Der Herr sprach zu Mose und Aaron:
[1-13: Rot ist die Farbe des Blutes. Das Reinigungswasser ist eine
Art Weihwasser, das die Reinigung von Suende und kultischer Unreinheit
symbolisiert (vgl. Hebr 9,13).]
19:2 Das ist die Verordnung, die der Herr erlaesst: Sag den Israeliten, sie
sollen dir eine fehlerlose, einwandfreie rote Kuh bringen, die noch
nie ein Joch getragen hat.
19:3 Uebergebt die Kuh dem Priester Eleasar! Dann soll man sie vor das
Lager hinausfuehren und sie vor seinen Augen schlachten.
19:4 Der Priester Eleasar nimmt mit seinem Finger etwas von ihrem Blut
und spritzt damit siebenmal gegen die Vorderseite des
Offenbarungszeltes.
19:5 Darauf verbrennt man die Kuh vor seinen Augen. Ihr Fell, ihr Fleisch
und ihr Blut, alles soll man verbrennen, samt ihrem Mageninhalt.
19:6 Der Priester nimmt Zedernholz, Ysop und Karmesin und wirft alles in
das Feuer, in dem die Kuh verbrannt wird.
19:7 Dann waescht der Priester seine Kleider, badet seinen Koerper in
Wasser und kehrt nachher ins Lager zurueck; der Priester bleibt aber
bis zum Abend unrein.
19:8 Derjenige, der die Kuh verbrannt hat, waescht seine Kleider und badet
seinen Koerper in Wasser; er bleibt aber bis zum Abend unrein.
19:9 Ein reiner Mann sammelt die Asche der Kuh und legt sie an einen
reinen Ort ausserhalb des Lagers. Sie wird fuer die Gemeinde der
Israeliten zur Zubereitung des Reinigungswassers aufbewahrt. Es ist
ein Suendopfer.
19:10 Derjenige, der die Asche der Kuh gesammelt hat, waescht dann seine
Kleider, bleibt aber bis zum Abend unrein. Fuer die Israeliten und
fuer die Fremden, die bei ihnen leben, gilt die feste Regel:
19:11 Wer irgendeinen toten Menschen beruehrt, ist sieben Tage lang unrein.
19:12 Am dritten Tag entsuendigt er sich mit dem Reinigungswasser, und am
siebten Tag wird er rein. Wenn er sich am dritten Tag nicht
entsuendigt, dann wird er am siebten Tag nicht rein.
19:13 Jeder, der einen toten Menschen, einen Verstorbenen, anruehrt und
sich nicht entsuendigt, hat die Wohnstaette des Herrn verunreinigt.
Ein solcher Mensch muss aus Israel ausgemerzt werden, weil er sich
nicht hat mit dem Reinigungswasser besprengen lassen. Er ist unrein;
seine Unreinheit haftet ihm immer noch an.
19:14 Folgendes Gesetz gilt, wenn ein Mensch in einem Zelt stirbt: Jeder,
der ins Zelt kommt oder der schon im Zelt ist, wird fuer sieben Tage
unrein;
19:15 auch jedes offene Gefaess, das keinen verschnuerten Deckel hat, ist
unrein.
19:16 Jeder, der auf freiem Feld einen mit dem Schwert Erschlagenen, einen
Toten, menschliche Gebeine oder ein Grab beruehrt, ist fuer sieben
Tage unrein.
19:17 Fuer den Unreinen nimmt man etwas Brandasche vom Suendopfer, schuettet
sie in ein Gefaess und giesst Quellwasser darueber.
19:18 Ein reiner Mann nimmt Ysop, taucht ihn in das Wasser und bespritzt
damit das Zelt sowie die Gefaesse und die Menschen, die im Zelt sind,
oder den, der Gebeine, einen Erschlagenen, einen Toten oder ein Grab
beruehrt hat.
19:19 Der Reine bespritzt den Unreinen am dritten und am siebten Tag und
entsuendigt ihn am siebten Tag. Dann waescht der Betreffende seine
Kleider und badet seinen Koerper in Wasser; am Abend ist er dann
rein.
19:20 Wer aber unrein geworden ist und sich nicht entsuendigt, ein solcher
Mensch ist aus der Versammlung auszumerzen; denn er hat das
Heiligtum des Herrn verunreinigt. Er hat sich nicht mit dem
Reinigungswasser besprengen lassen; er ist unrein.
19:21 Das soll bei den Israeliten als feste Regel gelten. Auch wer das
Reinigungswasser verspritzt hat, waescht seine Kleider; wer mit dem
Reinigungswasser in Beruehrung kommt, ist bis zum Abend unrein.
19:22 Alles, was der Unreine beruehrt, ist unrein. Ebenso ist jeder, der
ihn beruehrt, bis zum Abend unrein.