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Return to: TF:BGE
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#Post#: 3051--------------------------------------------------
Das BGE im Test
By: hellboy Date: January 3, 2015, 10:29 am
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[quote="vice"]Bedingungsloses Grundeinkommen in den Niederlanden
Die Niederlande werden bald probeweise das bedingungslose
Grundeinkommen einf�hren. Dahinter steckt der Gedanke, dass es
in Gesellschaften mit zunehmend automatisierter Arbeit an der
Zeit ist, das Einkommen von der Arbeit abzukoppeln.
Eine Studie der University of Oxford prognostiziert, dass die
H�lfte aller Arbeitspl�tze innerhalb der n�chsten 20 Jahre
automatisiert sein wird. Doch von der Roboter-Revolution wird
wohl nur eine kleine Minderheit profitieren.
Hinter dem Plan, das bedingungslose Grundeinkommen probeweise
einzuf�hren, steckt MIESlab, ein experimentelles Soziallabor,
das sich auf neue Herangehensweisen an sozio�konomische Probleme
konzentriert. Die Planer hoffen, das Experiment im Norden der
Niederlande durchf�hren zu k�nnen, wo die Arbeitslosen- und
Armutsquoten seit Langem h�her liegen als im Rest des Landes.
�Im Laufe der Jahre wurde viel ausprobiert, aber nichts scheint
zu funktionieren", meint Jan Willem Wennekes von MIESlab.
�Vielleicht sollten wir endlich akzeptieren, dass es Menschen
gibt, die nicht arbeiten k�nnen, weil einfach keine Jobs f�r sie
da sind. Anstatt sie unter Druck zu setzen, k�nnten wir etwas
anderes ausprobieren. [Ein bedingungsloses Einkommen] gibt ihnen
vielleicht so viel Freiheit, dass selbst die �hoffnungslosen
F�lle' sich wieder in die Gesellschaft einbringen."[/quote]
http://www.vice.com/de/read/bedingungsloses-grundeinkommen-in-den-niederlanden-…
Sieh an, es geht also doch nicht um "keiner soll mehr hackeln
m�ssen" und "alle sollen ohne Arbeit gl�cklich werden", wie es
die linksverwirrten spackos der p�p� immer darstellen. Man kann
den wahren Sinn des BGE's auch in wenigen S�tzen wiedergeben.
V�llig korrekt.
Jetzt bin ich gespannt, ob die Niederl�nder oder die Schweizer
schneller in medias res gehen. Und nat�rlich, wie gut das
funktioniert.
ahoy
hellboy
#Post#: 3052--------------------------------------------------
Re: Das BGE im Test
By: hellboy Date: January 3, 2015, 10:53 am
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[quote="s�ddeutsche"]Modellversuche in Brasilien und Namibia
Grundeinkommen statt Entwicklungshilfe
Die Schweizer k�nnen in ein paar Jahren �ber das bedingungslose
Grundeinkommen abstimmen, an zwei Orten in S�damerika und Afrika
wird es bereits getestet. In Brasilien steht das Recht darauf
sogar in der Verfassung. Die Folgen sind erstaunlich.
Von Larissa Holzki
Die meisten Menschen im brasilianischen Dorf Quatinga Velho und
in den namibischen Siedlungen Otjivero und Omitara besitzen
nicht viel. Sie leben in einfachen H�tten und H�usern und m�ssen
sich genau �berlegen, wof�r sie ihr monatliches Budget ausgeben.
Wenn sie Lebensmittel, Medikamente, Kleidung und Schulgeld
bezahlt haben, ist fast nichts mehr �brig. Aber anders als die
Bewohner ihrer Nachbargemeinden brauchen sie nicht mehr hungern.
Denn in Quatinga Velho und den zwei namibischen Gemeinden wird
seit einigen Jahren ein bedingungsloses Grundeinkommen gezahlt.
Ein Leben ohne Arbeit ist damit allerdings nicht m�glich.
Einmal im Monat gehen Bruna Augusto Pereira und ihr Mann Marcus
Vinicius Brancaglione im brasilianischen 100-Seelendorf Quatinga
Velho von Haus zu Haus, so erz�hlt es Augusto Perreira selbst
und eine deutsche Studentin, die drei Monate lang bei ihnen
gelebt hat, best�tigt dies. Die beiden arbeiten f�r die von
ihnen gegr�ndete Nichtregierungsorganisation Recivitas.
Sie verliehen B�cher und Spielzeug an Kinder, g�ben
Musikunterricht - und zahlten jedem Bewohner ein Grundeinkommen.
B�ndelweise h�tten sie das Geld dabei und an jedem kleinen
Stapel klebte ein Zettel mit einem anderen Namen, An der Haust�r
erhielte jeder Bewohner dann umgerechnet etwa elf Euro.
Quatinga Velho liegt nur 50 Kilometer von der Millionen-Stadt
Sao Paulo entfernt. Und doch ist es eine abgeschlossene Welt im
atlantischen Regenwald, in der bis vor kurzem nicht mal ein Bus
hielt. Google-Maps findet sie bis heute nicht. Nahrungsmittel
kosten dort deutlich weniger in der Metropole. Familien mit
vielen Kindern k�nnen von ihrem Grundeinkommen Reis und Bohnen
f�r den ganzen Monat kaufen.
Das Geld kommt unter anderem von Spendern und Vereinen aus
Deutschland, Japan, Costa Rica und Neuseeland. Augusto Perreira
und Brancaglione zweigen nicht mal f�r ihre Fahrtkosten davon
etwas ab. Sie machen diese Arbeit freiwillig. Manchmal zahlen
sie auch aus eigener Tasche drauf. F�r sie ist das keine
Entwicklungshilfe, einige Bewohner haben schlie�lich genau so
viel Geld wie sie selbst. Die beiden sind einfach von der
Grundeinkommens-Idee �berzeugt und wollen allen zeigen, dass es
m�glich und f�rderlich f�r eine Gesellschaft ist.
