Weisheit

  ^1Liebt Gerechtigkeit, ihr Herrscher der Erde, denkt in Fr�mmigkeit an den Herrn, sucht
  ihn mit reinem Herzen!

  ^2Denn er l�sst sich finden von denen, die ihn nicht versuchen, und zeigt sich denen,
  die ihm nicht misstrauen.

  ^3Verkehrte Gedanken trennen von Gott; wird seine Macht herausgefordert, dann weist sie
  die Toren zur�ck.

  ^4In eine Seele, die auf B�ses sinnt, kehrt die Weisheit nicht ein, noch wohnt sie in
  einem Leib, der sich der S�nde hingibt.

  ^5Denn der heilige Geist, der Lehrmeister, flieht vor der Falschheit, er entfernt sich
  von unverst�ndigen Gedanken und wird verscheucht, wenn Unrecht naht.

  ^6Die Weisheit ist ein menschenfreundlicher Geist, doch l�sst sie die Reden des
  L�sterers nicht straflos; denn Gott ist Zeuge seiner heimlichen Gedanken, untr�glich
  durchschaut er sein Herz und h�rt seine Worte.

  ^7Der Geist des Herrn erf�llt den Erdkreis, und er, der alles zusammenh�lt, kennt jeden
  Laut.



Antwortpsalm

                                                       Ps 139 (138), 1-3.4-5.7-8.9-10 (R: vgl. 24b)
         R Leite mich, o Herr, auf dem bew�hrten Weg! - R

                                                                                                                                  (GL neu 629, 1)
1        Herr, du hast mich erforscht, und du kennst mich.

                                                                                                                                           I. Ton

  2        Ob ich sitze oder stehe du wei�t von mir.

            Von fern erkennst du meine Gedanken.

  3        Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt;

            du bist vertraut mit all meinen Wegen. - (R)

  4        Noch liegt mir das Wort nicht auf der Zunge -

            du, Herr, kennst es bereits.

  5        Du umschlie�t mich von allen Seiten

            und legst deine Hand auf mich. - (R)

  7        Wohin k�nnte ich fliehen vor deinem Geist,

            wohin mich vor deinem Angesicht fl�chten?

  8        Steige ich hinauf in den Himmel so bist du dort;

            bette ich mich in der Unterwelt, bist du zugegen. - (R)

  9        Nehme ich die Fl�gel des Morgenrots

            und lasse mich nieder am �u�ersten Meer,

  10      auch dort wird deine Hand mich ergreifen

            und deine Rechte mich fassen. - R



Jahr II

  Zur Lesung Der Brief an Titus geh�rt (mit dem ersten und zweiten Timotheusbrief) zu den
  Pastoralbriefen (vgl. zur Lesung am Freitag der 23. Woche - Jahr I). Den Hintergrund
  f�r diese drei Briefe bilden gewisse Irrlehren, die man unter dem Namen Gnosis
  zusammenfasst; sie werden in diesen Briefen heftig bek�mpft, sind aber keineswegs ihr
  einziger Gegenstand. - Gleich in den drei ersten Versen wird die Absicht des Briefes
  deutlich: Paulus selbst w�rde in einem pers�nlichen Brief kaum so ausf�hrlich �ber sein
  Apostelamt schreiben, aber der sp�tere Verfasser will betonen, dass der Glaube, die
  wahre Gottesverehrung und das k�nftige Leben ihren festen Grund nur in der Verk�ndigung
  des Apostels haben, dem das Wort Gottes anvertraut wurde. Von den Aposteln haben die
  Vorsteher und �ltesten (Bisch�fe und Presbyter) das wahre Wort der Lehre �bernommen,
  die gesunde Lehre, mit der sie die Gemeinde aufbauen und falsche Lehren widerlegen
  k�nnen. Die Tugenden, die vom �ltesten verlangt werden, sind ungef�hr die gleichen wie
  die des Vorstehers im ersten Timotheusbrief. Durch seine sittliche Lebensf�hrung muss
  er f�hig sein, das Haus Gottes zu verwalten (V. 7). - Zu 1,1-4: R�m 1,1; 2 Tim 2,13; 1
  Tim 1,1-2.11; 2 Kor 2,13. - Zu 1,5-9: 1 Tim 3,1-7; 2 Tim 2,24; 1 Petr 5,2.



