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| #Post#: 1870-------------------------------------------------- | |
| Piratenmanifest des hellboy | |
| By: hellboy Date: April 26, 2014, 7:59 am | |
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| PIRATENMANIFEST DES HELLBOY | |
| Seit den Anf�ngen der Geschichtsschreibung nennt man diejenigen | |
| Piraten, die sich in den Zeiten, als man entweder Krieger oder | |
| Sklave war, von ihren Herren, seien es K�nige oder Priester, | |
| lossagten, um fortan f�r sich selbst zu k�mpfen, um frei zu | |
| sein. Der Name kommt aus dem Altgriechischen (peiran), und | |
| bedeutet urspr�nglich sowohl "etwas wagen, unternehmen, oder | |
| sich nehmen, was einem zusteht" als auch "mutige Unternehmung" | |
| (peira). Sie waren die ersten die es wagten, nicht wie alle | |
| anderen nur in Sichtweite der K�ste zu segeln, sondern auch die | |
| offene See zu kreuzen. "Die Piraten" hie� also nichts anderes | |
| als "die Mutigen". Als Reisende zwischen den Kulturen achteten | |
| sie bald nichtmehr die Gesetze der einzelnen L�nder, sondern | |
| nurnoch die des internationalen Handels zur See, und galten so | |
| bald allen L�ndern als Gesetzlose. Zu ihnen konnte jeder kommen, | |
| ohne Ansehen von Herkunft, Rang, Alter, Rasse und Geschlecht, | |
| und jeder Pirat konnte auch zum Captain gew�hlt werden. | |
| Diese Art zu leben wurde in all den Zeiten von den Herrschenden | |
| als die allergr��te Bedrohung ihrer Macht angesehen, und darum | |
| wurden die Piraten mit allen Mitteln verfolgt, ohne jede | |
| R�cksicht auf Moral oder Menschlichkeit. Auch verbreitete man | |
| �ble Kunde von Menschenfresserei und Teufelsanbetung, die von | |
| manchem Piraten nur zu gerne noch gest�tzt wurde, erzitterte | |
| doch bald jeder Seefahrer schon bei dem Wort "Pirat", und war | |
| gar leicht bereit, seine Fracht ganz kampflos aufzugeben. | |
| Ab Anfang des 17. Jhdts hatten die meisten europ�isch-st�mmigen | |
| Piraten die Inseln Jamaica, Hispaniola und Tortuga als sichere | |
| Basen und R�ckzugsorte gew�hlt. Dort lebten sie in Frieden, auch | |
| mit den Ureinwohnern, mit denen sie als einzige Handel unter | |
| Gleichberechtigten trieben und mit zahlreichen entflohenen | |
| Sklaven. Sie waren die einzige Quelle f�r alle Seefahrer die | |
| haltbare Nahrungsmittel f�r lange Seereisen brauchten, seien sie | |
| eingesalzen oder getrocknet (daher Boucanier, vom indianischen | |
| Wort Bukan = einfacher Holzgrill zum Trocknen von Fisch und | |
| Fleisch), was sie umsomehr zu Opfern von Verfolgungen machte, da | |
| Speisen, die die Besatzung nicht krank machten, christlichen | |
| Kommandeuren als Teufelszeug galten. Schlie�lich haben die | |
| Spanier auf Hispaniola einen Biozid ver�bt, indem sie alle | |
| Rinder, Schweine und auch s�mtliches Gefl�gel ausrotteten, und | |
| zwangen die Boucaniers damit, Privateers, also Freibeuter zu | |
| werden. Die durch die jahrzehntelange Jagd besonders ge�bten | |
| Sch�tzen wurden in Auftrag der Franzosen, aber besonders der | |
| englischen K�nigin bald zu den gef�rchtetsten Kriegern auf See, | |
| und f�llten die Schatzkammern und Konten ihrer Auftraggeber. | |
| Von Anfang an gab es in Griechenland Vertr�ge, die auf Inseln | |
| wie Eub�a den Piraten und ihren Familien eine gewisse | |
| Absicherung garantierten. Aus der Mitte des f�nfzehnten | |
| Jahrhunderts gibt es die ersten modernen Berichte von solchen | |
| Vereinbarungen. 1720 wurden dann les Articles de Bartolomeu | |
| Portugu�s formuliert. Dieser Vertrag war Vorbild f�r viele | |