Recht auf Grundeinkommen in der Verfassung
Seit fast zehn Jahren steht das Recht auf ein bedingungsloses
Grundeinkommen sogar in der brasilianischen Verfassung. Doch es
ist an die Zahlungsf�higkeit des Landes gekoppelt und soll daher
schrittweise eingef�hrt werden.
Die sogenannte "Bolsa Fam�lia", ein Familien-Stipendium, ist der
erste Schritt dahin. Doch es hat mit der Idee vom Grundeinkommen
noch nicht viel zu tun. Bedingungslos ist diese Sozialhilfe
n�mlich nicht: Die Empf�nger m�ssen ausgesprochen arm sein, ihre
Kinder zur Schule schicken, sie impfen lassen und selbst an
Alphabetisierungskursen teilnehmen.
weiter
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/modellversuche-in-brasilien-und-namibia-g…
"Ob man diese Beispiele auf ein ganzes Land anwenden kann, ist
ungewiss. Die Menschen in Otjivero und Omitara sowie Quatinga
Velho k�nnen von ihrem Grundeinkommen allein nicht �berleben. In
der Schweiz w�re dies gem�� den aktuellen Vorstellungen anders."
->
[quote="s�ddeutsche"]Bedingungsloses Grundeinkommen in der
Schweiz
Sehnsucht nach einem Schlaraffenland
Wom�glich k�nnen die Schweizer in ferner Zukunft die F��e
hochlegen. F�r immer. Zumindest, wenn sie Lust dazu haben. Denn
wenn alles kommt wie geplant, dann entscheidet das Volk, ob es
in dem Land ein Grundeinkommen f�r jeden gibt. Das soll nicht
nur f�rs Dasein reichen, sondern auch f�r die Teilnahme am
�ffentlichen Leben. Egal, ob er arbeitet oder nicht.
Von Larissa Holzki
In Bern wollen sie heute feiern - die Frauen und M�nner, die
anderthalb Jahre lang im ganzen Land Unterschriften gesammelt
haben. Wenn es nach ihnen geht, soll sp�testens 2050 kein
Schweizer B�rger mehr arbeiten m�ssen. Bis dahin soll der Bund
f�r ein bedingungsloses Grundeinkommen sorgen, das jedem ein
menschenw�rdiges Dasein und die Teilnahme am �ffentlichen Leben
erm�glicht. Rund 126.000 Menschen haben diese Forderung
unterschrieben. Am heutigen Freitag werden die Listen bei der
Bundeskanzlei eingereicht.
Jetzt muss sich der Schweizer Bundesrat mit der Idee befassen,
die das Verst�ndnis von Arbeit und Einkommen revolutionieren
k�nnte: Wenn alle Formalien eingehalten wurden, stimmen die
B�rger in zwei oder drei Jahren �ber das bedingungslose
Grundeinkommen ab.
Die Anh�nger der Idee freuen sich schon jetzt. So wie G�tz
Werner. Der Gr�nder der Drogeriemarkt-Kette dm ist der wohl
bekannteste Grundeinkommens-F�rsprecher im deutschsprachigen
Raum. Er half, der Schweizer Volksinitiative den Weg zu bereiten
- und hofft, dass nun dieses Thema Eingang in die �ffentliche
Debatte findet.
Gesellschaft wird auf den Kopf gestellt
Es ist nicht einfach sich vorzustellen, wie sich die
Gesellschaft ver�ndert, wenn jeder so viel Geld bekommt, wie er
f�r ein bescheidenes Leben braucht. Im Gespr�ch sind 2500
Schweizer Franken, etwas �ber 2000 Euro. Und "was die Menschen
nicht denken k�nnen, k�nnen sie auch nicht ins Gesetz
schreiben", sagt der Unternehmer. Aber wenn es �berhaupt eine
Gesellschaft gebe, die daf�r bereit sei - dann am ehesten die
Schweizer.
Werner pers�nlich erwartet nicht weniger als einen
Paradigmenwechsel. So wie damals, als die Menschheit erkannte,
dass die Erde keine Scheibe ist. Heute gingen die Leute
arbeiten, um ein Einkommen zu erhalten, sagt er. Deshalb
verrichteten Menschen Arbeit, die l�ngst Roboter �bernehmen
k�nnten. Dabei w�ren laut Werner gen�gend andere wichtige
Aufgaben da. Doch f�r die Pflege der kranken Mutter, die
Erziehung der Kinder und das Engagement im Sportverein w�rden
h�chstens Aufwandsentsch�digungen gezahlt. "Mit dem
Grundeinkommen werden wir pl�tzlich begreifen, dass wir ein
Einkommen brauchen, um arbeiten zu k�nnen. Nicht andersherum",
sagt Werner.
weiter
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bedingungsloses-grundeinkommen-in-der-sch…
Interessant, wie unterschiedlich die Einsch�tzungen gegen�ber
dem BGE in Entwicklungsl�ndern und den reichsten L�ndern der
Welt ist. Bei den einen hei�t es �berleben, bei den anderen
luxusproblem.
ahoy
hellboy
#Post#: 3056--------------------------------------------------
Re: Das BGE im Test
By: hellboy Date: January 5, 2015, 6:47 am
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dieser Artikel wurde auch ver�ffentlicht in der t�glichen
bge-Zeitung
http://paper.basicincome-europe.org/
ahoy
hellboy
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