ERSTE Lesung

                                                                                         Tit 1, 1-9

  Setze �lteste ein, wie ich dir aufgetragen habe

  Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an Titus

  ^1Paulus, Knecht Gottes und Apostel Jesu Christi, berufen, um die Auserw�hlten Gottes
  zum Glauben und zur Erkenntnis der wahren Gottesverehrung zu f�hren,

  ^2in der Hoffnung auf das ewige Leben, das der wahrhaftige Gott schon vor ewigen Zeiten
  verhei�en hat;

  ^3jetzt aber hat er zur vorherbestimmten Zeit sein Wort offenbart in der Verk�ndigung,
  die mir durch den Auftrag Gottes, unseres Retters, anvertraut ist.

  ^4An Titus, seinen echten Sohn aufgrund des gemeinsamen Glaubens: Gnade und Friede von
  Gott, dem Vater, und Christus Jesus, unserem Retter.

  ^5Ich habe dich in Kreta deswegen zur�ckgelassen, damit du das, was noch zu tun ist, zu
  Ende f�hrst und in den einzelnen St�dten �lteste einsetzt, wie ich dir aufgetragen
  habe.

  ^6Ein �ltester soll unbescholten und nur einmal verheiratet sein. Seine Kinder sollen
  gl�ubig sein; man soll ihnen nicht nachsagen k�nnen, sie seien liederlich und
  ungehorsam.

  ^7Denn ein Bischof muss unbescholten sein, weil er das Haus Gottes verwaltet; er darf
  nicht �berheblich und j�hzornig sein, kein Trinker, nicht gewaltt�tig oder habgierig.

  ^8Er soll vielmehr das Gute lieben, er soll gastfreundlich sein, besonnen, gerecht,
  fromm und beherrscht.

  ^9Er muss ein Mann sein, der sich an das wahre Wort der Lehre h�lt; dann kann er mit
  der gesunden Lehre die Gemeinde ermahnen und die Gegner widerlegen.



Antwortpsalm

                                                                Ps 24 (23), 1-2.3-4.5-6 (R: vgl. 6)
         R Aus allen V�lkern hast du sie erw�hlt,

                                                                                                                           (GL neu 34, 1)
            die dein Antlitz suchen, o Herr. - R
1        Dem Herrn geh�rt die Erde und was sie erf�llt,

                                                                                                                                       VI. Ton

            der Erdkreis und seine Bewohner.

  2        Denn er hat ihn auf Meere gegr�ndet,

            ihn �ber Str�men befestigt. - (R)

  3        Wer darf hinaufziehn zum Berg des Herrn,

            wer darf stehn an seiner heiligen St�tte?

  4        Der reine H�nde hat und ein lauteres Herz,

            der nicht betr�gt und keinen Meineid schw�rt. - (R)

  5        Er wird Segen empfangen vom Herrn

            und Heil von Gott, seinem Helfer.

  6        Das sind die Menschen, die nach ihm fragen,

            die dein Antlitz suchen, Gott Jakobs. - R



Jahr I und II

Ruf vor dem Evangelium

                                                                                   Vers: vgl. Phil 2, 15d.16a

  Halleluja. Halleluja.

  Haltet fest am Worte Christi,

  dann leuchtet ihr als Lichter in der Welt.

  Halleluja.