| weitere, am ber�hmtesten sind wohl die Articles Of Agreement von | |
| Captain Henry Morgan. Solche Vertr�ge sind die Vorl�ufer aller | |
| modernen Sozialversicherungen, und enthielten genaue | |
| Bestimmungen �ber die Verteilung von Einnahmen und | |
| Entsch�digungen f�r Besatzungsmitglieder oder auch deren Famlien | |
| im Falle von Krankheit, Verletzung, Verst�mmelung oder Tod. | |
| Sp�ter wurden diese Zahlungen sogar von den jeweiligen | |
| demokratisch gew�hlten Inselregierungen garantiert, und manches | |
| gro�e Goldversteck der damaligen Zeit war nichts anderes als das | |
| was wir heute als Banksafe bezeichnen. | |
| Um 1800 waren die Piraten die einzigen, die das Embargo gegen | |
| die unabh�ngige Republik, die entflohene Sklaven und Piraten auf | |
| Haiti gegr�ndet haben brachen, und somit ihr Bestehen sicherten. | |
| Noch bis in die 1850er k�mpften die Piraten an der Seite der | |
| Seminolen in Florida f�r eine freie Republik, wobei es | |
| immerwieder zu Massakern der amerikanischen Truppen an den | |
| Seminolen und den Piraten kam. | |
| Diese piratischen Gesellschaften waren so erfolgreich, da� die | |
| damaligen Monarchien und sonstigen Diktaturen gar keine andere | |
| Wahl hatten, als sie mit aller Gewalt zu zerst�ren, h�tten sie | |
| doch dem Rest der Welt als Beispiel dienen k�nnen. Nichts desto | |
| Trotz ist genau das passiert, seien es die ersten modernen | |
| Demokratien in Frankreich und den USA oder die ersten | |
| Sozialsysteme, Keimzelle und Ursprung all dessen sind in der | |
| Piraterie zu finden. | |
| Piraten waren auch die ersten, die gegen Handelsmonopole | |
| gek�mpft haben, denn wer au�er ihnen h�tte sich jemals der East | |
| India Trading Company entgegengestellt wie die karibischen | |
| Piraten, oder der Hanse wie die Vitalienbr�der? | |
| Genau das soll aber auch Erbe wie Ziel von uns modernen Piraten | |
| sein. Nicht das kriegerische, das ja nichts spezifisch | |
| piratisches war, sondern in der Vergangenheit alle betraf, | |
| sondern der Kampf f�r Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarit�t, | |
| heute eben mit friedlichen Mitteln. Die Piraterie ist in einer | |
| Zeit entstanden, in der sie selbst das einzige nicht | |
| absolutistische Gesellschaftsmodell war. Als die Piraten die | |
| ersten Sozialversicherungsvertr�ge unterzeichnet, und | |
| basisdemokratischen Gesellschaften gegr�ndet haben, tobte in | |
| Europa gerade der 30-j�hrige Krieg, dem in Mitteleuropa mehr | |
| Menschen zum Opfer fielen, als dem 2. Weltkrieg, und das im | |
| Namen zweier Auslegungen derselben Religion, die sich | |
| Christentum nennt. Der Kampf gegen Diktatur und Monarchie hat | |
| bei uns eine jahrtausende alte Tradition. | |
| Und darauf sollten wir stolz sein! | |
| Man mag meinen Blick auf die Geschichte der Piraten f�r | |
| idealisierend halten, doch ist dies harmlos im Vergleich dazu, | |
| wie andere ihre Geschichte betrachten, sei es die Monarchie, der | |
| Kommunismus, der Faschismus oder die unaufgearbeiteten | |
| Verbrechen des Katholizismus. Und im Gegensatz dazu haben die | |
| Piraten ihre Geschichte verstanden, und daraus gelernt. | |
| Die Piraten von heute tragen die Traditionen weiter, die ihnen | |
| an den Piraten von damals am wichtigsten sind: | |
| � Die Basisdemokratie, die sich heute im Bekenntnis zu | |
| B�rgerbeteiligung mit modernen Mitteln manifestiert. Ein Pirat, | |
| eine Stimme, das galt schon immer f�r uns. | |
| � Die soziale Absicherung, die wir mit der Forderung nach einer | |
| bedingungslosen Grundsicherung in die heutige Zeit �bersetzen. | |
