Jes 25, 6-12

  ^1Herr, du bist mein Gott, / ich will dich ruehmen und deinen Namen preisen.
  Denn du hast wunderbare Plaene verwirklicht, /
  von fern her zuverlaessig und sicher.

  ^2Du hast die Stadt zu einem Steinhaufen gemacht, /
  die starke Burg zu einem Truemmerfeld,
  die Palaeste der Fremden zu einem verwuesteten Ort, /
  den man in Ewigkeit nicht mehr aufbaut.

  ^3Darum ehren dich maechtige Voelker; /
  vor dir fuerchten sich die Staedte der gewalttaetigen Nationen.

  ^4Du bist die Zuflucht der Schwachen, / die Zuflucht der Armen in ihrer Not;
  du bietest ihnen ein Obdach bei Regen und Sturm /
  und Schatten bei gluehender Hitze.
  Denn der Sturm der Gewaltigen ist wie ein Regenguss im Winter, /
  wie die Hitze im trockenen Land.

  ^5Du bringst den Laerm der Fremden zum Schweigen, /
  wie ein Wolkenschatten die Hitze mildert, /
  das Lied der Gewaltigen laesst du verstummen.

  ^6Der Herr der Heere wird auf diesem Berg /
  fuer alle Voelker ein Festmahl geben mit den feinsten Speisen, /
  ein Gelage mit erlesenen Weinen,
  mit den besten und feinsten Speisen, / mit besten, erlesenen Weinen.

  ^7Er zerreisst auf diesem Berg die Huelle, die alle Nationen verhuellt, /
  und die Decke, die alle Voelker bedeckt.

  ^8Er beseitigt den Tod fuer immer. /
  Gott, der Herr, wischt die Traenen ab von jedem Gesicht.
  Auf der ganzen Erde nimmt er von seinem Volk die Schande hinweg. /
  Ja, der Herr hat gesprochen.

  ^9An jenem Tag wird man sagen: / Seht, das ist unser Gott,
  auf ihn haben wir unsere Hoffnung gesetzt, / er wird uns retten.
  Das ist der Herr, auf ihn setzen wir unsere Hoffnung. /
  Wir wollen jubeln und uns freuen ueber seine rettende Tat.

  ^10Ja, die Hand des Herrn ruht auf diesem Berg. /
  Moab aber wird an Ort und Stelle zerstampft, /
  wie Stroh in der Jauche zerstampft wird.

  ^11Wenn Moab darin auch mit den Haenden rudert /
  wie der Schwimmer beim Schwimmen,
  so drueckt er den Stolzen doch nieder, / auch wenn seine Haende sich wehren.

  ^12Deine festen, schuetzenden Mauern werden niedergerissen; /
  der Herr stuerzt sie zu Boden; sie liegen im Staub.