  Zum Evangelium Der Evangelist hat in diesem Abschnitt Jesusworte �ber die Verf�hrung
  (das �rgernis; V. 1-3a), die Vergebung (V. 3b-4) und die Macht des Glaubens (V. 5-6)
  zusammengestellt. Der Glaube eines Menschen und die Kraft seiner Hoffnung k�nnen durch
  andere Menschen gef�hrdet und zerst�rt werden. Nach Mt 18,6 sind vor allem die Kleinen
  in Gefahr: die einfachen Menschen, die den Worten derer glauben, die mit dem Anspruch
  des Wissens auftreten. Wer seine �berlegenheit dazu missbraucht, andere zu verderben,
  den wird Gott verderben. - Br�der nannten (und nennen) die Juden ihre Volks- und
  Religionsgenossen, und die Christen haben diesen Brauch �bernommen. Br�der sind
  f�reinander verantwortlich. Liebe besteht nicht darin, dass man zum Unrecht schweigt.
  Zwei Pflichten nennt Jesus, und sie geh�ren zusammen: zurechtweisen und vergeben. - Nur
  bei Lukas steht die Bitte der Apostel: St�rke unseren Glauben (17,5), wie auch nur bei
  ihm die J�nger bitten: Herr, lehre uns beten (11,1). Wir sollen aber, das ergibt sich
  aus der Antwort Jesu, nicht nach dem Ma� unseres Glaubens fragen; wichtig ist, dass wir
  �berhaupt Glauben haben; wo Glaube ist, hat er in sich die Kraft, den Menschen und die
  Welt zu ver�ndern. - Zu 17,1-3a: Mt 18,6-7; Mk 9,42; Mt 26,24-25; R�m 14,1-23. - Zu
  17,3b-4: Mt 18,15.21-22: Lev 19,17. - Zu 17,5-6: Mt 17,20; 21,21; Mk 11,22-23.



Evangelium

                                                                                       Lk 17, 1-6

Wenn er siebenmal wieder zu dir kommt und sagt: Ich will mich �ndern!, so sollst du ihm
vergeben

  + Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

  In jener Zeit sprach Jesus zu seinen J�ngern:

  ^1Es ist unvermeidlich, dass Verf�hrungen kommen. Aber wehe dem, der sie verschuldet.

  ^2Es w�re besser f�r ihn, man w�rde ihn mit einem M�hlstein um den Hals ins Meer
  werfen, als dass er einen von diesen Kleinen zum B�sen verf�hrt.

  ^3aSeht euch vor!

  ^3bWenn dein Bruder s�ndigt, weise ihn zurecht; und wenn er sich �ndert, vergib ihm.

  ^4Und wenn er sich siebenmal am Tag gegen dich vers�ndigt und siebenmal wieder zu dir
  kommt und sagt: Ich will mich �ndern!, so sollst du ihm vergeben.

  ^5Die Apostel baten den Herrn: St�rke unseren Glauben!

  ^6Der Herr erwiderte: Wenn euer Glaube auch nur so gro� w�re wie ein Senfkorn, w�rdet
  ihr zu dem Maulbeerbaum hier sagen: Heb dich samt deinen Wurzeln aus dem Boden, und
  verpflanz dich ins Meer!, und er w�rde euch gehorchen.



F�RBITTEN

  Zu Jesus Christus, der unsere Hoffnung ist, wollen wir beten:

  F�r die Kirche: dass sie wirksamer dem Heil der Menschen dienen kann. (Stille)
  Christus, h�re uns.

  A.: Christus, erh�re uns.

  F�r alle, die nicht glauben: dass sie zum Licht der Wahrheit gelangen. (Stille)
  Christus, h�re uns.

  F�r die alten Menschen: dass du ihnen Geborgenheit gibst. (Stille) Christus, h�re uns.

  F�r unsere Gemeinde: dass unser Glaube erstarke. (Stille) Christus, h�re uns.

  Gott, unser Vater, unser Leben ruht in deiner Hand. Erh�re unsere Bitten durch
  Christus, unseren Herrn.     A.: Amen.



  Niemand glaubt an Gott, weil er bewiesen wurde,

  sondern weil Gottes Sein sich in ihm ereignet hat,

  weil Gottes Sehen an ihm, in ihm geschah;

  weil Gott sein Auge auf ihn richtete.

  Gott ist der unbeweisbar Wirkende,

  der anschaut, den er will (Reinhold Schneider).


  Um das Recht zur Bestrafung der Schuldigen zu haben, m�ssten wir uns erst von ihrem
  Verbrechen reinigen, das unter allerlei Verkleidungen in unserer eigenen Seele lebt.
  Aber wenn uns dieses Gesch�ft gelingt. werden wir, sobald es einmal vollbracht ist, gar
  kein Verlangen nach ihrer Bestrafung mehr tragen, und wenn wir uns dazu verpflichtet
  glauben, wird es im kleinsten Ausma� geschehen und mit �u�erstem Schmerz (Simone Weil).


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