| � Das Bekenntnis zur Gleichheit aller Menschen, das wir durch | |
| die Ablehnung von Hierarchien und jeder Unterscheidung nach | |
| Geschlecht, Rasse, Herkunft oder Alter vorleben. | |
| � Der Kampf gegen die Unterdr�ckung, egal ob durch Politische | |
| oder gesellschaftliche Zw�nge, denn die Freiheit gilt den | |
| Piraten noch heute und auch in Zukunft als das allerh�chste Gut. | |
| Piraten sind keine Politiker, sondern politische Aktivisten | |
| Das prim�re Interesse von Politikern gilt dem Erlangen von Macht | |
| und der F�rderung der eigenen Karriere. Politische Aktivisten | |
| verfolgen hingegen konkrete politische Ziele, und ihr Interesse | |
| gilt ausschlie�lich deren Erreichung. Wir Piraten Leben im | |
| Informationszeitalter, und stehen nicht nur f�r Transparenz, | |
| sondern nutzen auch die modernen Kommunikationswege, nicht um | |
| eine Elite zu formen, die die Gesellschaft "von innen" - also | |
| von oben - ver�ndert, sondern wollen im Gegenteil alle Menschen | |
| aufkl�ren und somit dazu erziehen selbst zu denken. Die Menschen | |
| m�ssen erkennen, da� Eliten, speziell moralische, ein Mythos | |
| sind. Wir wollen nicht durch die bestehenden Instanzen, weil wir | |
| wissen, da� diese Macht mit sich bringen, und Macht korrumpiert | |
| immer. Wir wollen diese Instanzen so reformieren, da� sie eben | |
| keine Macht mehr in die H�nde von Einzelpersonen oder kleinen | |
| Gruppen legen, um so der Korruption vorzubeugen. Das geht aber | |
| nur von au�en, weshalb das Streben nach Positionen im | |
| bestehenden politischen System f�r Piraten nur zweitrangig sein | |
| kann. | |
| Also Segel gesetzt und klarmachen zum �ndern! | |
| ahoy | |
| hellboy | |
| #Post#: 2293-------------------------------------------------- | |
| Re: Piratenmanifest des hellboy | |
| By: hellboy Date: July 14, 2014, 3:35 pm | |
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| Das Manifest des Frankfurter Kollegiums | |
| http://frankfurterkollegium.de/manifest/ | |
| [quote]Wir sind das Frankfurter Kollegium in der Piratenpartei. | |
| Wir stellen den Menschen ins Zentrum des politischen und | |
| gesellschaftlichen Geschehens, sein Wohl ist das Ziel unseres | |
| Tuns. Der Staat, seine Vertreter und Organe haben nur dann eine | |
| Berechtigung f�r ihre Aufgaben, wenn sie diesem Ziel auch | |
| folgen. Daraus folgen Pflichten des Staates gegen�ber den | |
| Menschen, die in diesem Staat leben oder mit ihm zu tun haben. | |
| Der Staat und die ihn st�tzende Gesellschaft haben f�r die | |
| Bewahrung von Freiheits- und Menschenrechten zu sorgen. Das f�r | |
| unsere Gesellschaft gef�hrlichste und langfristig existenzielle | |
| Problem ist der schleichende und stetige Abbau der B�rgerrechte, | |
| der demokratischen und sozialen Teilhabe sowie der Verlust von | |
| Freiheit. | |
| Politik sollte auf sachlichen Entscheidungen beruhen. Unser | |
| Menschenbild ist gepr�gt von dem Ideal eines m�ndigen, | |
| aufgekl�rten und eigenverantwortlichen Menschen, der in einer | |
| freien, humanistischen Gesellschaft lebt. Der Staat hat die | |
| Aufgabe, die grunds�tzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen um | |
| die freie Entwicklung der Gesellschaft und der Menschen sicher | |
| zu stellen. Unser Ideal ist daher eine sachliche, humanistisch | |
| gepr�gte, liberale und soziale Politik | |
| Wir wollen den Menschen unsere Schwerpunkte nicht als | |
| allheilbringende Botschaft vorgeben. Vielmehr wollen wir durch | |
| freie Bildung, die auch soziale und emotionale Aspekte des | |
| Menschseins einschliesst, in den Menschen die F�higkeit und das | |
| Streben f�rdern, frei, gebildet und selbstbestimmt sein zu | |
| wollen. | |
| Ein freier Mensch kann nur existieren, wenn er frei von Zw�ngen | |
| ist. Das befreit den Menschen aber nicht von Verantwortung. Alle | |
| Rechte, die man als B�rger innehat, enthalten gleichzeitig die | |
| Pflicht, sie nicht gegen die Gesellschaft anzuwenden. Die | |
| Erkenntnis, dass die eigene Freiheit ihre Schranken in der | |
| gleichen Freiheit der Anderen hat, ist Grundlage einer freien | |
| und gleichzeitig solidarischen Gesellschaft. Freiheit bedeutet | |
| dabei die Bewahrung der Grundrechte der Menschen. | |
| In Freiheit kann ein Mensch auch nur dann leben, wenn er die | |
| eigene Privatsph�re frei gestalten kann, ohne �berwachung, | |
| Beeinflussung oder �u�ere Kontrolle, gleich ob durch die | |
| Gesellschaft, den Staat oder Unternehmen. | |
| Zur Freiheit geh�rt auch die M�glichkeit, seine grunds�tzliche | |
| Existenz zu sichern. Dazu braucht es ein stabiles, faires und | |
| offenes Sozialsystem und die Sicherung einer stabilen und | |
| intakten Umwelt. | |
| Eine freie Gesellschaft braucht gebildete Menschen. Der Zugang | |
| aller B�rger zu Bildung und Information ist einer der | |
| fundamentalen Pfeiler einer stabilen Demokratie. Nur Bildung f�r | |
| alle bringt nachhaltig soziale Gerechtigkeit. | |
| Menschen sind nur dann frei, wenn sie die Gesellschaft und den | |
| Staat aktiv und bewusst mitgestalten k�nnen. Zwingende | |
| Grundvoraussetzung hierf�r ist, dass politische Strukturen | |
| �bersichtlich und klar sind; eine St�rkung der | |
| Mitbestimmungsm�glichkeiten ist unabdingbar. Volksabstimmungen | |
| und Verbesserungen des Wahlrechtes, ein Ausbau der | |
| Kommunikationsm�glichkeiten zwischen Abgeordneten und B�rgern, | |
| um politische Entscheidungen im voraus beeinflussen zu k�nnen | |
| z�hlen f�r uns zu den zentralen Voraussetzungen f�r | |
| demokratisches Handeln und menschliche Freiheit. | |
| Unsere Gesellschaft ver�ndert sich st�ndig weiter. Die Politik | |
| muss dem folgen. Unser Ideal einer Partei, aber auch eines | |
| politischen Systems ist daher ein System im st�ndigen Wandel. | |
| Wir wollen das Rad nicht zur�ckdrehen, sondern die von vielen | |
| ignorierte, aber immer existente Dynamik der gesellschaftlichen | |
| Ver�nderung in die Politik einbringen. | |
| Wir stehen f�r Gleichbehandlung durch den Staat, seine Vertreter | |
| und Organe. Denn weder sind wir alle gleich, noch wollen wir | |
| alle gleich machen. Wir wollen jedoch, dass alle gleich | |
| behandelt werden und die gleichen Chancen haben. | |
| Der Respekt vor der Pluralit�t muss jedem Einzelnen, der | |
| Gesellschaft und dem Staat zu eigen sein. Die W�rde jedes | |
| Einzelnen ist unantastbar. Dazu geh�rt es, jeden in seiner | |
| Unterschiedlichkeit gleich zu behandeln. | |
| Eine freie Gesellschaft kann nicht ohne eine zukunftsf�hige und | |
| am gesellschaftlichen Gesamtwohl orientierte Wirtschaft | |
| existieren. Wir bekennen uns daher zu den Idealen einer sozialen | |
| Marktwirtschaft. | |
| Wir Mitglieder des Frankfurter Kollegiums sehen uns als Piraten, | |
| die nach diesen Zielen streben, f�r diese Ziele innerhalb der | |
| Piratenpartei werben und daran arbeiten, dass die Piratenpartei | |
| diese Ziele in die Gesellschaft und die Politik einbringt, zum | |
| Wohle aller. Wir k�mpfen f�r eine freie Gesellschaft mit | |
| m�ndigen, selbstbestimmten, gebildeten und engagierten B�rgern | |
| in einem demokratischen und sozialen Rechtsstaat. | |
| [/quote] | |
| hoist the colors! | |
| ahoy | |
| hellboy | |
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